U18-Jungen starten mühsam in die B-EM18. Juli 2013

Das Unternehmen “Aufstieg in die A-Gruppe” hat für die deutsche U18-Jungen-Nationalmannschaft erfolgreich begonnen. Bei der B-Europameisterschaft im mazedonischen Strumica gewannen die Schützlinge von Bundestrainer Kay Blümel zum Auftakt gegen Norwegen trotz größter Mühe mit 68:57 (12:14, 15:13, 19:17, 22:13). Joschka Ferner trug sich dabei für Deutschland am häufigsten in die Punkteliste ein (17 Punkte). Morgen geht es um 21 Uhr gegen Österreich weiter.

Den allerersten Schritt zur Reparatur des “Betriebsunfalls von 2012″, als die deutschen U18-Jungen in die B-Gruppe absteigen mussten, nahmen Ismet Akpinar, Lukas Meisner, Jan-Niklas Wimberg (Foto), Johannes Joos und Stefan Ilzhöfer in Angriff. Zwar fanden zwei Dreier von Wimberg ihr Ziel zum 6:3 (2. Min.), aber anfänglich war von der Favoritenrolle der DBB-Auswahl rein gar nichts zu spüren (6:8, 4. Min.). Nach sechs Minuten reichte es dem Bundestrainer, der seinen Schützlingen beim Stand von 7:12 in einer Auszeit ordentlich den Kopf wusch. Doch es wurde nicht besser. Deutschland fand überhaupt keine Einstellung zum Spiel, während Norwegen weitgehend unbeschwert agierte und die DBB-Auswahl vor große Probleme stellte (7:14, 8. Min.). Auch und gerade die krasse Unterlegenheit bei den Rebounds (6:15) zeugt von der mangelnden Einstellung der DBB-Jungen in dieser Phase. Joschka Ferner konnte bis zum Viertelende auf 12:14 verkürzen.

Wer gedacht hatte, dass die ING-DiBa-Korbjäger jetzt so langsam das Kommando übernehmen würden, sah sich gewaltig getäuscht. Norwegen erzielte die ersten sechs Punkte im zweiten Spielabschnitt, ehe Constantin Ebert einen Dreier zum 15:20 versenkte (14. Min.). Nach wie vor war es aber so, dass die Deutschen “die Seuche an den Fingern” (O-Ton Delegationsleiter Uwe Albersmeyer) hatten (17:25, 16. Min.). Blümel hatte es bereits jetzt mit all seinen zwölf Spielern versucht, jedoch noch nicht die passende Formation gefunden. Akpinar nahm die Fäden in die Hand und führte sein Team mit sechs unbeantworteten Punkten heran (23:25, 17. Min.), Christian Sengfelder besorgte kurz später den Ausgleich. Meisner komplettierte den deutschen 10:0-Lauf mit seinem Treffer zur ersten deutschen Führung: 27:25 (19. Min.). Trotz einer Wurfquote von unter 30 Prozent war Deutschland nach 20 Minuten noch im Spiel (27:27).

Nach dem Wechsel scheint Deutschland sich absetzen zu können

Es blieb auch nach der Pause zunächst ein zähes Ringen, das DBB-Team schaffte es einfach nicht, sich offensiv freizuspielen, sondern vergab nach wie vor sehr viele Wurfgelegenheiten. Meisner hielt Deutschland knapp vorne (31:29, 23. Min.), aber von Sicherheit oder Souveränität gab es weiterhin keine Spur. Mehrmals wechselte in der Folge die Führung, ehe ein unermüdlich wühlender Sengfelder zum 37:34 traf (25. Min.). Die verbesserte Einstellung der Deutschen dokumentiert die Reboundbilanz zu diesem Zeitpunkt, dort hatte man sich auf 28:31 herangekämpft. Wimbergs dritter Dreier gab dann die weitere Richtung der Partie vor, in der sich Deutschland jetzt langsam absetzen konnte (42:36, 26. Min.). Doch nur scheinbar, denn Norwegen blieb unbequem und steckte nicht auf (44:42, 29. Min.).

Im Schlussabschnitt entwickelte sich die Begegnung endgültig zur Zitterpartie für die deutsche Mannschaft, die zuvor so zuversichtlich von einem deutlichen Auftakterfolg ausgegangen war. Jetzt schaffte man es nur mit größter Mühe, sich aus dem “Sumpf” der eigenen Wurfleistung zu befreien und Norwegen in Schach zu halten. Es ging nur noch ums schlichte Gewinnen (48:44, Ferner, 33. Min.), alles andere war nun nebensächlich. Das 52:46 wieder durch Ferner tat sehr gut und beruhigte die Nerven in der 34. Minute etwas. Wieder einmal schien es so, als sollte der Gegner jetzt dominiert werden können. Und so war es dann auch, Ferner wurde zum Matchwinner und machte weitere sechs Punkte zur 58:46-Führung. Das 60:46 durch Sengfelder bedeutete die Entscheidung (37. Min.). Deutschland hatte noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen.

“Vielleicht war dieser Warnschuss zu diesem Zeitpunkt ganz gut. Norwegen hat sich überraschend gut präsentiert und ist sehr aggressiv aufgetreten, während bei uns die Spannung gefehlt hat. Wir haben dem Gegner den kleinen Finger gereicht und er hat dankend dem ganzen Arm genommen. Bestimmt 30 Punkte haben wir in unmittelbarer Korbnähe liegen gelassen, und 90 Prozent der loose balls sind bei Norwegen gelandet. Aber im Schlussviertel konnten wir endlich Fastbreak spielen, was letztlich den turnaround ausgemacht hat. Auf unsere größeren Kraftreserven gegen Ende der Partie müssen wir hier bei der B-EM setzen”, sagte kay Blümel im Anschluss an die Partie.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets Akademie, 3), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den Brose Baskets Bamberg), Lukas Meisner (SG Braunschweig, 6), Joschka Ferner (TSV 1861 Nördlingen, wechselt zu ratiopharm Ulm, 17), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, wechselt zu ALBA Berlin, 9),  Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser-Ems, 11), Björn Rohwer (BBC Rendsburg), Johannes Joos (BSG Ludwigsburg, 3), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den FRAPORT SKYLINERS, 3), Lars Schlüter (ratiopharm Akademie Ulm), Christian Sengfelder (TSV Bayer 04 Leverkusen, wechselt nach Ehingen, 12), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 4).

Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft im Überblick (deutscher Zeit):
Freitag, 19. Juli 2013, 21:00 Uhr: Deutschland – Österreich
Samstag, 20. Juli 2013, 18:45 Uhr: Deutschland – Estland
Sonntag, 21. Juli 2013, 14:15 Uhr: Deutschland – Georgien
Montag, 22. Juli 2013: 12:00 Uhr: Deutschland – Niederlande

Alle weiteren Infos zur B-EM (Ergebnisse, Tabellen, Statistiken etc.) finden Sie hier

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