U20-Damen freuen sich über Sieg gegen Bulgarien14. Juli 2007

Jetzt mit guten Aussichten auf dem Weg in die Zwischenrunde

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen ist bei der Europameisterschaft in Sofia/Bulgarien angekommen! Gegen die Gastgeberinnen gelang im 2. EM-Spiel ein wichtiger 64:55 (19:14, 15:7, 22:16, 8:18)-Erfolg, der dem deutschen Team auf dem Weg in die Zwischenrunde glänzende Perspektiven eröffnet. Im morgigen Spiel gegen die Ukraine geht es nun darum, mit einem Sieg den 2. Vorrundenplatz zu sichern und damit mit guten Aussichten in die kommenden Runde zu gehen.

Margret Skuballa erzielte die ersten vier Punkte der Partie, deren Bedeutung für beide Teams spürbar war. So war zunächst auch Nervosität Trumpf, ebenso wie voller Einsatz auf beiden Seiten. Wieder die bärenstark beginnende Skuballa war es, die die DBB-Auswahl mit 9:5 in Front warf (5. Min.). Anna Görg erhöhte auf 11:5 und machte damit den guten Start der deutschen Korbjägerinnen perfekt. Das gab offenbar Selbstvertrauen, denn Deutschland dominierte auch den Rest des 1. Viertels (18:9, 8. Min., Görg). Nadine Grieb holte einen Rebound nach dem anderen, die Foulsituation gab noch keinen Anlass zur Sorge (2. Foul Görg, 9. Min.). Nur die Freiwürfe (3/7) verhinderten ein besseres Resultat als das 19:14 nach zehn Minuten.

Über die deutsche Verteidigung konnte man nur Positives sagen, denn sie hatte die beiden bulgarischen Topscorerinnen von deren Vortagessieg gegen die Ukraine, Forward Jaklin Zlatanova und Guard Ekaterina Dimitrova, bis dato fast zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Brenzlig für die deutsche Mannschaft wurde es dann erstmals, als sich in der 14. Minute die „Leidensgeschichte“ von Görg in Sachen Foulbelastung fortsetzte und sie ihr drittes Vergehen kassierte. Bundestrainerin Aleksandra Kojic nahm eine Auszeit, um ihr Team neu zu ordnen, beließ die dominierende Görg aber auf dem Feld. Die Bulgarinnen witterten ihre Chance und setzten der deutschen Mannschaft jetzt intensiver zu. Da kamen der erfolgreiche Dreier und zwei weitere Punkte von Lea Mersch (Foto) zum 26:17 nach 15 Minuten genau richtig. Die DBB-Damen konnten in dieser Phase durch Skuballa, Mersch und Görg immer dann dagegenhalten, wenn Bulgarien einmal etwas aufzuschließen schien (32:20, 18. Min.). Zum Halbzeitstand von 34:21 hatten Skuballa (13), Görg (12) und Mersch (9) alle deutschen Punkte und einen Großteil der Rebounds (insgesamt 26:12 nach zwei Vierteln) beigesteuert.   

Die 2. Halbzeit begann mit einem herben Dämpfer, denn Görg wurde nach zwölf Sekunden ihr 4. Foul angelastet. Jetzt nahm Kojic sie vom Feld und brachte Mirijam Unger. Nadine Grieb war dann die erste deutsche Spielerin, die das deutsche Punkte-Trio „sprengte“ und mit zwei Zählern auf 39:27 erhöhte (23. Min.). Einmal auf den Geschmack gekommen legte sich gleich zum 41:27 nach (25. Min.), Alles lief bestens für das DBB-Team. Skuballa begann wieder zu punkten (45:29, 26. Min.), hatte schon ein „double-double“ auf dem Konto (18 Punkte, 10 Rebounds nach 26 Minuten). Der Vorsprung blieb jetzt konstant (49:34, 27. Min.), Görg kehrte auf das Spielfeld zurück, da Bulgariens Centerin Dimana Georgiewa etwas zu viele Freiheiten bekam. Romy Bär punktete zwar nicht, spielte aber einen Assist nach dem anderen. Einer davon ging an Tina Menz, die mit einem Dreier zum 52:36 (29. Min.) traf. Nach drei Vierteln gab es kaum noch Zweifel an einem deutschen Sieg (56:37), auch wenn mittlerweile auch Grieb mit vier Fouls spielte und unmittelbar nach Beginn des Schlussabschnitts mit der Foulhöchstzahl ausschied.

Beim Stand von 62:40 folgte ihr Anna Görg in der 35. Minute. Der deutsche Frontcourt saß also auf der Bank, was zunächst zu einiger Verunsicherung mit Ballverlusten führte. Auch eine deutsche Auszeit konnte diese Tendenz nicht stoppen, sodass Bulgarien näher heran kam (62:50, 38. Mn.). Nach dem harten Kampf gegen Frankreich am Vortag schwanden zudem die deutschen Kräfte und damit die Konzentration. Binnen kürzester Zeit stieg die Zahl der deutschen Ballverluste und der Fouls stark an. Doch den Bulgarinnen gelang nur noch eine Resultatsverbesserung, die die insgesamt starke deutsche Leistung nicht schmälern konnte (64:55).

EM-Spieltermine Vorrunde:
Samstag, 14. Juli, 18.15 Uhr: Deutschland – Bulgarien
Sonntag, 15. Juli, 13.45 Uhr: Deutschland – Ukraine

Für Deutschland spielten.
Romy Bär (Basketgirls Chemnitz), Anna-Christine Görg (ohne Verein, 12), Nadine Grieb (ASC Theresianum Mainz, 6), Franziska Höre (USC Freiburg), Tina Menz (TuS Jena, 5), Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 13), Tanja Schäffner (TuS Jena), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz), Claudia Scholz (SG Towers Speyer-Schifferstadt), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 26), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 2), Mirijam Unger (TSV Nördlingen).

Scouting unter www.fibaeurope.com (in der rechten Spalte sind alle Jugend-Europameisterschaften mit Links zu eigenen Websites aufgelistet)

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