U20-Damen erreichen die Medaillenrunde9. Juli 2006

Großartiger Sieg gegen Italien zum Abschluss der Vorrunde
Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen hat bei der EM in Sopron/Ungarn ihr abschließendes Vorrundenspiel nach spannendem Kampf gegen Italien mit 62:53 (20:10, 15:20, 8:16, 19:7) gewonnen und  damit in die Runde der besten acht Teams erreicht. Das Team von Bundestrainerin Aleksandra Kojic spielt ab kommenden Dienstag um die EM-Medaillen, morgen ist bei der EM spielfrei. Ein großartiger Erfolg für die deutschen Damen!

Den besseren Start erwischten die selbstbewussten deutschen Damen, die nach fünf Minuten mit 9:4 führten und bis dato an die starke Vorstellung vom Vortag gegen Lettland anknüpften. Margret Skuballa erhöhte zwei Minuten später mit einem Dreier auf 14:8, ehe Katrin Hübner zwei Freiwürfe zum 16:8 traf und erneut Skuballa zum 18:8 traf (8. Min.). Die früh foulbelasteten Italienerinnen hatten noch keinen Rhythmus gefunden, das Spiel wurde vom DBB-Team bestimmt. Nach dem 1. Viertel (20:10) sprach vieles für die deutsche Mannschaft.

Der deutsche Vorspung wuchs sogar noch weiter (25:12, 13. Min., Dreier Skuballa; 28:15, 15. Min., Dreier Bär), Margret Skuballa und Romy Bär drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Einzig das zu diesem Zeitpunkt krasse Rebound-Missverhältnis aus deutscher Sicht (11:23) trieb Aleksandra Kojic Sorgenfalten auf die Stirn. Doch Italien machte in dieser Phase kaum etwas aus den zweiten Wurfchancen. Dann kehrte der Schlendrian ins deutsche Spiel ein, Italien kam auf (28:20, 17. Min.). Kojic nahm umgehend die 2. Auszeit, um den Lauf der Italienerinnen zu stoppen. Skuballa traf einen weiteren Dreier zum 31:22 (18. Min.), aber Italien war jetzt besser im Spiel. Anna Görg kassierte dann doch wieder vor dem Seitenwechsel ihr 3. Foul, Deutschland war in der umkämpften Begegnung in Bedrängnis. Aber auf Romy Bär war Verlass, ihr Dreier zum 35:25 brachte etwas Ruhe in das deutsche Spiel, auch wenn Anna Görg sich ihr 4. Foul „abholte“. Mit der Schlusssirene kam Italien auf 30:35 heran.

Beim 35:34 hatte Italien den Anschluss geschafft (23. Min.), es entwickelte sich ein echtes Nervenspiel. Die deutsche Wurfquote sackte nach gutem Beginn stark ab, bei den Rebounds blieb Italien dominierend. Nach 26 Minuten übernahm Italien die Führung (37:38). Im DBB-Team klappte nun gar nichts mehr im Angriff, wärend in der Defensive weiter verbissen gekämpft wurde. Doch Italien setzte sich Schrit für Schritt ab (39:44, 28. Min.). Anna Görg kehrte nur für wenige Sekunden auf das Spielfeld zurück, ehe ihr das 5. Foul gepfiffen wurde. Zum Ende des 3.Viertels traf Skuballa zum 43:46 und gab der deutschen Mannschaft die Hoffnung auf den Sieg zurück.

Romy Bär warf Deutschland wieder in Führung (47:46, 31. Min.), Karolin Holtz verabschiedete sich mit fünf Fouls in der gleichen Minute. Die Partie stand auf des Messers Schneide. Bär erzielte das 49:46 (34. Min.), was unmittelbar eine italienische Auszeit zur Folge hatte. Vier Minuten vor dem Ende leistete sich Italien ein unsportliches Foul, das die deutsche Mannschaft duch zwei Freiwürfe von Margret Skuballa und einen Dreier von Laura Rahn (Foto) zum 56:48 nutzte. Die offensiv überragende Skuballa machte zwei Minuten später das 58:52, was sich als eine Art Vorentscheidung erwies.

Deutschland:
Karla Babica (St. Francis New York, USA, nicht eingestzt), Romy Bär (Basketgirls Chemnitz, 15), Jessica Feike (evo NB Oberhausen), Anna-Christine Görg (BG Dorsten, 5), Nadine Grieb (ASC Theresianum Mainz, 6), Karolin Holtz (SV Halle, 2), Katrin Hübner (SV Halle, 4), Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Laura Rahn (SC Rist Wedel, 3), Pia Schiffer (evo NB Oberhausen, 2), Margret Skuballa (BG Dorsten, 25), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, n.e.).

Weitere Ergebnisse und Statistiken unter www.fibaeurope.com 

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