U18-Jungen unterliegen Bulgarien24. Juni 2011

Wechselbad der Gefühle: nach dem 10:0-Start gab es für die deutsche Mannschaft ein 1:17 zwischen der achten und 14. Minute
Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat beim internationalen Turnier im französischen Douai ihre erste Niederlage kassiert. Nach den Erfolgen gegen Griechenland und Kroatien gab es dieses Mal ein 74:75 (19:15, 16:19, 18:18, 21:23). Wieder war Bogdan Radosavljevic der beste Punktesammler auf deutscher Seite (16).

Schon in den ersten beiden Vierteln ging das Team von Bundestrainer Kay Blümel durch ein Wechselbad der Gefühle. Offenbar hatten sich die ING-DiBa-Korbjäger Einiges vorgenommen, nachdem ihr Coach nach der letzten Partie gegen Kroatien überhaupt nicht zufrieden gewesen war. Hochkonzentriert begann die deutsche Auswahl und legte binnen vier Minuten ein 10:0 vor. Selbst die Freiwürfe (am Vortag 38 Prozent) wurden bis dahin hundertprozentig verwandelt. Eine druckvolle Defense ließ den Bulgaren keinen Spielraum, und vorne lief es auch bestens (13:2, 5. Min.). Bis zum 18:6 (8. Min.) durch einen Freiwurf von Dennis Schröder lief alles “nach Plan” in der deutschen Mannschaft.

Doch die Minuten acht bis 14 verliefen für Deutschland desaströs. 1:17-Punkte musste man verkraften, kein deutscher Wurf fand mehr sein Ziel, und fast schon plötzlich stand es 19:23. Der Schock war groß, aber mit vereinten Kräften beendete das DBB-Team die lange Schwächephase. Stefan Haukohl (Foto) brachte seine Mannschaft wieder an Bulgarien vorbei (27:24, 15. Min.), doch schon zwei Minuten später hieß es 27:30 aus deutscher Sicht. Gut eine Minute vor dem Seitenwechsel machte Haukohl auch die Punkte zum 35:34-Halbzeitstand. Bis dahin hatte Deutschland lediglich 34 Prozent seiner Zweipunkt-Würfe getroffen (11/25).

Der nach seinem Desaster an der Freiwurflinie am Vortag (0/9) deutlich verbesserteBogdan Radosavljevic traf per Freiwurf zur 38:34-Führung und hatte sechs von sieben Würfe von der Linie verwandelt. Aber wieder kassierten die Deutschen zehn unbeantwortete Punkte und liefen Gefahr, eine ähnlichen Negativ-Lauf wie in der ersten Hälfte zu erleben. Anselm Hartmann sorgte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen dafür, dass es nicht so weit kam (43:44, 26. Min.). Zwei Dreier der Bulgaren beantwortete Haukohl zwar mit einem Dunking, der Rückstand wurde aber größer (45:50, 28. Min.). Deutschland kämpfte sich durch Mauricio Marin zum Ausgleich und dann per Dreier zur hauchdünnen 53:52-Führung nach drei Vierteln.

Das Spiel war jetzt hart umkämpft (55:56, Dunk Paul Zipser, 32. Min.), aber den DBB-Spielern schien einfach der letzte Punch zu fehlen, um sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Im Gegenteil, wieder waren es die Bulgaren, die einige Punkte davon zogen (55:61, 34. Min.). 14 deutschen Ballverlusten standen zu diesem Zeitpunkt null Steals gegenüber. Das DBB-Team setzte zu einem weiteren Comeback an (63:65, 36. Min., Dreier Marin), wollte sich einfach nicht geschlagen geben. Ein erneuter Dreier von Marin traf zum 66:67 in der 37. Minute. Nach dem 66:73 zwei Minuten vor der Schlusssirene kam die DBB-Auswahl durch zwei Zipser-Dreierein letztes Mal zurück in die Partie und sechs Sekunden vor dem Ende durch Haukohl zum 74:74-Ausgleich. Einen getroffenen Freiwurf der Bulgaren und einen vergebenen Dreierversuch von Dennis Schröder später musste man aber dennoch in die erste Turnier-Niederlage einwilligen.

“Zu viele individuelle Fehler – vor allem in der Verteidigung – haben heute den Sieg verhindert. Die Bulgaren sind sehr unangenehm zu spielen, aber zunächst habe ich gedacht, dass wir die richtige Einstellung gefunden haben. Aber es waren letztlich zu viele Faktoren schlecht bei uns. Am Ende hat das Foul, das wir nicht machen wollten, den negativen Ausschlag gegeben, war aber nicht der Grund für unsere Niederlage. Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass wir nur über unsere Zone und über Kampf wieder heran gekommen sind, und nicht über Qualität”, lautete die Bilanz von Kay Blümel.

Für Deutschland spielten:
Paul Albrecht (TuS Jena), Fabian Bleck (Noma Iserlohn, 4), Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 4), Stefan Haukohl (TuS Jena, 10), Jakob Krumbeck (TuS Jena), Mauricio Marin (RSV Stahnsdorf/IBBA Berlin, 13), Bogdan Radosavljevic (FC Bayern München, 16), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 7), Dennis Schröder (SG Braunschweig, 5), Tim Unterluggauer (TuS Jena, 1), Paul Zipser (USC Heidelberg, 14), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule).

Weitere Spiele beim Turnier in Douai
25.06.2011, 20.30 Uhr, Deutschland – Frankreich
26.06.2011, 12 Uhr, Deutschland – Türkei

Statistiken, Ergebnisse etc. unter www.tournoi-douai.fr

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