U20-Damen: Relegationsrunde beginnt mit Niederlage11. Juli 2011

Übernervöser Beginn sorgt für einen Fehlstart gegen die Slowakische Republik – Starke Aufholjagd wird nicht belohnt
Die deutschen U20-Damen sind mit einer Niederlage in die sechs Spiele umfassende Relegationsrunde bei der Europameisterschaft in Novi Sad gestartet. Gegen die Slowakische Republik unterlag die Auswahl von Bundestrainer Raoul Scheidhauer mit 46:55 (12:20, 9:11, 13:12, 12:12). Damit steht das DBB-Team vor den kommenden Begegnungen mit Weißrussland und Rumänien bereits mit dem Rücken zur Wand. Die beiden letzten Mannschaften der Relegationsrunde müssen den Gang in die B-Gruppe antreten.

Übernervös und und unsicher begannen die deutschen Damen die Partie gegen die Slowakinnen. 1:9 (3. Min.) und 3:16 (7. Min.) hießen die besorgniserregenden Zwischenstände in der Anfangsphase. Viel zu viele Ballverluste (acht im ersten Viertel), mangelhafte Reboundarbeit und eine löcherige Verteidigung machten es den keineswegs überragenden Slowakinnen bis dahin einfach. In Richtung Viertelende kamen die ING-DiBa-Korbjägerinnen dann aber doch noch etwas besser in die Partie, hatten die anfängliche Unsicherheit vertrieben.

Nach 15 Spielminuten hatten allerdings erst vier von 15 Wurfversuchen aus dem Feld im slowakischen Korb eingeschlagen, viel zu wenig, um ernsthaft am Rückstand zu knabbern (14:23). Auch beim Gegner lief allerdings kaum etwas zusammen, die slowakischen Ballverluste überstiegen in dieser Phase die der Deutschen. Die um jeden Zentimeter kämpfende DBB-Auswahl biss sich in die Partie hinein (18:25, 16. Min., Sonja Greinacher). Doch es gelang einfach zu selten, wirklich gute Wurfchancen heraus zu spielen, und so kam man trotz aller Bemühungen einfach nicht in Schlagdistanz. Der Dreier von Julia Gaudermann zum 21:27 in der 20. Minute machte wieder Hoffnung, aber zum Seitenwechsel hatte der Gegner den Abstand in einer von der Bedeutung geprägten Partie wieder etwas vergrößert (21:31).

Die DBB-Damen kamen mit Elan aus der Kabine, verkürzten den Rückstand (24:31, 22. Min.), vergaben aber die folgenden fünf Wurfchancen und fingen sich zudem einen schmerzhaften Dreier. Aber die jetzt stark aufspielende Greinacher erzielte sechs Punkte in Folge, und endlich spürte der Gegner den deutschen Atem (30:34, 25. Min.). Die Slowakei hatte mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen, kam jetzt aber auch wieder zu Korberfolgen. Die entscheidende Phase der Begegnung hatte begonnen, ein weiterer Dreier fand den Weg in den deutschen Korb (34:41, 29. Min.). Deutschland bemühte sich nach Kräften, aber das Momentum schlug bis zum Vierelende wieder auf die Seite des Gegners (34:43).

Man wusste um die Bedeutung eines jeden Punktes, denn selbst bei einer Niederlage war es ja wichtig, diese so knapp wie möglich zu halten, um bei eventuellen direkten Vergleichen am Ende der Relegationsrunde die Nase vorne zu haben. Dennoch zog die Slowakische Republik wieder deutlich davon (34:46, 32. Min.). Auch wenn Bundestrainer Raoul Scheidhauer mit der Defense durchaus zufrieden sein konnte: die deutsche Wurfquote von 27,5 Prozent aus dem Feld war einfach zu schwach, um der Partie bis dahin eine Wende geben zu können.

Deutschland gab nicht auf, traf wieder durch Greinacher zum 38:46 und durch einen langersehnten Dreier von Finja Schaake zum 41:46 (33. Min.). Mit dem Mute der Verzweiflung begab sich die deutsche Mannschaft in die Schlussminuten, stützte sich auf eine überragende Greinacher, hatte aber weiterhin zu wenig Wurfglück aus der Distanz. Etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende nahm Scheidhauer eine Auszeit, um sein Team auf die Schlussphase einzustimmen. Drei Freiwurftreffer von Greinacher später war die DBB-Auswahl auf 46:48 heran (38. Min.). Der unbändige Kampfgeist der deutschen Mannschaft schien belohnt zu werden, bis ein Dreier der Slowakinnen zum 46:53 45 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung sorgte. Deutschland konnte nicht mehr kontern und musste den Rückstand sogar wieder anwachsen lassen.

“Wir sind das ganze Spiel dem Anfangsrückstand letztlich erfolglos hinterher gelaufen. Die wichtigen Würfe haben wir nicht getroffen, die wichtigen Rebounds nicht geholt. Aber es hilft nichts, wir müssen nach vorne schauen und Spiele gewinnen”, gab Scheidhauer nach dem Spiel als Parole aus.

Für Deutschland spielten:
Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 6), Sarah-Marie Frankenberger (University New Hampshire, 2), Julia Gaudermann (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 7), Sonja Greinacher (Foto, NB 92 Oberhausen, 21, 11 Rebounds), Emina Karic (Foto, Herner TC, 4), Julia Kohlmann (SV Halle Lions, 3), Laura Masek (TuS Jena Burgaupark Ladybaskets, dnp), Jule Muegge (Carmel High School/USA, dnp), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 3), Judith Schmidt (Basketball4Girls Chemnitz), Christina Schnorr (Basketball4Girls Chemnitz, 2), Ramona Tews (NB 92 Oberhausen, dnp).

Die kommenden Spiele in der Relegationsrunde

Dienstag, 12. Juli 2011, 20.30 Uhr: Deutschland – Weißrussland
Mittwoch, 13. Julin 2011, 18.15 Uhr: Deutschland – Rumänien
Freitag, 15. Juli 2011, 13.45 Uhr: Deutschland – Slowakische Republik
Samstag, 16. Juli 2011, 13.45 Uhr: Deutschland – Weißrussland
Sonntag, 17. Juli 2011, 13.45 Uhr: Deutschland – Rumänien

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