U20-Damen: Neue Ziele nach Viertelfinaleinzug16. Juli 2009

Europameisterinnen aus Russland warten morgen – Gajewski-Team will „ungeraden Tabellenplatz“

Einen Tag nach dem in dieser Höhe überraschenden 77:56-Sieg der U20-Damen gegen Italien ist die Stimmung im deutschen Lager erwartungsgemäß gut. Am heutigen Ruhetag stand für die ING-DiBa-Korbjägerinnen Regeneration, Behandlung von kleineren Blessuren und ein leichtes Training am Vormittag an. Das Strahlen in den Gesichtern der Spielerinnen, aber auch im Betreuer-Stab, wird allerdings im polnischen Gdynia nicht zu übersehen gewesen sein. Dazu hat die Mannschaft von Bundestrainerin Julia Gajewski auch allen Grund: freute man sich noch am vergangenen Wochenende ausgelassen über den Nichtabstieg – das erklärte Ziel -, steht die Mannschaft nur wenige Tage später im Viertelfinale.

Bisheriges Highlight der Europameisterschaft war die Begegnung gegen die Italienerinnen, die Mannschaft, die Deutschland noch in der Vorbereitung mit sechs Punkten schlagen konnte. Die DBB-Damen lieferten sich bis zum vierten Spielabschnitt einen offenen Schlagabtausch, um dann mit einem sensationellen 21:0-Lauf die Partie zu beenden. Damit schafften die deutsche Damen nicht an Italien vorbeizuziehen (dafür war ein Sieg mit +7 notwendig), sondern auch noch die Türkinnen abzufangen (die 18 Punkte vor dem DBB-Team lagen). 

Als Gründe für die Leistungsexplosion nennt Gajewski eine Mischung aus starker Defense, Teamspiel und ein bisschen Psychologie: „Wir wussten, dass Italien sehr starke Einzelspielerinnen hat, aber in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut verteidigt und die Italienerinnen mit unserer Switch-Defense völlig aus dem Konzept gebracht. Aus dieser aggressiven Verteidigung sind dann viele Fast-Breaks entstanden, die wir im Teamspiel nutzen konnten. Nach dem fünften Foul der italienischen Schlüsselspielerin Cinili haben wir dann einen psychologischen Vorteil gehabt“, erklärt die Bundestrainerin. Auf die Rechenspiele bezüglich der Gruppenplatzierung angesprochen lacht sie zunächst, dann gibt sie zu: „Die sieben Punkte hatte ich schon im Blick, obwohl unser eigentliches Ziel war, das Spiel so lange wie möglich eng zu halten. Erst ganz spät am Ende habe ich dann wieder an die 18 Punkte gedacht – dass es dann noch geklappt hat, ist natürlich super!“

Für die schwere Partie morgen – immerhin wartet niemand geringer als die amtierenden Europameisterinnen – haben sich Gajewski und die U20-Damen individuelle Ziele gesteckt. „Wir wollen weiterhin so gut in der Offensive rebounden und gut verteidigen“, erklärt die Bundestrainerin. Ihre Ziele haben die U20-Damen nun auch revidiert: nach Nichtabstieg und einstelligem Tabellenplatz lautet die Zielsetzung nun ‚ungerader Tabellenplatz‘.

Man darf gespannt sein, welchen Platz diese Mannschaft im Auge hat.

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