U18-Jungen auf Turnierplatz 39. Juli 2011

Abschlussniederlage gegen Griechenland
Deutschland – Griechenland 56:63 (21:17; 35:32; 47:45)

Zwei Schritte vor einen zurück, so könnte man den Auftritt der U18-Nationalmannschaft im abschließenden Turnierspiel in Reggio Calabria beschreiben. Nach dem tollen Auftritt gestern gegen Frankreich fielen die Spieler um Besnik Bekteshi in Muster zurück, die sie schon gegen Italien zeigten. Konzentrationsmangel, zeitweise schlechte Entscheidungen im Angriff, nicht hundertprozentiger Einsatz und deutliche Schwächen beim Defensivrebound sorgten für eine Überraschung. Hinzu kam, dass sich die Schiedsrichter dem Spiel zu keiner Zeit gewachsen zeigten und hüben wie drüben sich mit zum Teil hanebüchenen Entscheidungen den Unmut beider Trainer zuzogen.

Über drei Viertel kontrollierte die DBB-Zwölf das Spiel, obwohl man alleine zehn Punkte verschenkte, weil man die Wurfbewegung beim Korbleger nicht zu Ende führte, sondern einem möglichen Block ausweichend den Lay-Up vergab. Das Unglück nahm eigentlich erst im letzten Viertel so richtig seinen Lauf. Nach acht Ballverlusten in den ersten drei Vierteln leistete man sich derer sechs im letzten Spielabschnitt. Ähnliches bei den Rebounds, wo man in den letzten zehn Minuten vier offensive Abpraller den Griechen überließ, selber aber nur im gesamten Spiel drei Rebounds unter dem griechischen Korb einsammelte.

Bei den Dreiern sah es ganz düster bei der deutschen Mannschaft aus. Mit 2/17 kam man gerade mal auf 12% Trefferquote (Griechenland 7/21, 33%). Dies alles führte dazu, dass die Hellenen das letzte Viertel klar für sich entschieden und die Partie überraschend, aber nicht unverdient gewannen. „Das Spiel fand heute unter schwierigen Schiedsrichterbedingungen statt, so dass es schwierig war einen Rhythmus zu finden. Dies ist eine mögliche Erklärung, aber keine Entschuldigung. Spieler auf diesem Niveau müssen dies ausblenden und sich auf die Dinge konzentrieren, die sie verändern können“, zog Kay Blümel ein unzufriedenes Fazit. „Meine Spieler müssen endlich verstehen, dass man in jedem Spiel hundertprozentige Konzentration und Einsatz braucht, wenn man mit den Topnationen mithalten will“. Nach dem knappen 70:69-Erfolg Italiens über Frankreich beendete die deutsche Mannschaft das Turnier auf dem dritten Platz.

Für Deutschland spielten:
Josip Peric (ALBA Berlin), Mauricio Marin (IBBA Berlin/RSV Stahnsdorf) 6 P., Dennis Schröder (Foto, SG Braunschweig) 14 P., Besnik Bekteshi (BG Ludwigsburg) 5 P., Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule) 2P., Fabian Bleck (NOMA Iserlohn/Phönix Hagen) 2 P., Robin Jorch (IBBA Berlin), Paul Zipser (USC Heidelberg) 3 P., Stephan Haukohl (TuS Jena) 5 P., Johannes Richter (TSV Breitengüßbach) 3 P., Tim Unterluggauer (TuS Jena) 4 P., Bogdan Radosavljevic (Bayern München) 12 P.

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