U18-Jungen auf den Spuren der U2023. Juli 2011

Letztlich souveräner Erfolg gegen Finnland und damit ungefährdeter Einzug in die Zwischenrunde
Die männlichen deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften schwimmen in diesem Jahr auf einer Welle des Erfolges. Nach der U20, die bei der Europameisterschaft in Bilbao/Spanien am frühen Nachmittag mit einem Sieg gegen Montenegro in das Spiel um Platz 5 einzog, feierte auch die U18 bei der Europameisterschaft in Breslau/Polen einen weiteren Sieg. Das Team von Bundestrainer Kay Blümel bezwang zum Ausklang der Vorrunde Finnland letztlich souverän mit 88:56 (16:17, 25:7, 24:18, 23:14). Damit steht die Mannschaft ab kommenden Montag in der EM-Zwischenrunde und nimmt den Erfolg gegen die Türken mit. Das Viertelfinale scheint wie bei der U20 in Reichweite.

Die deutsche Mannschaft benötigte viel Zeit, um den passenden Rhythmu für das Spiel zu finden. Die Finnen hatten zuvor zwei Mal überdeutlich verloren und waren offenbar nicht ganz ernst genommen worden. So stand es nach zwei Minuten 2:5, zwei Minuten später 6:8. Auch nach neun Minuten lagen die Skandinavier überraschend weiter in Front (13:17). Die DBB-Auswahl gewährte dem Gegner zu viel Raum, agierte nicht druckvoll genug und baute die biederen Finnen so auf, die auch zur Viertelpause ihre Führung behaupteten (16:17).

Kay Blümel nahm ganz bewusst keine Auszeit, seine Mannschaft sollte sich selbst aus der misslichen Lage befreien. Johannes Richter beorgte die erste Führung für seine Farben, die Besnik Bekteshi mit einem Dreier auf 21:17 ausbaute. Ganz langsam kam der DBB-Zug auf Touren. Endlich agierte man konzentriert und sofort wurde die unterschiedliche Qualität der beiden Mannschaften deutlich (25:17, 13. Min.). Doch dieser 15:5-Zwischenspurt reichte dem deutschen Team anscheinend erst einmal, denn es schlichen sich wieder einige Fehler ein, die von den Finnen prompt genutzt werden konnten (25:23, 15. Min.). Elf deutsche Ballverluste zu diesem Zeitpunkt waren schlicht katastrophal. Deutschland war aber in der Lage, die Zügel schnell wieder anzuziehen und traf durch Bogdan Radosavljevic zum 32:23 (16. Min.). Der zweite Dreier von Sid-Marlon Theis gestaltete den deutschen Vorsprung erstmals zweistellig. Die Partie nahm jetzt den erwarteten Verlauf und war nach den ersten beiden Vierteln bereits vorentschieden (41:24).

Als Bogdan Radosavljevic in der 24. Minute per Dunking vollstreckte, war der Vorsprung auf 20 Punkte angewachsen (50:30). Besonders unter den Körben dominierten die ING-DiBa-Korbjäger eindeutig. Finnland hatte nun gar nichts mehr zuzusetzen und fiel Punkt um Punkt deutlicher zurück (60:32, Mauricio Marin, Foto, 28. Min.). Doch urplötzlich gelang ihnen eine 8:0-Serie, was einen verärgerten Kay Blümel dann doch zu einer Auszeit veranlasste (60:40, 29. Min.). Finnlands mit Abstand bester Spieler, Forward Joonas Carven, hatte jetzt viele gute Szenen und freie Würfe (65:45, 32. Min.). Noch einmal riss sich das DBB-Team zusammen und brachte das Spiel “anständig” über die Bühne.

“Das Spiel lief heute mehr oder weniger wie erwartet. Wir sind von einem starken Start der Finnen ausgegangen und der Mannschaft vorher gesagt, dass sie sich dadurch nicht verrückt machen soll. Wir sind über 40 Minuten einfach zu kompakt und zu stark für die Finnen. Ärgerlich ist die Zahl der Ballverluste, die durch Nachlässigkeiten zustande gekommen ist. Da haben wir die Bälle einfach weggeworfen. Durch den Sieg der Türken gegen die Serben müssn wir in der Zwischenrunde wohl zwei Mal gewinnen, um das Viertelfinale zu erreichen. Das halte ich durchaus für möglich, da auch die Polen nicht ganz so stark scheinen, wie nach WM-Silber im vergangenen Jahr erwartet. Insgesamt bin ich sehr zufrieden und durchaus optimistisch, dass die Reise für uns noch weiter gehen kann”, meinte Kay Blümel nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 1), Mauricio Marin (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin, 5), Dennis Schröder (SG Braunschweig, 10), Besnik Bekteshi (BG Ludwigsburg, 18), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule, 6), Fabian Bleck (NOMA Iserlohn/Phönix Hagen, 3), Robin Jorch (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin, 2), Paul Zipser (USC Heidelberg, 9), Stephan Haukohl (TuS Jena, 10), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 8), Tim Unterluggauer (TuS Jena) , Bogdan Radosavljevic (Bayern München, 16).
 

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