U20-Damen mit Niederlage21. Juni 2014

Die U20-Damen Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat das zweite und letzte Testspiel gegen Bulgarien in Sofia verloren. Nach der 69:74-Niederlage vom Vortag zeigten sich die Spielerinnen von Bundestrainerin Aleksandra Kojic zunächst stark verbessert, ließen aber nach der Pause nach und unterlagen mit 66:73 (20:17, 17:11, 13:22, 16:23). Alina Hartmann steuerte am meisten Punkte für Deutschland bei (15).

Das große Problem im ersten Spiel war die hohe Anzahl an Ballverlusten und Fehlern im deutschen Team, mit denen man den nicht überragenden Gegner stark gemacht hatte. Das wollte man laut der Bundestrainerin heute unbedingt vermeiden. Die DBB-Auswahl befand sich nach schnellem 2:6-Rückstand auf einem guten Weg, als Katharina Müller nach sieben Minuten per Dreier zum 10:10 traf und bis dahin recht ordentlich auf den Ball aufgepasst hatte. Mit einer konzentrierten und sehr ausgeglichenen Teamleistung ging man mit einer Führung in die erste Viertelpause (20:17).

Drei Ballverluste in Folge leistete sich das DBB-Team in den folgenden zwei Minuten, Bulgarien nutzte die Schwäche zum 20:23 (12. Min.). Alina Hartmann und Marie Gülich schlugen aber umgehend zurück (24:23, 13. Min.). Beide Mannschaften taten sich nun schwer zu Punkten zu kommen, sodass sich am engen Spielstand nichts änderte (28:25, 16. Min.). Die sehr stark beginnende Gülich und Ama Degbeon (Foto) erhöhten auf 33:26, das Momentum schien auf die deutsche Seite zu wechseln (18. Min.). Zur Halbzeit lag die Kojic-Truppe mit 37:28 in Front.

Nach dem Seitenwechsel ließen die DBB-Damen die Gastgeberinnen wieder ins Spiel zurück (41:38, 24. Min.), weil man nicht konsequent genug agierte und sich unnötige Fouls leistete, die die Bulgarinnen viel zu oft an die Freiwurflinie schickten. Bei Deutschland war der Faden komplett gerissen, und so war es kaum verwunderlich, dass Bulgarien bis auf einen Punkt herankam. Der Führungswechsel wurde allerdings zunächst vermieden, Alina Hartmann sorgte für das 47:42 (25. Min.). Kurz später war es dann aber so weit, Bulgarien wendete das Blatt, kam zum Ausgleich (48:48, 27. Min.), aber bis zum Viertelende nicht an den Deutschen vorbei (50:50).

Das änderte sich nach zehn Sekunden im Schlussabschnitt, als Gabriela Kostova das 50:52 aus deutscher Sicht machte. Früh nahm Kojic die zweite Auszeit, denn es lief einfach nichts mehr im deutschen Team. Beim 50:57 nach 33 Minuten musste man um die deutsche Mannschaft bangen, ein Comeback erschien wenig wahrscheinlich. Das DBB-Team stemmte sich gegen die drohende Niederlage, aber neben der steigenden Anzahl der Ballverluste wollten die Würfe einfach nicht fallen. Besonders aus der Distanz hatte man kein Wurfglück (1/11 Dreier zu diesem Zeitpunkt, 52:59, 35. Min.). Das 54:66 etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende bedeutete die Entscheidung, ein Aufbäumen der DBB-Damen kam zu spät.

“Wir haben uns von den Bulgarinnen in der zweiten Hälfte einschüchtern lassen, als sie noch aggressiver aufgetreten sind. Das Spiel war in allen Belangen ein echtes Heimspiel für Bulgarien, das ist aber eine gute Erfahrung für uns. Wir haben 30 Punkte von der Freiwurflinie kassiert, das spiegelt die Partie aber nicht korrekt wider. Lange waren wir auf einem guten Weg, was das Problem der Ballverluste angeht, aber 21 sind dann am Ende doch einfach zu viele. Da müssen wir unter 15 kommen. In hektischen Phasen müssen wir einen klaren Kopf behalten. Ich bin absolut optimistisch, dass wir das schaffen und eine gute B-EM spielen”, sagte Aleksandra Kojic nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets, 1), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein, 3), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 4), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 12), Hannah Wischnitzki (TG Neuss), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg), Aline Stiller (SG 1886 Weiterstadt, 6), Ama Degbeon (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 7), Katharina Müller (Herner TC, 5), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 13), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 15), Keisha Carthäuser (Bender Baskets Grünberg).

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