U20-Damen: Frankreich eine Nummer zu groß8. Juli 2013

Die eine Mannschaft strebt bei der Europameisterschaft eine Medaille, wenn nicht gar den Titel an. Die andere Mannschaft setzt bei der Europameisterschaft alles daran, den Klassenerhalt zu schaffen und sich als Team weiterzuentwickeln. Unterschiedliche Voraussetzungen also vor dem heutigen Zwischenrunden-Spiel der U20-Damen zwischen Frankreich und Deutschland bei der EM im türkischen Samsun. Gegen die hochfavorisierten Französinnen unterlag das Team von Bundestrainer Harald Janson schließlich mit 30:63 (11:25, 4:8, 11:17, 4:13). Laura Hebecker steuerte die meisten Punkte für Deutschland bei (13). Morgen heißt der nächste Gegner Russland.

Die weiterhin ungeschlagenen Französinnen wollten den deutschen Kontrahentinnen schnell zeigen, wer an diesem Tag die Oberhand behalten würde. Kaum drei Minuten waren gespielt, da hieß es nach vier Ballverlusten 2:8 aus deutscher Sicht. Laura Hebecker mit Freiwurf und Dreier machte daraus jedoch schnell das 6:8, Carla Bellscheidt (Foto) kurz später das 8:10 (6. Min.). Zwei kurze Unkonzentriertheiten in der Defense und Frankreich netzte zwei Dreier ein (8:16, 7. Min.). Die DBB-Damen waren aber gut im Spiel und konterten wieder durch Hebecker. Bis zum Viertelende schafften es die Französinnen dann aber doch einen größeren Vorsprung herauszuspielen (11:25).

Nach und nach wurden auch die athletischen Unterschiede deutlicher. Dreieinhalb Minuten lang brachten es beide Teams nicht auf das Scoreboard. Die vielen Wechsel auf beiden Seiten waren dem Spielfluss ebenfalls nicht förderlich. Deutschland hielt bei den Rebounds gut mit, traf allerdings bis zu diesem Zeitpunkt nur etwas mehr als 20 Prozent der Wurfversuche. Die ersten deutschen Punkte überhaupt im zweiten Viertel markierte Hebecker zum 13:33 nach neun Minuten und einem 0:17-Lauf. Ein ganz schwaches Viertel beider Teams endete beim Spielstand von 15:33.

Die hohe Zahl an Ballverlusten verhinderte auf deutscher Seite allzu großes Experimentieren vor den entscheidenden Spielen um den Klassenerhalt Ende der Woche. Aber nach dem Seitenwechsel gelang es der DBB-Auswahl häufiger in die offensiven Strukturen zu kommen. Janson setzte alle seine Spielerinnen ein, Frankreich dominierte weiter eindeutig (22:46, 25. Min.). Hebecker und Bellscheidt konnten auf hohem Niveau dagegen halten, obwohl auch sie viele Fehlwürfe verzeichneten. Außerdem blieb die Reboundbilanz (24:23) sehr erfreulich.

Frankreich tat allerdings auch nur so viel wie nötig war, um einen klaren Vorsprung zu behaupten. Der wurde dann im Schlussabschnitt noch einmal ausgebaut, weil die deutsche Mannschaft kein wirkliches Mittel gegen die französische Defense fand. Auf französischer Seite kamen alle zwölf Spielerinnen zu Punkten. Die Moral im deutschen Team, das bis zum Schluss alles gab, stimmte aber.

“Das war inhaltlich ordentlich, was wir heute gezeigt haben. Unser defensiver Plan wurde erfüllt, 63 Punkte gegen Frankreich zu bekommen ist kein Problem. Offensiv waren wir aber sehr nervös und ängstlich, mit großem Respekt vor der französischen Verteidigung. Vor der Pause waren wir da so gut wie nie in unseren Strukturen. Das war anschließend deutlich besser. Wir schauen nach vorne und bereiten uns auf die nächsten Gegner vor”, meinte Bundestrainer Harald Janson nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Katharina Müller (Herner TC), Mary Ann Mihalyi (Chemcats Chemnitz), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg), Lena Gohlisch (Berlin Baskets/ASV Moabit Berlin), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 2), Caroline Van der Velde (Herner TC),  Laura Hebecker (SV Halle LIONS, 13), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling Fireballs), Carla Bellscheidt (BBZ Opladen, 9), Anna Heise (University of Maine/USA, 6).

Sämtliche Information zur Europameisterschaft der U20-Damen gibt es unter diesem Link

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