U18-Junioren schlagen Russland mit 83:779. August 2007

Blümel-Truppe bleibt dennoch Gruppenletzter

Vor dem letzten Spiel in der Zwischenrunde war die Ausgangslage für die von Bundestrainer Kay Blümel trainierten U18-Junioren klar: Nur ein Sieg mit 23 Punkten und eine Niederlage der Kroaten gegen Spanien würde dem Team helfen, vom letzten Platz in der Gruppe auf den 4. vorzurücken und damit um die Plätze 5-8 zu spielen.

Schon im 1. Viertel wurde deutlich, dass dies keine leichte Aufgabe werden würde. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem keine Mannschaft der anderen davonziehen konnte. Tibor Pleiß holte sich viele wichtige Rebounds, und sein Team führte bis zum Ende des Viertels mit 23:20. Ins 2. Viertel kam die deutsche Mannschaft sehr gut hinein und konnte die Führung zeitweise bis auf zwölf Punkte ausbauen. Den Russen um ihren Topscorer Semen Shashkov merkte man jedoch an, dass es auch für sie noch um Einiges bei dem Turnier ging. Auf die guten Aktionen der Deutschen hatten sie nach einer kurzen Schwächephase stets eine Antwort parat. Das deutsche Team war weiterhin am Brett überlegen und traf wie gewohnt sehr ausgeglichen. Zur Halbzeitsirene lag die Mannschaft mit einer 40:30-Führung fast im Soll. Die Chance, das „Unmögliche“ noch zu schaffen, schien greifbar nahe.

Das Team von Headcoach Kay Blümel erlebte jedoch einen schwachen Start in die 2. Halbzeit, und Russland kam bis auf fünf Punkte heran. Nach dem kleinen Schock, der das deutsche Team aus dem Konzept zu bringen drohte, konnte sich das Team aber fangen und eine ordentliche Serie hinlegen. Allen voran Christian Standhardinger sorgte dafür, dass die alte Führung wieder Bestand hatte und bis zum Viertel-Ende sogar auf 60:48 wuchs. Im Schlussviertel musste nun also ein echter Kraftakt her, der fast unmöglich schien. Doch Fabian Thüligs Dreier und die vier Punkte von Robin Benzing und Maurice Stuckey nach gerade einmal einer Minute sorgten für den perfekten Startschuss für eine Schlussoffensive der Deutschen, die zu diesem Zeitpunkt mit 19 Punkten führten. Der russische Trainer nahm sofort eine Auszeit und schien damit den Druck des DBB-Teams abzufangen. Die Auszeit zeigte Wirkung, und die Russen fanden wieder zu ihrem Spiel. Fast alleine sorgte Semen Shashkov (27 Punkte) dafür, dass die deutsche Führung bei 5.27 Minuten auf der Uhr nur noch elf Punkte betrug. Die aufkommende Gewissheit, den 4. Platz nicht mehr erreichen zu können, sorgte dafür, dass der Vorsprung weiter schmolz.

Nach einer sehr guten Leistung siegte die deutsche Mannschaft am Ende mit 83:77 (23:20, 16:10, 20:18, 23:29), verpasste aber den Sprung auf Platz 4 in der Gruppe F. Bundestrainer Kay Blümel zeigte sich dennoch voller Stolz: „Wir haben eine tolle Leistung abgeliefert und uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben“, so der Trainer. Um den 9. Platz bei der EM in Madrid zu erreichen, muss das Team nun die nächsten beiden Spiele gewinnen. Der erste Gegner wird am Samstag der Verlierer der Begegnung Frankreich gegen Israel sein.

Für Deutschland spielten:

Kai Barth (TV Langen), Robin Benzing (Foto, TV Langen, 23), Thomas Gajda (Paderborn Baskets), Elias Harris (SG TVD/BI Speyer, 6), Philipp Noch (SG Braunschweig, ), Tibor Pleiß (Köln 99ers, 17), Stefan Schmidt (Franken Hexer), Simon Schmitz (TV Bad Bergzabern/ SG TVD/BI Speyer), Philipp Schwethelm (Köln 99ers, 6), Christian Standhardinger (SG Urspringschule, 15), Maurice Stuckey (BG Leitershofen-Stadtbergen, 13), Fabian Thülig (Telekom Baskets Bonn, 3).

Scouting unter www.fibaeurope-u18men.com 

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