U20-Damen mit knapper Niederlage gegen Schweden6. Juli 2013

Die U20-Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hat ihr abschließendes Vorrunden-Spiel der Europameisterschaft in der Türkei verloren. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen von DBB-Bundestrainer Harald Janson mussten sich nach einer intensiven Begegnung mit 65:74 (12:16, 19:15, 11:26, 23:17) den Schwedinnen geschlagen geben. Nach dem morgigen Ruhetag geht es am Montag für die deutsche Mannschaft in der EM-Zwischenrunde weiter. Beste Werferin am heutigen Abend war Laura Hebecker (Foto), die 19 Punkte erzielte.

Einen klassischen Fehlstart erlebten die DBB-U20-Damen in der heutigen Partie: Elisabeth Dzirma, Lena Gohlisch, Ilka Hoffmann, Laura Hebecker und Anna Heise, die Starting Five kamen überhaupt nicht ins Spiel und lagen schnell 0:7 hinten. Erst nach fünf langen Spielminuten fang endlich der erste Wurf den Weg in den Korb: die eingewechselte Katharina Müller traf zum 2:7, nach vier weiteren Punkten der Schwedinnen wurde es Bundestrainer Janson aber zu bunt und er rief sein Team zu einer Auszeit. Janson nahm personelle Veränderung vor, brachte nun auch Carla Bellscheidt und Hebecker zurück. Vor allem Letztere bracht offensive Impulse auf das Parkett und sorgte mit sechs Punkten nahezu im Alleingang für den 8:14-Anschluss (9. Min.). Weitere Punkte von Müller und ein Korbleger mit dem Buzzer von Lena Bradaric sorgten für ein versöhnliches Ende des ersten Viertels (12:16).

Mit einem Dreipunktewurf der Schwedin Kurt begann der zweite Spielabschnitt aus deutscher Sicht denkbar schlecht. Zwar traf Caroline Van der Velde nach Bradaric-Zuspiel; Schweden aber agierte schnell und zudem treffsicher. Bundestrainer Janson rief zu seiner Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen – mit Erfolg: Deutschland kam durch Müller, Van der Velde und Gohlisch wieder in die Partie und war wieder in Schlagdistanz (20:24, 15. Min.). Nyströms vier unbeantwortete Zähler wurden durch das Duo Gohlisch / Hebecker egalisiert, Gohlisch legte zudem einen immens wichtigen Dreipunktewurf nach (27:28, 18. Min.). Das Momentum zurück erkämpft, traf Hebecker beide Freiwürfe zur ersten Führung für Deutschland in diesem Spiel. Die Schwedinnen kamen auf Grund der intensiven Verteidigung der deutschen Mannschaft kaum mehr zum Zug und blieben minutenlang ohne Zählbares. Zur Halbzeitpause lagen beide Mannschaften dann wieder gleichauf – das 31:31 versprach eine spannende zweite Halbzeit.

Intensive Partie – Deutschlands Kampfgeist wird nicht belohnt

Anfangsphase schienen heute wirklich nicht nach dem Geschmack der deutschen Basketballerinnen zu sein: erneut hatten die Schwedinnen einen besseren Start und eroberten sich mittels eines 2:9-Laufs (aus DBB-Sicht) die Führung zurück. Deutschland haderte im Angriff und fand gegen die nun besser agierende schwedische Verteidigung kein Durchkommen. Müller traf einen Wurf zum 35:41 (25. Min.), Bellscheidt legte nach und brachte die deutsche Mannschaft so wieder auf drei Punkte ran. Es war nun richtig Pfeffer in der Begegnung, in der sich die beiden Teams nichts schenkten. Schweden profitierte in dieser Phase von Fehlern der deutschen Mannschaft, die in leichte Punkte umgesetzt wurden. Vor Beginn der finalen zehn Minuten hatten sich die Schwedinnen so wieder leicht abgesetzt (42:57).

Entgegen allen Gewohnheiten begannen die DBB-Damen im Schlussviertel bärenstark und markierten sieben Punkte in Serie (49:57, 32. Min.). Schweden fing sich dann aber wieder und kam seinerseits zu fünf unbeantworteten Zählern, doch die hervorragend aufspielende Hebecker trieb ihre Mannschaft an und hatte die Partie augenscheinlich noch nicht aufgegeben. Unermüdlich kämpfte die deutsche Mannschaft gegen die drohende Niederlage, Bellscheidt und Müller beantworteten die schwedischen Angriffsbemühungen mit ihren Treffern zum 54:64 gut vier Minuten vor Spielende. Spannung kam auf, als Gohlisch und Müller weiter verkürzten. Schweden war in dieser Phase lediglich von der Freiwurflinie erfolgreich, doch dank guter Nerven behaupteten sie die Führung. 99 Sekunden vor Spielende nahm Bundestrainer Janson beim Stand von 60:68 eine Auszeit, um seine Spielerinnen entsprechend vorzubereiten. Die Schwedinnen ließen sich aber nicht beirren, behaupteten ihre Führung souverän und fügten Deutschland eine 65:74-Niederlage zu.

“Das war heute ein richtig gutes Spiel von, vielleicht sogar das beste im ganzen Sommer bisher – und das gegen ein hervorragendes Basketball-Programm. Wir sind hier bei dieser EM in der Position, dass wir uns über inhaltliche Zielsetzungen definieren müssen. Heute hat meine Mannschaft alle Inhalte erfüllt, zum Verhängnis sind uns jedoch viele leichte Fehler im dritten Viertel geworden. So hat es trotz eines tollen Schlussviertels nicht mehr gereicht, die Partie zu drehen. Jetzt freuen wir uns, dass wir im oberen Bereich dabei sind und in der Zwischenrunde gegen wiederum tolle Mannschaften spielen können. Im Gegensatz zu den letzten Jahren sind wir noch nicht durch, sodass wir weiter an den Inhalten arbeiten werden, um dann bei einem möglichen Entscheidungsspiel bereit zu sein”, so DBB-Bundestrainer Harald Janson nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Katharina Müller (Herner TC, 11), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 2), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin, 9), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 2), Caroline Van der Velde (Herner TC, 6),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 19), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs, 2), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 12), Anna Heise (University of Maine/USA, 2).

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

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