U18-Jungen mit versöhnlichem EM-Abschluss1. August 2009

97:75-Sieg gegen Slowenien – Blümel-Team damit auf Platz 11
Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat bei der Europameisterschaft in Metz/Frankreich einen Tag nach dem „Katastrophenspiel“ gegen Bulgarien für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt. Im Spiel um Platz 11 siegte die Mannschaft von Bundestrainer Kay Blümel gegen Slowenien mit 97:75 (25:20, 26:16, 17:15, 29:24).

Blümel begann mit Ole Wendt, Mathis Mönninghoff, Daniel Leithner, Danilo Barthel und Philipp Neumann. Gute Bekannte trafen aufeinander, denn der 76:71-Erfolg der Deutschen in der Zwischenrunde war ja gerade erst ein paar Tage her. Wen wundert es, dass Barthel für die ersten sechs deutschen Punkte sorgte? In vielen EM-Spielen war dieses Phänomen aufgetreten und Barthel in den Anfangsminuten der bestimmende deutsche Spieler gewesen, so auch gegen Slowenien (6:2, 2. Min.). Deutschland hatte sich offenbar einiges an Wiedergutmachung vorgenommen, begann konzentriert und im 8. EM-Spiel mit dem größten noch möglichen Einsatz. Beim 13:6 durch Wendt nach fünf Minuten rief Sloweniens Coach zur Auszeit. Wendt per Dreier, Neumann und Leithner wieder per Dreier erhöhten auf 21:12 (8. Min.). Bis zum Viertelende kam Slowenien jedoch etwas heran (25:20).

Diese Tendenz setzte sich fort, als Slowenien direkt nach Wiederbeginn einen Dreier zum 25:23 versenkte, die Partie damit wieder völlig offen war und folgerichtig nur wenig später auch der Ausgleich fiel. Das Spiel war gekippt, und die deutsche Mannschaft musste wieder einmal durch eine Phase, in der einfach nichts gelingen wollte (25:29, 13. Min.). Nach 0:13-Punkten in Serie traf Barthel einen Dreier und beruhigte die deutschen Gemüter etwas. Ein Freiwurftreffer von Mönninghoff, ein Tip-in von Neumann und ein Korbleger von Barthel holten die Führung für Deutschland zurück (35:31, 16. Min.) und veranlassten den slowenischen Coach zu einer weiteren Auszeitnahme. Leithner, Barthel und Wendt erhöhten den Vorsprung  gar auf 45:31 (19. Min.). Damit hatte das DBB-Team eine 17:0-Serie folgen lassen. Barthel war überhaupt nicht zu stoppen und legte seine beste EM-Halbzeit hin. Auch Leithner glänzte und traf vier Sekunden vor der Pause erneut per Dreier zum 50:33, wurde dabei gefoult und versenkte auch den fälligen Freiwurf. Doch Slowenien konnte noch einmal kontern (51:36, Halbzeit). 

Blümel warnte in der Ansprache zur Pause sicher vor den Slowenen und erinnerte an das erste Spiel, als die DBB-Auswahl eine 23-Punkte-Führung Mitte des 3. Viertel fast noch verspielt hätte. Und die ING-DiBa-Korbjäger nahmen sich die Worte des Coaches zu Herzen (56:36, 22. Min.). Die eindeutige Rebound-Überlegenheit des DBB-Teams trug viel dazu bei, dass Slowenien in dieser Phase des Spiel keine Chance besaß. Doch urplötzlich trafen die Slowenen drei Dreier in kurzer Zeit zum 58:45 (24. Min.), Blümel stoppte das Spiel mit einer Auszeit. Ein weiterer slowenischer Dreier fiel zum 58:48 durch den deutschen Korb. Die Parallelen zum ersten Aufeinandertreffen wurden immer größer. Slowenien aber hatte sein Pulver für den Moment verschossen und Anthony Canty (Foto) und Justin Raffington trafen zum 64:48 (26. Min.) und sorgten für Durchatmen auf der deutschen Bank. Nach Treffern von Konstantin Klein und erneut Canty zum 68:48 (28. Min.) hatte sich Deutschland wieder gefangen und strebte einem klaren Sieg entgegen (68:51 nach drei Vierteln).

Im Schlussabschnitt versuchte Slowenien noch einmal, mit allen Kräften ein erneutes Comeback zu schaffen, aber dies ließen die deutschen Spieler nicht mehr zu. Als Canty mit Freiwürfen nach technischem Foul zum 75:55 und dann per Dreier zum 78:55 einnetzte, war die Begegnung entschieden (33. Min.). Der Rest war pure Ergebniskosmetik, auch wenn Blümel drei Minuten vor dem Ende beim Stand von 86:70 noch einmal eine Auszeit nahm. „Ich freue mich über die gute Leistung zum Abschluss. Wir waren sehr konzentriert und haben über fast die gesamte Zeit gut verteidigt. Alle konnten problemlos spielen, ein guter Abschluss mit einem in der ersten Halbzeit überragenden Danilo Barthel,“ bilanzierte Blümel.

Für Deutschland spielten:
Falko Theilig (BBLZ Mittelhessen, 2), Ole Wendt (Paderborn Baskets, 9), Konstantin Klein (ALBA Berlin, 2), Mathis Mönninghof (TSV Bayer Leverkusen, 5), Anthony Canty (BSG Bremerhaven, 9), Sebastian Koch (Arden Christ School, 6), Harald Debelka (proveo Merlins Crailsheim, 2), Danilo Barthel (USC Heidelberg, 23), Daniel Leithner (TSV Breitengrüßbach, 14), Justin Raffington (SG Urspringschule, 4), Philipp Neumann (Franken Hexer, 14), Friedrich Lotze (ALBA Berlin, 7).

Komplette Statistik unter www.fibaeurope.com

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