U18-Jungen verlieren nach Verlängerung25. Juni 2013

Der deutschen U18-Nationalmannschaft der Jungen ist es in diesem Sommer auch im dritten Anlauf nicht gelungen ein Testspiel gegen Frankreich zu gewinnen. In der Ludwigsburger Rundsporthalle unterlagen die Schützlinge von Bundestrainer Kay Blümel nach dramatischem Spielverlauf in der Verlängerung mit 70:75 (21:10, 9:14, 16:22, 16:16, 8:13). Als erfolgreichster deutscher Korbjäger entpuppte sich Jan-Niklas Wimberg (13 Punkte). Morgen kommt es in Speyer zu einem weiteren Vergleich zwischen beiden Teams.

Die Partie gegen den EM-Halbfinalkandidat Frankreich begann für die im vergangenen Sommer in die europäische B-Gruppe abgestiegenen ING-DiBa-Korbjäger mit veränderter Aufstellung. Neu im Team und gleich in der Ersten Fünf standen Ismet Akpimar (Foto) und Jan-Niklas Wimberg, die beide ihren ersten Länderspieleinsatz in diesem Sommer absolvierten. Komplettiert wurde die deutsche Startformation durch Robert Zinn, Stefan Ilzhöfer und Daniel Mayr.

Der Start gelang den ING-DiBa-Korbjägern, die nach sieben Punkten von Lokalmatador Stefan Ilzhöfer und fünf Zählern von Wimberg schnell mit 16:6 in Führung gingen (5. Min.). 9:2 lautete zu diesem Zeitpunkt das Reboundverhältnis, offenbar hatte man sich bei der “Arbeit” unter den Körben Einiges vorgenommen. Frankreich wirkte irritiert und war noch gar nicht richtig auf dem Spielfeld. Das änderte sich auch in den Folgeminuten kaum. Blümel hatte nach neun Minuten bereits allen zwölf Spielern Einsatzzeit gegeben, Deutschland führte nach einem Dreier vonn Lars Schlüter weiter deutlich (19:10, 9. Min.). Die DBB-Auswahl lieferte ein richtig gutes erstes Viertel ab (21:10).

1.500 begeisterte Zuschauer sahen im zweiten Spielabschnitt eine Partie, die etwas verflachte. Beide Teams trafen in den ersten Minuten kaum (23:13, 14. Min.), das DBB-Team verpasste drei Mal in Folge von jenseits der Dreipunktelinie. Ganz langsam fanden die Gäste vor allem durch druckvolle Defense besser ins Spiel (23:17, 16. Min.), was Blümel zu einer Auszeit veranlasste. In dieser schwierigen Phase kamen anschließend die beiden Dreier von Wimberg und Akpinar genau richtig (30:20, 18. Min.), auch wenn bei den Rebounds mittlerweile die athletischen Franzosen im Vorteil waren (19/22). Zum Seitenwechsel behauptete die deutsche Mannschaft ihre – wenn auch wieder knapper gewordene – Führung (30:24).

Der offensive Spielfluss der Deutschen blieb auch im dritten Spielabschluss gestört, sodass Frankreich mit sieben unbeantworteten Punkten weiter aufschließen konnte (33:31, 23. Min.). Akpinar netzte dann einen weiteren Distanztreffer ein, der seiner Mannschaft wieder etwas Luft verschaffte. Aber Frankreich ließ jetzt nicht mehr locker und bedrängte die DBB-Youngster intensiv. Fast schon folgerichtig kam der Führungswechsel (37:38, 26. Min.). Deutschland wehrte sich in Person von Johannes Joos, der zur Freude des Publikums die nächsten vier Punkte erzielte (41:39, 28. Min.). Nach 30 Minuten hatte Frankreich wieder ausgeglichen (46:46).

Auch nach 35 Minuten waren beide Teams gleichauf (57:57, Rebounds 35/35), es bahnte sich eine spannende Schlussphase an. Von einem “Klassenunterschied” war jedenfalls nicht das Geringste zu erkennen. Joos besorgte das 60:57, dann passierte einige Minuten lang nichts. Genau eine Minute vor dem Ende glich Frankreich aus und kam 24 Sekunden vor der Schlusssirene zur Führung (60:62). Blümel nahm eine Auszeit. Joschka Ferner hatte mit einem Dreierversuch Pech, Deutschland musste foulen, Frankreich patzte bei den Freiwürfen und in der allerletzten Sekunde schaffte Akpinar das 62:62: Verlängerung, die Halle glich einem Tollhaus.

In der Verlängerung übernahm Frankreich das Kommando, aber Wimberg konterte noch einmal von der Dreierlinie (65:68, 42. Min.). Ein Dreier der Franzosen um den überragenden Axel Bouteille zum 65:71 knapp zwei Minuten vor dem Ende der Extra-Spielzeit tat den jungen Deutschen weh, aber sie kämpften sich mit dem Mute der Verzweiflung zurück (69:71, 1´01). 13 Sekunden vor der Sirene verfehlte Wimbergs Dreierversuch sein Ziel, Deutschland foulte, aber dieses Mal trafen die Gäste die Freiwürfe. Endstand: 70:75.

“Das sah lange Zeit sehr gut aus für uns. Wir waren eigentlich immer am Drücker. Vielleicht hat uns in den letzten Minuten etwas die Kraft gefehlt, denn in unserem intensiven Training haben wir keine Rücksicht auf das Spiel genommen. Heute waren zwei Schlüssel letztlich ausschlaggebend. Erstens haben wir die Penetration der Franzosen nicht gut genug verteidigt und zweitens haben wir ihnen am Ende zu viele Rebounds erlaubt, die sie in leichte Punkte umwandeln konnten. Man darf dennoch zufrieden sein, aber Morgen wollen wir es besser machen”, sagte Kay Blümel nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Sebastian Heck (BIS Baskets Speyer, 2), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den Brose Baskets,2), Joschka Ferner (TSV 1861 Nördlingen, wechselt zu ratiopharm Ulm), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, wechselt zu ALBA Berlin, 12), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser-Ems, 13), Mahir Agva (SV 03 Tübingen,wechselt nach Ehingen, 3), Johannes Joos (BSG Ludwigsburg, 10), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den FRAPORT SKYLINERS, 9), Lars Schlüter (ratiopharm Akademie Ulm, 6), Daniel Mayr (TuS Jena, 5), Constantin Ebert (Würzburg Baskets Akademie), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 8).

Scouting

Weitere Länderspiel-Termine der U18-Jungen:
Mittwoch, 26. Juni 2013, 19 Uhr: Deutschland – Frankreich (Speyer)

Freitag, 28. Juni 2013, 17 Uhr: Deutschland – Slowenien (alle in Griechenland)
Samstag, 29. Juni 2013, 19 Uhr: Deutschland – Griechenland
Sonntag, 30. Juni 2013: 17: Deutschland – Bulgarien

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