U18-Jungen mit tollem Erfolg gegen Slowenien28. Juli 2009

Großartiger Run im 3. Viertel bringt den ersehnten Erfolg – Zittern am Ende der Partie – Morgen gegen Frankreich mit Chance aufs EM-Viertelfinale

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat sich bei der Europameisterschaft in Metz/Frankreich die Chance auf das Erreichen des Viertelfinales erhalten. Nach dem 76:71 (24:21, 16:14, 28:16, 8:20)-Erfolg gegen Slowenien kommt es nun auf das abschließende Spiel morgen um 20.15 Uhr gegen Gastgeber Frankreich an. Dann reicht den Deutschen ein Sieg zum Erreichen des Viertelfinales.

Voll motiviert  legten die deutschen Korbjäger einen glänzenden Start aufs Parkett. Ein gut aufgelegter Philipp Neumann (Foto) machte den  Slowenen von Anfang an klar, dass am heutigen Tag mit ihm zu rechnen ist. Über 13:7 (5. Min., 3er Leithner) zogen die Deutschen bis auf 17:10 (7. Min.. Neumann) davon. Sehr ärgerlich für die DBB-Auswahl war allerdings, dass es den Slowenen mit der Schlusssirene des 1. Viertels gelang, einen Dreier zum 24:21 im deutschen Korb unterzubringen und damit einen größeren Vorsprung der deutschen Mannschaft zunichte zu machen.

Dieser Korb bedeutete eine Trendwende im Spiel, denn Slowenien war in den nächsten Minuten die bessere Mannschaft und nutzte dies, um den Deutschen die Führung abzunehmen (26:31, 14. Min.). Wer nun aber erwartet hatte, dass sich die DBB-Korbjäger in ihr Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Um die Bedeutung der Partie bewusst legte das Blümel-Team den Kampf-Modus ein und eroberte den Vorsprung zurück (34:31, drei Freiwürfe Mönninghoff, 17. Min.). Zu diesem Zeitpunkt machte vor allem noch die magere Dreierquote (1/10) Sorge. Falko Theilig nahm sich das offenbar zu Herzen und versenkte einen Dreier zum 40:35 (20. Min.). So blieb es auch bis zum Seitenwechsel.

Auch im 3. Viertel blieb es bei der leichten Dominanz der ING-DiBa-Korbjäger. Neumann besorgte mit seinem bereits 16. Punkt das 46:37 (23. Min.) und veranlasste den slowenischen Coach zu einer Auszeit. Doch Neumann legte per Dunking zum 50:41 nach (24. Min.). Es sprach viel für einen deutschen Erfolg, als auch noch Ole Wendt mit seinem ersten Turnierdreier aus der Distanz traf und Deutschland klar nach vorne brachte (57:43, 26. Min.). Leithner, Mönninghoff und Neumann erhöhten gar auf 64:43 (27. Min.), ehe Slowenien wieder zu Punkten kam. Nach drei Vierteln schien der deutsche Sieg sicher, wenngleich die Slowenen in den letzten Minuten wieder besser ins Spiel gekommen waren (68:51).

Die ersten Minuten im Schlussabschnitt gab es auf beiden Seiten nichts Zählbares zu bestaunen. Dann kam Slowenien mit zwei Dreiern urplötzlich heran (68:57, 33. Min.), Blümel nahm eine Auszeit. Aber Slowenien holte weiter auf und witterte die Chance auf ein Comeback (68:59, 35. Min.). Coach Blümel bat seine Mannen erneut zu einer Auszeit, um den Slowenen keinen Rhythmus zu gestatten und sein Team auf die entscheidenden fünf Minuten einzustimmen. Aber Slowenien traf einen weiteren Dreier und zwei Freiwürfe, die Partie war wieder offen (68:64, 36. Min.). Bis auf drei Zähler kam Slowenien auf, ehe ein dringend benötigter Dreier von Leithner etwas Luft verschaffte (72:66, 38. Min.). Wieder trafen die Slowenen einen Dreier und waren zwei Minuten vor dem Ende auf einen Punkt heran (72:71, 39. Min.). Das große Zittern hatte längst begonnen, aber Deutschland behielt am Ende in einer wahren Freiwurf- und Auszeit-“Orgie” die Oberhand.

“Das Spiel lief lange Zeit optimal für uns. Die Schiedsrichter waren gut, wir haben gut nach innen gespielt, alles bestens. Das Spiel war eigentlich entschieden, aber gegen die Presse der Slowenen haben wir einfach alles falsch gemacht. Da haben auch drei Auszeiten in kurzer Folge nichts gefruchtet. Der Dreier von Leithner war dann ganz wichtig für. Jetzt geht es morgen mit Volldampf gegen Frankreich”, meinte Kay Blümel nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Falko Theilig (BBLZ Mittelhessen, 4), Ole Wendt (Paderborn Baskets, 9), Konstantin Klein (ALBA Berlin, 0), Mathis Mönninghof (TSV Bayer Leverkusen, 11), Anthony Canty (BSG Bremerhaven2), Sebastian Koch (Arden Christ School, 0), Harald Debelka (proveo Merlins Crailsheim, 0), Danilo Barthel (USC Heidelberg, 11), Daniel Leithner (TSV Breitengrüßbach, 10), Justin Raffington (SG Urspringschule, 4), Philipp Neumann (Franken Hexer, 24), Friedrich Lotze (ALBA Berlin, 1).

Komplette Statistik unter www.fibaeurope.com

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