U20-Damen mit dramatischer Partie gegen Lettland17. Juli 2007

Äußerst unglückliche 51:52-Niederlage nach deutlicher Führung

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen hat ihr erstes Zwischenrundenspiel bei der Europameisterschaft in Sofia/Bulgarien äußerst unglücklich verloren. Gegen Lettland unterlag die Mannschaft von Bundestrainerin Aleksandra Kojic mit 51:52 (11:7, 18:12, 14:14, 8:19). Lange Zeit hatte die deutsche Auswahl, die auf die verletzte Playmakerin Lea Mersch verzichten musste (Fußverletzung), wie der sichere Sieger ausgesehen. Dennoch verbleiben in der offenbar bis auf Frankreich sehr ausgeglichenen Gruppe weiter Chancen für das DBB-Team, eine vordere Platzierung bei der EM zu erreichen. Ein Sieg hätte gar das Tor zum Halbfinale ein Stück weit geöffnet.

Und genau danach sah es über 35 Minuten der Partie auch aus. Es war das Spiel der vergebenen Chancen, denn beide Teams erzielten sehr schwache Wurfquoten, mit denen man normalerweise kein Spiel gewinnen kann (Deutschland 30 Prozent 2er = 14/46; 13 Prozent 3er = 1/8). Das wurde aber mehr als aufgewogen durch unbändigen Kampf. Kojic operierte bis auf die letzten fünf Sekunden, von denen später noch zu reden sein wird, mit einer kleinen Rotation von acht Spielerinnen und kam dieses Mal ohne größere Foulprobleme über die Runden, obwohl überwiegend die 1. Fünf auf dem Feld stand (bis auf Nadine Grieb mit jeweils deutlich mehr als 30 Minuten).

Von Beginn an führten die DBB-Damen nach zumindest resultatsmäßig gutem Start in diesem korbarmen Spiel (10:2, Görg, 7. Min.). Die Führung hielt konstant (22:11, Thimm, 15. Min.), und als Romy Bär kurz nach dem Seitenwechsel mit einem Dreier zum 32:19 traf (22. Min.), wirkte das fast schon so wie eine Vorentscheidung. Doch die Partie blieb ein El Dorado für Rebounderinnen (insgesamt 53:41 für Deutschland), und die Lettinnen gaben sich auch beim 43:33 nach 30 Minuten nicht geschlagen.

Immer näher kamen sie heran, und nach dem 44:39 durch Tina Menz entwickelte sich eine hochdramatische und für Deutschland sehr unglückliche Schlussphase. Lettland kam auf 44:43 heran, doch Görg machte das 48:43 (37. Min.). Lettland blieb hartnäckig (48:47), doch wieder Görg sorgte für etwas Luft eine Minute und elf Sekunden vor dem Ende (50:47). 53 Sekunden vor Schluss war Lettland mit einem Dreier zum Ausgleich erfolgreich, doch noch einmal konnte die deutsche Mannschaft in Führung gehen (51:50, Freiwurf Skuballa, ´30).
Zehn Sekunden vor dem Ende nahm Lettland bei 1-Punkte-Rückstand eine Auszeit. Die nächsten beiden Aktionen, die auf dem Scouting-Bogen notiert wurden, waren die Fouls Nummer vier und fünf von Anna Görg, die sechs Sekunden vor dem Ende das Feld verlassen musste und den Lettinnen zwei Freiwürfe bescherte. Die nutzten beide, und Kojic brachte Franziska Höre (Foto), die bis dahin keine Sekunde auf dem Feld gestanden hatte, für Görg ins Spiel. Doch der Überaschungscoup misslang, denn Höre konnte ihren Wurf vier Sekunden vor dem Ende nicht verwandeln. 

Für Deutschland spielten.
Romy Bär (Basketgirls Chemnitz, 11/10 Rebounds), Anna-Christine Görg (ohne Verein, 18/17), Nadine Grieb (ASC Theresianum Mainz, 3/6), Franziska Höre (USC Freiburg), Tina Menz (TuS Jena, 3), Lea Mersch (evo NB Oberhausen, dnp), Tanja Schäffner (TuS Jena), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz, dnp), Claudia Scholz (SG Towers Speyer-Schifferstadt), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 9/11), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 7), Mirijam Unger (TSV Nördlingen).

Scouting unter www.fibaeurope.com (in der rechten Spalte sind alle Jugend-Europameisterschaften mit Links zu eigenen Websites aufgelistet)

EM-Spieltermine:
Mittwoch, 18. Juli 2007, 16.00 Uhr: Deutschland – Türkei
Donnerstag, 19. Juli 2007, 16.00 Uhr: Deutschland – Italien

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