U20-Damen: Kraft und Konzentration tanken für den Klassenerhalt10. Juli 2013

Zwei Tage noch bis zum “Showdown” für die U20-Damen des Deutschen Basketball Bundes bei der Europameisterschaft im türkischen Samsun. Dann steht die Partie gegen den besten der vier Vorrundenletzten, Ukraine (Dreiervergleich mit Polen und Litauen), auf dem Programm. Bei einem Sieg wäre der Klassenerhalt vorzeitig gesichert und man könnte ganz entspannt um die EM-Plätze 9-12 spielen. Bei einer Niederlage folgen zwei weitere “Endspiele”, die beide gewonnen werden müssten, um den Abstieg in die B-Gruppe zu verhindern.

Im heutigen abschließenden Zwischenrundenspiel gegen Italien stand wie schon in den Spielen zuvor die Weiterentwicklung des Teams im Vordergrund. Erneut nutzte Bundestrainer Harald Janson die 40 Minuten, um so gut wie möglich zu experimentieren. Dass dabei trotz vieler guter Ansätze eine 64:77 (12:19, 18:19, 15:19, 19:20)-Niederlage zustande kam, hatte lediglich statistischen Wert. Erfolgreichste Punktesammlerinnen auf deutscher Seite waren Carla Bellscheidt und Katharina Müller mit je zehn Zählern. Nun gilt es am morgigen spielfreien Tag, Kraft und Konzentration für den Klassenerhalt zu tanken.

Deutschland begann mit Katharina Müller, Laura Hebecker, Carla Bellscheidt, Lena Bradaric und Anna Heise, die direkt feststellen mussten, dass sich die favorisierten Italienerinnen nicht lange bitten ließen. Mit sechs schnellen Punkten in den ersten eineinhalb Minuten wurden die Südeuropäerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht. Deutschland tat sich offensiv lange schwer und kam erst nach vier Minuten durch Hebecker zu den ersten Punkten. Im weiteren Verlauf des Anfangsviertels stabilisierte sich die Verteidigung der DBB-Damen zusehends, sodass Italien seinerseits drei Minuten ohne Korberfolg überbrücken musste. Die eingewechselte Lena Gohlisch traf nach Dzirma-Zuspiel, die Passgeberin vollendete dann selber zum 8:14 aus deutscher Sicht. Befreit aufspielend gelang es dem Janson-Team, den Rückstand noch weiter zu verkürzen (Bellscheidt), zur Viertelpause hielten die ING-DiBa-Korbjägerinnen also gut mit (12:19).

Auch im zweiten Viertel sah es gut aus für das DBB-Team, das nach 14 Minuten durch einen Dreier von Isabell Meinhart auf 21:25 herankam. Vier Minuten später setzte Bellscheidt Hebecker schön in Szene, die zum 28:32 vollstreckte. Wie schon gegen die Russinnen am Vortag schien der zweite Spielabschnitt zugunsten der DBB-Auswahl zu laufen. Janson verteilte die Spielzeit noch gleichmäßiger als zuletzt auf seine zwölf Spielerinnen, damit im Fall der Fälle am Freitag auch wirklich alle bereit sind. Nach 20 Minuten hatte sich Italien wieder etwas deutlicher absetzen können (30:38).

Noch einmal voll motiviert kamen die ING-DiBa-Korbjägerinnen aus der Kabine. Müller, Dzirma und Hebecker trafen zum 37:40 (24. Min.) und setzten die offenbar allzu siegessicheren Italienerinnen unter Druck. Jetzt war es ein idealer Test für die kommenden Aufgaben. Zwar erholte sich der Favorit schnell wieder (39:47), aber Gohlisch und Heise per Dreier ließen nicht locker (44:47, 27. Min.). Italien erwies sich allerdings als stark genug, immer dann einen Gang höher zu schalten, wenn Deutschland allzu nahe kam. Auf deutscher Seite stimmte positiv, dass das Team sehr geschlossen und ausgeglichen auftrat und nach 30 Minuten immer noch Chancen besaß (45:57).

Italien kontrollierte das Spiel in den abschließenden zehn Minuten und hatte nach 32 Minuten eine Vorentscheidung herausgeworfen (47:64). Deutschland kämpfte weiter intensiv, doch man bekam jetzt nicht mehr das Gefühl, dass im Spiel noch eine Wende passieren könnte. Die DBB-Auswahl konnte aber erfolgreich verhindern, dass Italien sich weiter absetzte. Dennoch kamen die Gegnerinnen zu einem “standesgemäßen” Erfolg.

“Wir haben heute ein ordentliches Spiel abgeliefert, auch wenn es platzierungsmäßig für uns um nichts mehr ging. Für Italien allerdings schon. Wir haben in der Zwischenrunde gegen europäische Topteams Stück für Stück Fortschritte gemacht. Jetzt freuen wir uns auf das Endspiel gegen die Ukraine. Hätte mir vor der EM jemand gesagt, dass wir in dieses Spiel kommen, hätte ich dankend angenommen. In den drei Trainingseinheiten vor dem Spiel werden wir uns genau auf den Gegner vorbereiten und ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer stärksten Leistung den Klassenerhalt schon am Freitag sichern können”, blickte Bundestrainer Harald Janson nach der Partie schnell voraus.

Für Deutschland spielten:
Katharina Müller (Herner TC, 10), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 7), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 5), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 7), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 7), Caroline Van der Velde (Herner TC, 6),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 9), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 10), Anna Heise (University of Maine/USA, 3).

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

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