Serbien schickt U20-Damen in Relegationsrunde9. Juli 2011

Der Gastgeber machte die letzte Hoffnung auf die Zwischenrunde zunichte – Beste Turnierleistung konnte Niederlage nicht verhindern

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Damen bleibt bei der Europameisterschaft in Novi Sad/Serbien weiter ohne Erfolg. Auch gegen den Gastgeber Serbien musste die deutsche Auswahl eine Niederlage hinnehmen. Endstand: 68:82 (9:14, 14:22,27:18,18:28). Jetzt muss sich das Team von Bundestrainer Raoul Scheidhauer auf die am Montag beginnende Relegationsrunde und somit auf den Kampf um den Klassenerhalt vorbereiten. Beste Korbjägerin für Deutschland war Sonja Greinacher mit 23 Punkten.

Die deutschen U20-Damen starteten hoch konzentriert in das erste Viertel. Jede Spielerin wollte einen frühen und später nicht mehr einholbaren Rückstand vermeiden. Nach fünf gespielten Minuten stand es 7:6 für das Team von Bundestrainer Raoul Scheidhauer, was verdeutlichte, dass alle Akteure verstanden hatten, welche Chance sich ihnen heute bot. Dementsprechend eng und ausgeglichen verlief der erste Abschnitt, in dem beide Teams viele Wurfchancen ungenutzt ließen. Beim Stand von 9:14 aus deutscher Sicht ging es in das zweite Viertel.

Weiterhin ließen sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen nicht abschütteln. Hatten sie zuletzt immer wieder Probleme, kleinere Läufe der Gegner zu unterbinden, hielten sie in dieser Partie besser dagegen (15:19, 13. Minute). Allerdings kamen die Serbinnen immer besser in die Begegnung und bauten langsam aber sicher ihre Führung aus (15:26, 15. Minute). Als die DBB-Auswahl auch kurze Zeit später kein Mittel finden konnte, die Serbinnen aufzuhalten, sah sich Bundestrainer Raoul Scheidhauer zu einer Auszeit gezwungen, um seine Damen an den guten Beginn zu erinnern (19:30, 17. Minute.) Serbien machte aber weiter Druck, und so ging es mit einem 23:36 in die Kabinen.

Die ersten vier Minuten im dritten Viertel verliefen voll nach dem Geschmack von Coach Scheidhauer. Die DBB-Auswahl startete hervorragend und verkürzte den Rückstand auf acht Zähler (35:43, 24. Minute). Vor allem Sonja Greinacher war es, die immer wieder erfolgreich abschloss und bis zu diesem Zeitpunkt bereits 19 Punkte auf ihrem Konto hatte. Fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels sah sich auch der Trainer Serbiens zu einigen klaren Worten in einer Auszeit gezwungen. Deutschland konnte den zweistelligen Rückstand auf nur noch vier Punkte verkürzen. Wenig später sorgte Julia Gaudermann tatsächlich für den Ausgleich (43:43, 27. Minute). Es war auf einmal ein völlig anderes Spiel, denn Deutschland ließ sich nicht mehr abschütteln und ging in der 29. Minute sogar mit 50:49 in Führung.

Es wurde mittlerweile das erhoffte spannende Spiel, was nach den vorangegangenen Partien so nicht zu erwarten war. Einem erneuten Ausgleich (54:54, 32. Minute) ließen die Serbinnen einen erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf folgen. Doch die Zwischenrunde vor Augen ließ die DBB-Auswahl über sich hinaus wachsen und zum erneuten Ausgleich kommen (62:62, 35. Minute). Ein schneller 5:0-Lauf der Serbinnen sorgte dann allerdings für eine weitere deutsche Auszeit. Allerdings fruchtete diese nicht sonderlich gut, denn die EM-Gastgeber zogen wieder davon (62:71). Ein weiterer erfolgreicher Dreier besiegelte endgültig das Schicksal der deutschen U20-Damen. Ab Montag beginnt die Relegationsrunde.

Bundestrainer Raoul Scheidhauer sagte nach der Partie: „Es war eine sensationelle Leistung meiner Mannschaft heute, vor allem kämpferischer Natur. Zum Ende nahm die Begegnung leider ein unglückliches Ende für uns. Ich bin allerdings froh, dass wir endlich in der Europameisterschaft angekommen sind. Jetzt gilt unsere volle Konzentration der Relegationsrunde gegen Weißrussland, Rumänien und der Slowakei.“

Für Deutschland spielten:
Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 10), Sarah-Marie Frankenberger (University New Hampshire, 4), Julia Gaudermann (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 7), Sonja Greinacher (Foto, NB 92 Oberhausen, 23, 12 Rebounds), Emina Karic (Herner TC, 4), Julia Kohlmann (SV Halle Lions, 5), Laura Masek (TuS Jena Burgaupark Ladybaskets, dnp), Jule Muegge (Carmel High School/USA, dnp), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 13), Judith Schmidt (Basketball4Girls Chemnitz), Christina Schnorr (Basketball4Girls Chemnitz, 2), Ramona Tews (NB 92 Oberhausen, dnp).

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