BRAVO!!!12. Juli 2014

Riesengroß war der Jubel bei den deutschen U20-Damen nach dem 68:50 (12:14, 9:10, 29:16, 18:10)-Erfolg gegen Bosnien und Herzegowina bei der B-Europameisterschaft in Sofia/BUL. Mit diesem Sieg wurde das große Ziel, der Aufstieg in die A-Gruppe, schon vor dem abschließenden Spiel gegen Rumänien erreicht. Der Glückwunsch geht an das gesamte Team inklusive des Betreuerstabes um Bundestrainerin Aleksandra Kojic.

Ein Vorhaben für das Spiel war, die Kreise von EM-Topscorerin Marica Gajic (19,6 Punkte und 13,7 Rebounds im Schnitt) so gut einzuengen wie möglich. Die Partie begann auf beiden Seiten nervös und mit vielen Fehlwürfen (4:4, 4. Min.). Beim Gegner liefen nahezu alle Aktionen über Gajic, während auf deutscher Seite Ama Degbeon hervorragend begann (10:11, 8. Min., acht Punkte Degbeon). Das DBB-Team tat sich aber insgesamt schwer, offensiv in die Strukturen zu kommen und haderte weiter mit der Wurfquote (6/18; 12:14 nach dem 1. Viertel).

Die Defense allerdings funktionierte sehr gut und auch offensiv schien es langsam besser zu laufen, als Alina Hartmann Deutschland mit fünf unbeantworteten Punkten in Front brachte (17:14, 12. Min.). Gajic konnte aber besonders bei den Rebounds nicht kontrolliert werden und  sorgte für einen erneuten Führungswechsel (17:21, 16. Min.). Nach wie vor gelang dem DBB-Team im Angriff zu wenig (8/27). Auch die Achillesferse der deutschen Mannschaft, die Ballverluste, machte sich etwas bemerkbar. Grund genug für Kojic, drei Minuten vor der Halbzeit eine Auszeit zu nehmen. Bis zur Sirene wuchs der Rückstand nicht weiter an (21:24), Gajic überragte (13/10).

Degbeon traf mit Dreipunktspiel zur deutschen Führung (26:24, 22. Min.) und zeigte ihr bestes Spiel im Turnier. Sie und Marie Gülich bauten den Vorsprung schnell aus, sodass die Bosnierinnen von ihrem Coach zur Auszeit gerufen wurden (30:24, 23. Min.). Der deutsche Lauf wurde dann nach 11:0-Punkten unterbrochen, der Gegner hatte sich wieder gefangen, sah sich allerdings fortan in der Rolle des Jägers. Mit einer Gajic im Team stellte das allerdings erst einmal kein großes Problem dar, denn der Small Forward punktete und reboundete konstant weiter (20/13), unterbrochen von einem Dreier von Isabell Meinhart (39:35, 26. Min.). Deutschland verteidigte den Vorsprung verbissen, gab in diesen Minuten aber ärgerliche Offensivrebounds des Gegners ab (45:40, 28. Min., Degbeon). Ein weiterer Dreier von Meinhart sorgte für das 48:40, ein Kraftproblem nach dem anstrengenden Verlängerungsspiel gestern war nicht zu erkennen. Mit zehn Punkten Vorsprung ging es in den Schlussabschnitt.

Dort schienen die DBB-Damen nun einem sicheren Erfolg und damit dem Aufstieg entgegenzustreben, als die überragende Degbeon einen Fastbreak zum 52:40 vollendete und Noemie Rouault und Katharina Müller zum 56:40 nachlegten (32. Min.). Doch es hieß konzentriert zu bleiben und bei aller Euphorie den herausgespielten Vorsprung nicht mehr herzugeben. Das gelang auch hervorragend, Deutschland behielt jederzeit die Kontrolle über das Spiel und durfte sich anschließend zurecht freuen und feiern lassen.

“Ich bin stolz und gerührt, dass wir so eine tolle Reaktion auf gestern gezeigt haben. Es war eine sensationelle zweite Halbzeit nach einem echten Nervenspiel am Anfang. Wir haben nach der Pause eine unglaubliche Energie aufs Feld gebracht, eine Super-Defense gespielt und die Ballgewinne verwandelt. Ama war heute überragend, aber das ganze Team hat Bosnien an die Wand gespielt. Jetzt wollen wir morgen B-Europameister werden”, zog Aleksandra Kojic ein sehr zufriedenes Fazit.

Für Deutschland spielten:
Pia Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets), Mary Ann Mihalyi (ohne Verein, 2), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 2), Elisabeth Dzirma (Bender Baskets Grünberg), Hannah Wischnitzki (TG Neuss), Isabell Meinhart (Bender Baskets Grünberg, 6), Aline Stiller (SG 1886 Weiterstadt), Noemie Rouault (TuS Lichterfelde, 10), Katharina Müller (Herner TC, 4), Marie Gülich (BBZ Opladen / evo NB Oberhausen, 4), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 14), Ama Degbeon (BC pharmaserv Marburg / Bender Baskets Grünberg, 26).

Das abschließende deutschen Spiel (deutscher Zeit):
13.07.2014: Deutschland – Rumänien (12:45 Uhr)

Alle Informationen rund um die EM finden Sie hier.

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