U18-Jungen sind “sehr guten Mutes”17. Juli 2013

“Wir sind eigentlich sehr guten Mutes”, beginnt Kay Blümel, Bundestrainer der U18-Jungen-Nationalmannschaft, seine Ausführungen einen Tag vor Beginn der B-Europameisterschaft im mazedonischen Strumica (18.-28. Juli 2013). Die kleine Einschränkung des “eigentlich” erklärt der Coach damit, dass “uns in diesem Jahr bei der Vorbereitung einige Spiele fehlen”. Durch ein kurzfristig abgesagtes Turnier kommen die U18-Youngster inklusive der Spiele zu Ostern nur auf neun Testspiele. “Das ist für uns sehr wenig. Aber trotzdem sind wir gefühlt sehr weit und ganz besonders unsere Defense steht”, so Blümel weiter.

Man könne auf hohem Niveau variabel und druckvoll verteidigen, allerdings gebe es noch einige Probleme in der Offense. “Da machen uns vor allem die konstant hohen Ballverluste sowie das niedrige Scoring Sorgen. Wir haben in der Vorbereitung einen Schnitt von nur knapp über 60 Punkten erzielt und zu schlecht auf den Ball aufgepasst. Das müssen wir auf jeden Fall besser machen. Ich habe die Hoffnung, dass unsere Angriffsmaschinerie hier gegen die sicher etwas leichteren Gegner so richtig in Gang kommt und dass wir uns offensiv freispielen können”, fährt der Bundestrainer fort.

Die letzten Trainingseinheiten in Steinbach und Heidelberg seien sehr gut und mit hoher Intensität verlaufen. Auch die Anreise nach Mazedonien verlief weitgehend reibungslos. “Wir haben versucht, schon einmal etwas den Spiel-Rhythmus bei der EM zu simulieren und zum Beispiel mittags um zwölf trainiert, denn unser erstes Spiel gegen Norwegen und unser letztes Vorrundenspiel gegen die Niederlande sind ja zu dieser ungewöhnlichen Zeit”, erklärt Blümel.

Ziel ist der Turniersieg

“Wenn ich den Verlauf der Vorbereitung auswerte und unsere Mannschaft betrachte, sage ich ganz klar, dass unser Ziel hier der Turniersieg ist. Wir möchten im kommenden Jahr wieder in der europäischen A-Gruppe dabei sein”, markiert der Bundestrainer das Ziel (die ersten drei Teams bei der B-EM steigen auf – Anm. d. Red.). Seinem sehr ausgeglichenen und tiefen Team traut er das durchaus zu. “Ich denke, dass es möglich sein wird, in der Vorrunde jeweils mit allen zwölf Spielern zu spielen uns so wichtige Kräfte zu schonen. Dann habe ich die Hoffnung, dass wir hinten raus stark sein werden und dann von unserer Tiefe, aber auch noch von unserem Konditionslehrgang profitieren”, plant Blümel.

Zum Auftakt der Vorrunde ist “ein deutlicher Sieg gegen Norwegen Pflicht”, wie es der Bundestrainer unmissverständlich formuliert und fordert. Österreich verfüge anschließend über einen sehr guten Spieler mit Erfahrung in der österreichischen ersten Liga. Den gelte es auszuschalten, dann stehe einem weiteren Sieg nicht im Wege. “Estland habe ich auf einem Video vom Testspiel gegen Litauen gesehen. Dort haben sie sehr hoch verloren und ganz schwach verteidigt. Wenn die Esten hier auch so auftreten, werden sie kaum etwas reißen können. Bei Georgien  muss man immer abwarten, was für ein Team kommt. Meist sind sie physisch stark. Aber da haben wir ja Zeit sie vorher zu beobachten”, analysiert der Headcoach. Die Niederlande schließlich sei “für uns sehr unangenehm zu spielen”, da sie einen “run ´n gun”-Stil mit vielen schnellen Abschlüssen pflegen, auf den man sich gut einstellen müsse.

In seiner Mannschaft hat Kay Blümel einen Spieler mit möglichem “X-Faktor” ausgemacht: “Christian Sengfelder arbeitet und arbeitet und arbeitet. Solche Typen werden wir hier brauchen. Er hat ein Gespür dafür, wo die Bälle zu rebounden sind und ist körperlich so stark, dass er sich auch gegen größere Gegenspieler behaupten kann.” Aber auch sonst ist er mit der Mischung seines Teams zufrieden und glaubt, für jede Aufgabe die richtige Konstellation finden zu können.

EM-Kader Deutschland
Ismet Akpinar (Foto, BC Hamburg / Piraten Hamburg, wechselt zu ALBA Berlin),  Constantin Ebert (Würzburg Baskets Akademie), Joschka Ferner (TSV 1861 Nördlingen, wechselt zu ratiopharm Ulm), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den FRAPORT SKYLINERS), Johannes Joos (BSG Ludwigsburg), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin), Lukas Meisner (SG Braunschweig), Björn Rohwer (BBC Rendsburg), Lars Schlüter (ratiopharm Akademie Ulm), Christian Sengfelder (TSV Bayer 04 Leverkusen, wechselt nach Ehingen), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser-Ems), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den Brose Baskets Bamberg).

Das DBB-Team wird von Bundestrainer Kay Blümel, Co-Trainer Stephen Arigbabu, Videocoach Andreas Warmke, Delegationsleiter Uwe Albersmeyer, Physiotherapeut Markus Pschick und Teambetreuer Manuel Wehenkel betreut.

Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft im Überblick (deutscher Zeit):
Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:00 Uhr: Deutschland – Norwegen
Freitag, 19. Juli 2013, 21:00 Uhr: Deutschland – Österreich
Samstag, 20. Juli 2013, 18:45 Uhr: Deutschland – Estland
Sonntag, 21. Juli 2013, 14:15 Uhr: Deutschland – Georgien
Montag, 22. Juli 2013: 12:00 Uhr: Deutschland – Niederlande

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