U20-Damen: Big point gegen Großbritannien!7. Juli 2014

Die deutschen U20-Damen haben bei der B-Europameisterschaft in Sofia/BUL ihre weiße Weste auch am vierten Spieltag verteidigt. Gegen Großbritannien siegte das Team von Bundestrainerin Aleksandra Kojic mit 69:58 (18:14, 17:13, 9:13, 25:18). Es folgen nun die beiden richtungsweisenden Spiele gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Teams aus Bulgarien und Litauen. Danach dürfte man genauere Prognosen machen können, was den ersehnten Aufstieg in die A-Gruppe angeht.

Großbritannien hatte am dritten Spieltag eine bereits gewonnen geglaubte Partie gegen Bulgarien noch aus der Hand gegeben (70:75) und auch gegen Litauen nur hauchdünn verloren (58:60). Die deutsche Mannschaft war also dementsprechend gewarnt und so entwickelte sich eine intensive, von Defense bestimmte und zunächst ausgeglichene Begegnung (4:4, 4. Min.). Deutschland wirkte sehr konzentriert und zwei blitzsaubere Dreier von Katharina Müller (Foto) brachten die 18:9-Führung nach acht Minuten. Doch so schnell ließen sich die Britinnen nicht abhängen. Zum Viertelende kamen sie auf 18:14 heran, kurze Zeit später schafften sie den Ausgleich. Deutschland hatte fast urplötzlich eine Reihe von Ballverlusten angesammelt, die vom Gegner genutzt wurden.

Die ING-DiBa-Korbjägerinnen “erholten” sich aber vom Zwischenspurt des Teams von der Insel und gingen durch Elisabeth Dzirma nach 15 Minuten mit 24:18 in Führung. Beide Teams schenkten sich nichts und immer, wenn Großbritannien ganz nahe herankam, schafften es die DBB-Damen, sich gleich wieder etwas abzusetzen (30:24, 18. Min., Noemie Rouault). Sogar zweistellig lag das deutsche Team in Front, als Isabell Meinhart zum 35:25 vollstreckte (19. Min.).

Nach dem Seitenwechsel schlossen die Britinnen auf (37:33, 22. Min.), aber Deutschland verteidigte den verbliebenen Vorsprung verbissen. Bis dahin hatte Deutschland noch keinen einzigen Freiwurf zugesprochen bekommen, während Großbritannien an der Linie bereits zehn Punkte gesammelt hatte. Die Würfe wollten in dieser Phase einfach nicht fallen. Beide Teams erzielten über drei Minuten lang keine Punkte, ehe Deutschland weiter unter Druck und in Rückstand geriet (37:38, 26. Min.). Levke Brodersen unterbrach den gegnerischen Lauf mit einem dringend benötigten Dreier, aber insgesamt sank die deutsche Wurfquote erheblich. Es blieb auch nach 30 Minuten bei einer knappen deutschen Führung (44:40), die Deutschland trotz 15 Ballverlusten und 15 abgegebenen Offensivrebounds behauptete.

Die deutsche Defense arbeitete kompromisslos und schaffte es mehrmals, den Gegner 24 Sekunden lang ohne Abschluss zu beschäftigen. In der Offense aber taten die Ballverluste weh, es blieb eine völlig offene Partie. Der dritte Dreier von Müller war wie Balsam für die deutsche Offense (49:42, 33. Min.), aber noch immer wehrten sich die Britinnen vehement. In der sage und schreibe 35. Minute versenkte Rouault dann den ersten deutschen Freiwurf im gesamten Spiel zum 52:46. Großbritannien versuchte es jetzt erfolgreich aus der Distanz, aber Marie Gülich konterte umgehend (54:49). 56:53 hießt es dreieinhalb Minuten vor dem Ende, wieder drohte das Spiel zu kippen. Eine Minute später machte Großbritannien an der Freiwurflinie das 56:55. Die DBB-Auswahl mobilisierte die letzten Kräfte und die letzte Konzentration und schaffte es tatsächlich durch Meinhart und Brodersen, wieder ein kleines Polster anzuhäufen (60:55, 1´24). 41 Sekunden vor dem Ende traf Alina Hartmann zum 62:55 … die Entscheidung, denn die folgenden Freiwürfe wurden hochprozentig verwandelt.

“Großbritannien war bärenstark. Es war ein richtiger Fight. Es ist schon erstaunlich, wenn man in der 35. Minute die ersten Freiwürfe bekommt, dann aber fast alle verwandelt. In dieser Phase des Turnieres sind alle Teams bestens bekannt. Daher ist es so wichtig, welche Impulse von der Bank kommen, und da geht heute ein Riesenlob an Katharina Müller und an Isabell Meinhart, die waren beide unglaublich. Wir haben viele Kleinigkeiten richtig gemacht und müssen jetzt auf diesem Level weiterspielen”, sagte Aleksandra Kojic nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 14), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg, 6), Hannah Wischnitzki (TG Neuss), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 9), Aline Stiller (SG 1886 Weiterstadt), Noemie Rouault (TuS Lichterfelde, 13), Katharina Müller (Herner TC, 9), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 8), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 8), Ama Degbeon (BC pharmaserv Marburg / Bender Baskets Grünberg, 2).

Die kommenden deutschen Spiele im Überblick (deutscher Zeit):
08.07.2014: Deutschland – Bulgarien (17:15 Uhr)
09.07.2014: Deutschland – Litauen (12:45 Uhr)
11.07.2014: Deutschland – Portugal (19:30 Uhr)
12.07.2014: Deutschland – Bosnien & Herzegowina (12:45 Uhr)
13.07.2014: Deutschland – Rumänien (12:45 Uhr)

Alle Informationen rund um die EM finden Sie hier.

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