U18-Jungen unterliegen Spanien 56:8324. Juli 2009

EM in Metz/Frankreich: Dreier-„Festival“ der Deutschen zu Beginn – In der Zwischenrunde jetzt gegen Slowenien, Frankreich und Serbien

Die U18-Nationalmannschaft der Jungen hat ihr drittes und letztes Vorrundenspiel bei der Europameisterschaft in Metz/Frankreich verloren. Gegen Spanien unterlag das Team von Bundestrainer Kay Blümel mit 56:83 (21:21, 5:24, 18:19, 12:19). Dennoch geht es als Gruppendritter der Vorrundengruppe B am kommenden Montag mit den Spielen der Zwischenrunde weiter. Die Gegner heißen dann Slowenien, Frankreich und Serbien (Reihenfolge der Spiele entscheidet sich erst heute im Laufe des Tages).

Die Deutschen verzeichneten einen sehr guten Start. Daniel Leithner traf drei Mal kurz hintereinander aus der 3-Punkte-Distanz zur 9:8-Führung nach vier Minuten. Dann waren auch noch Danilo Barthel und Mathis Mönninghoff von jenseits der 6,25-m-Linie erfolgreich, Deutschland führte 16:11 (7. Min.). Doch dieses Dreier-„Festival“ der DBB-Auswahl musste irgendwann ein Ende haben, Spanien nahm eine Auszeit und stellte von der Zonen-Verteidigung auf Mann-Mann-Verteidigung um. Obwohl die beiden Teams in der Vorbereitung mehrfach gegeneinander gespielt hatten, waren die spanischen Coaches sichtlich überrascht von der überaus couragierten und aus der Distanz treffsicheren Vorstellung des Gegners. Kurz vor dem Ende des ersten Viertel netzten die Iberer ihrerseits einen Dreier zum 21:21-Ausgleich ein.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts übernahm Spanien langsam aber sicher das Kommando, verteidigte gegen die deutschen Distanzwerfer nun deutlich effektiver und ging in Führung (23:27, 13. Min.). Blümel versuchte den Lauf der Spanier mit einer Auszeit zu stoppen. Die deutsche Mannschaft kämpfte wieder hervorragend, wollte sich mit großem Einsatz eine Siegchance gegen den Favoriten erkämpfen. Es folgte eine Spielphase, in der beiden Mannschaften nur wenig gelang und sich folglich auch kaum etwas am Ergebnis änderte (26:31, 17. Min.). Beim 26:36 nur eine Minute später schien die Partie allerdings keine gute Entwicklung für Deutschland zu nehmen. Es fehlten jetzt die Durchsetzungskraft im Angriff und der letzte Biss in der Verteidigung. Beim 26:40 (19. Min.) nahm Blümel eine weitere Auszeit und versucht durch die unterschiedlichsten Verteidigungsstrategien, den iberischen Lauf zu stoppen. Doch bis zum Seitenwechsel blieb Spanien dominant, konnte immer wieder erfolgreiche Schnellangriffe einsetzen und so musste die deutschen Mannschaft in den letzten drei Minuten vor der Pause eine schmerzhafte 0:14-Serie verkraften (26:45).

Zwar trafen Mönninghoff (2) und Leithner Anfang des dritten Viertels wieder von „downtown“, aber der Rückstand veränderte sich dadurch nur unwesentlich (36:51, 24. Min.). Doch die ING-DiBa-Korbjäger nahmen die Herausforderung an und versuchten, der Partie noch eine Wende zu geben. Spanien indes agierte jetzt zu souverän, als dass sie dem Gegner am heutigen Tag noch eine Chance gewährten. Man darf gespannt darauf sein, was die beiden starken Vorrundengegner der Deutschen und EM-Mitfavoriten, Kroatien und Spanien, letztlich bei dieser EM erreichen. Offensiv blieb die deutsche „Center-Waffe“, Philipp Neumann, dieses Mal nahezu ohne Wirkung. Beim 41:64 (28. Min.) war der Rückstand wieder auf mehr als 20 Punkte angewachsen. Blümel wechselte jetzt vermehrt seine Formation und gab ebenso wie sein spanischer Kollege allen Spielern Einsatzzeit.

Mönninghoffs vierter Dreier zum 47:64 bewies den deutschen Kampfgeist auch im Schlussabschnitt (31. Min.). Aber das war dann auch das letzte Aufbäumen der deutschen Auswahl. Wie bereits erwähnt: Spanien behielt stets die Kontrolle über das Spiel und fuhr einen ebenso sicheren wie verdienten Sieg ein, der Blümel beim 51:77 drei Minuten vor dem Ende aber zu deutlich wurde, so dass er nochmals eine Auszeit nahm. „Spanien war heute einfach die bessere Mannschaft“, erkannte Blümel die Klasse des EM-Favoriten nach Spielende an. „Zu Beginn haben wir sehr gut gespielt, hochprozentig getroffen und den Spaniern ihre Zone zerschossen. Vor der Halbzeit haben wir Spanien zu viele einfache Fast-Breaks erlaubt und den daraus resultierenden Rückstand trotz unterschiedlichster Defense-Variationen nicht mehr aufholen können“, so der Bundestrainer weiter.

Für Deutschland spielten:

Falko Theilig (BBLZ Mittelhessen, 2), Ole Wendt (Paderborn Baskets, 0), Konstantin Klein (ALBA Berlin, 2), Mathis Mönninghof (TSV Bayer Leverkusen, 16), Anthony Canty (Foto, BSG Bremerhaven, 2), Sebastian Koch (Arden Christ School, 1), Harald Debelka (proveo Merlins Crailsheim, 5), Danilo Barthel (USC Heidelberg, 5), Daniel Leithner (TSV Breitengrüßbach, 12), Justin Raffington (SG Urspringschule, 5), Philipp Neumann (Franken Hexer, 6), Friedrich Lotze (ALBA Berlin, 0).

Komplette Statistik unter www.fibaeurope.com  

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