U18-Jungen verlieren trotz toller Moral26. Juli 2011

Blümel-Team zerfällt in Halbzeit eins, um die Begegnung später fast noch zu drehen – Großartige kämpferische Leistung

Nach der knappen und unnötigen Niederlage vom Vortag gegen Kroatien (51:52), strebte das deutsche U18-Team nach Wiedergutmachung. Gegen die unbequemen Slowenen reichte es bei der Europameisterschaft in Breslau/Polen nach großem Kampf jedoch nicht zu einem Sieg. Deutschland musste sich trotz großer Moral mit 65:69 (14:16, 9:25, 22:13, 20:15) geschlagen geben. Bester Akteur war Dennis Schröder mit 19 Punkten.

Bundestrainer Kay Blümel änderte seine Aufstellung gegenüber dem Kroatien-Spiel auf fast allen Positionen und schickte Anselm Hartmann, Mauricio Marin, Sid-Marlon Theis, Paul Zipser und Tim Unterluggauer gegen Slowenien auf das Parkett.

Beide Mannschaften taten sich zu Beginn sehr schwer und agierten überaus nervös. In den ersten dreieinhalb Minuten entstanden somit bereits acht Ballverluste (Deutschland 5, Slowenien 3). Die Slowenen fanden jedoch schneller ihren Rhythmus und zogen davon. Deutschland fand bis zu diesem Zeitpunkt keine Bindung zum Geschehen und lag mit 2:8 in Rückstand (5. Minute). Fabian Bleck erlöste das Blümel-Team aus seiner Starre und versenkte einen Drei-Punkte-Wurf zum 5:8 (6. Minute). Nachdem die Slowenen erneut ihren Vorsprung ausbauten, kam die DBB-Auswahl durch erfolgreiche Aktionen von Johannes Richter und Bogdan Radosavljevic wieder heran (9:11, 8. Minute). Zwei deutsche Ballverluste in Folge brachten die Mannen aus Slowenien erneut höher in Front, bevor Fabian Bleck per Dreier und Bogdan Radosavljevic für einen knappen Viertelendstand sorgten (14:16).

Ausgeglichen ging es auch im zweiten Viertel weiter. Beide Teams gaben sich keine Blöße und hielten den alten Abstand aufrecht. Ab der 13. Minute kam Besnik Bekteshi auf, markierte fünf Punkte in Folge und sorgte damit für den zwischenzeitlichen Spielstand von 20:22 aus deutscher Sicht. Allerdings schalteten die Slowenen regelmäßig einen Gang hoch, wenn die deutsche Mannschaft am Ausgleich schnupperte (20:29, 16. Minute). Beim Stand von 22:35 nahm Bundestrainer Kay Blümel eine dringend benötigte Auszeit, in der Hoffnung, seine Akteure wieder wachzurütteln. Besserung wollte sich allerdings nicht einstellen. Im Gegenteil – kurz vor der Halbzeitpause sah sich Kay Blümel erneut gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Beim Stand von 23:41 ging es in die Pause.

Guter Auftakt in die zweite Halbzeit: Sid-Marlon Theis verwandelte einen Dreier und brachte Deutschland ein wenig Hoffnung zurück. Offensiv lief es wieder besser für die ING-DiBa-Korbjäger, jedoch schafften sie es in der Verteidigung nicht, die slowenische Auswahl am Punkten zu hindern. Somit blieb nach gutem Start der Rückstand verglichen zur Halbzeitpause unverändert (30:48, 23. Minute). Angeführt von Bogdan Radosavjlevic schaffte es die DBB-Auswahl erneut den Rückstand zu verkürzen (38:51, 26. Minute). Wenige Minuten später brachte Deutschland den deutlichen Vorsprung der Slowenen nach langer Zeit wieder in den einstelligen Bereich (45:54, 30. Minute).

Angetrieben durch die furiose Aufholjagd im dritten Viertel, spielte Deutschland weiter groß auf und verkürzte auf lediglich noch fünf Zähler Rückstand (49:54, 33. Minute). Das Momentum hatte sich vollständig gedreht, das merkte auch der slowenische Coach und nahm die Auszeit. Es bahnte sich eine spannende Schlussphase an. Deutschland war beim 57:62 zweieinhalb Minuten vor dem Ende weiterhin in Reichweite. Ein erfolgreicher Korbleger von Dennis Schröder brachte die DBB-Auswahl auf drei Punkte an die Slowenen heran (59:62, 38. Minute). 47 Sekunden vor der Schlusssirene verwandelte Johannes Richter seinen Versuch zum 61:63. Es folgte ein Ballverlust der Slowenen, worauf Bundestrainer Kay Blümel zügig eine Auszeit nahm, um seinen Jungs die Vorgehensweise für den nächsten Angriff zu erläutern. Ein unnötiger Ballverlust für Deutschland beim Einwurf zwang Anselm Hartmann zu einem schnellen Foul. Slowenien verwandelte beide Freiwürfe, was ihnen Dennis Schröder auf der Gegenseite gleichtat (63:65, 18 Sekunden verblieben). So ging es in den letzten Zügen der Partie hin und her, aber die Slowenen gaben sich keine Blöße mehr.

Bundestrainer Kay Blümel sagte nach der Partie: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit ein riesiges Loch gegraben, aus dem wir nicht mehr vollständig heraus kamen. Ich bin allerdings sehr stolz auf meine Mannschaft ob der gezeigten Leistung in der zweiten Halbzeit. Wir waren drauf und dran die Begegnung auszugleichen oder sogar in Führung zu gehen. Leider hat uns da einer der drei Schiedsrichter einen Strich durch die Rechnung gemacht und bei unserem Einwurf nach gerade einmal drei Sekunden in die Pfeife geblasen und einen Verstoß der 5-Sekunden-Regel angezeigt. Normalerweise suche ich nicht die Schuld bei den Schiedsrichtern, aber heute habe ich mich schon sehr verschaukelt gefühlt.“

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 6), Mauricio Marin (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin), Dennis Schröder (SG Braunschweig, 19), Besnik Bekteshi (BG Ludwigsburg, 5), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule, 3), Fabian Bleck (NOMA Iserlohn/Phönix Hagen, 6), Robin Jorch (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin), Paul Zipser (USC Heidelberg, 2), Stephan Haukohl (TuS Jena), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 7), Tim Unterluggauer (TuS Jena, 2) , Bogdan Radosavljevic (Foto, Bayern München, 15, 10 Rebounds).

Weiteres Spiel in der Zwischenrunde:
Mittwoch, 27. Juli 2011, 18.00 Uhr: Deutschland – Polen

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