DBB-U20-Damen zittern weiter um Klassenerhalt23. Juli 2010

64:67-Niederlage gegen Schweden – Morgen Sieg gegen Bulgarien Pflicht

Die deutsche U20-Damen-Nationalmannschaft muss weiter um den Verbleib in der A-Gruppe zittern. Die Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler verlor nach einem wahren Basketball-Krimi mit 64:67 (10:15, 13:9, 16:16, 25:27) gegen Schweden und steht nun im vorletzten Relegationsspiel gegen Bulgarien mit dem Rücken zur Wand.

Deutschland begann nervös und haderte in den Anfangsminuten in der Offensive. Nach vier Spielminuten hatte sich lediglich Anna-Lisa Rexroth mit einem Dreipunktewurf auf der Anzeigetafel verewigt – Schweden hingegen startete deutlich besser und bestimmte die Anfangsminuten (3:10, 4. Min.). Pia Manckertz und Stephanie Wagner übernahmen für die ING-DiBa-Korbjäger die Initiative und sorgten mit ihren Punkten für den Anschluss (10:13, 7. Min.). In den letzten drei Minuten des ersten Spielabschnitts gelang keiner der beiden Mannschaften ein Korb, so dass die defensiv-geprägte Begegnung nach dem ersten Viertel mit einem Rückstand für Deutschland endete (10:15).

Nach einem verhaltenen Start in den zweiten Spielabschnitt rief Bundestrainer Bastian Wernthaler sein Team zu einer Auszeit – seine Umstellung brachten den gewünschten mit Erfolg: Angeführt von der glänzend aufgelegten Pia Manckertz kämpfte sich Deutschland weiter heran, verpasste jedoch den Führungswechsel, da Schweden immer eine Antwort zu haben schien. Zur Halbzeit behaupteten die Schwedinnen ihre Führung – auch weil sie unter den Körben deutlich dominierten (13:23 Rebounds aus deutscher Sicht). Dennoch war ob des knappen 23:24-Rückstands für die DBB-Damen noch alles möglich.

Auch im dritten Viertel lieferten sich die beiden Mannschaften ein offenes und spannendes Spiel auf Augenhöhe. Stephanie Wagner gelang in der 26. Spielminuten die vielumjubelte erste Führung für das deutsche Team (34:32), und auch bei den Rebounds brach langsam die schwedische Dominanz. Sarah-Marie Frankenberger und Wiebke Bruns sicherten sich wichtige Abpraller und gaben Deutschland so mehr Stabilität. Schweden ließ sich jedoch nicht abschütteln, kämpften die Skandinavierinnen doch ihrerseits um ihre letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Auch nach dreißig Minuten Spielzeit ließ sich keine Tendenz erkennen – Deutschland musste zwar kurz vor Schluss ein unglückliches Dreipunktspiel der stark agierenden Gullberg hinnehmen, das den erneuten Führungswechsel bedeutete (39:40).

Das Momentum schien jetzt auf Seiten der Schwedinnen zu sein, die ihre Führung zunächst souverän verteidigten und die deutschen Angriffe abprallen ließen (45:50, 34. Min.). Die DBB-Damen zeigten jedoch ihr Kämpferherz und verkürzten zunächst durch Manckertz und dann durch Rexroth aus der Distanz. Wagner stellte vier Minuten vor Schluss den 55:55-Ausgleich in diesem Basketball-Krimi her. Auch in der Folgezeit konnte Deutschland aus den vielen Ballverlusten der Schwedinnen keinen Profit schlagen, auch weil die DBB-Damen weiterhin im Angriff mit ihren Wurfquoten haderten. Eine Minute vor Ende der Partie führte Schweden mit zwei Punkten und wurde von Deutschland an die Linie geschickt. Nervenstark bauten die schwedischen Spielerinnen die Führung von der Linie aus. In der hektischen Schlussphase kam Deutschland dank eines Dreipunktewurfs von Svenja Brunckhorst (Foto) noch einmal mit einem Punkt heran, am Ende mussten sich die DBB-Damen den clever und nervenstark agierenden Schwedinnen aber mit 64:67 geschlagen geben.

Am morgigen Samstag steht die Mannschaft von Bastian Wernthaler im vorletzten Relegationsspiel gegen Bulgarien nun unter Zugzwang und muss gewinnen, um den Klassenerhalt zu realisieren.

Für Deutschland spielten:
Anastasia Riabchenko (MTV 1879 München), Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen, 15), Svenja Brunckhorst (TSV 1880 Wasserburg, 10), Julia Schindler (Eisvögel USC Freiburg, 2), Pia Mankertz (SCALA RIST Ladybaskets, 19), Raphaela Jochimczyk (TG Ladybaskets Würzburg / TV Marktheidenfeld), Anna-Lisa Rexroth (Rhein Main Baskets / TV Hofheim, 5), Jenny Menz (TuS Jena Burgaupark Ladybaskets, 2), Wiebke Bruns (evo NB Oberhausen), Mara Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 2), Astrid Ramcke (SCALA RIST Ladybaskets), Sarah-Marie Frankenberger (Rhein Main Baskets / Bender Baskets Grünberg, 11).

Weitere Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope-u20women.com

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