U18-Jungen: Schock letztlich gut verdaut!21. Juli 2013

Schock letztlich gut verdaut! Unter dieses Motto könnte man das heutige Spiel zwischen Deutschland und Georgien bei der U18-B-Europameisterschaft der Jungen stellen. Im mazedonischen Strumica gewann das Team von Bundestrainer Kay Blümel einen Tag nach der schmerzvollen Niederlage gegen Estland mit 86:62 (17:17, 20:10, 25:15, 24:20) und wahrte damit die Chancen auf das Erreichen der Top 8. Jan-Niklas Wimberg erzielte die meisten Punkte für die deutsche Mannschaft (18). Viel wird nun vom Resultat des Spieles zwischen Estland und der Niederlande abhängen. Sollte Estland gewinnen, könnte Deutschland ein Weiterkommen mit einem Sieg morgen gegen die Niederlande schaffen. Anderenfalls würde ein Sieg in einer bestimmten Höhe fällig.

Beide Teams boten anfangs wenig Verheißungsvolles. Die Niederlage gegen Estland wirkte bei Deutschland offenbar noch nach, denn der Start ging wieder völlig in die Hose (3:9, 5. Min.). Das Team strahlte komplette Verunsicherung aus und Georgien wurde förmlich zum Punkten eingeladen (6:14, 7. Min.). Erst im weiteren Verlauf des ersten Viertels “schüttelte sich” die DBB-Auswahl dann aber im übertragenen Sinn und kam besser ins Spiel. Ferner (Foto) war mit acht unbeantworteten Punkten der bestimmende Akteur in einer guten deutschen Phase, die zum 14:14 (9. Min.) führte. Der Forward legte noch einen Dreier drauf und hatte sein Team im Alleingang aus dem Anfangs-“Sumpf” geführt (17:17, 10. Min.).

Es blieb ein mühsames Unterfangen, denn Georgien fand immer wieder die freien Schützen an der Dreipunktelinie, während sich die DBB-Korbjäger das Leben zum wiederholten Male mit zu vielen Ballverlusten (elf nach 15 Minuten!!!) schwer machten (22:22, 14. Min.). Es fehlte der Kick im deutschen Team, auch wenn Akpinar jetzt sein Kämpferherz auspackte und zum 25:24 traf (16. Min.). Ein Dreier von Ilzhöfer führte zum 28:26, ganz langsam schien sich die “Lähmung” der deutschen Mannschaft aufzulösen. Wimberg netzte von “downtown” zum 31:26 ein (17. Min.). Plötzlich war zumindest ein kleiner Knoten geplatzt und das DBB-Team setzte sich bis zum Seitenwechsel auf 37:27 ab.

Spiel im dritten Viertel schnell entschieden

Der Beginn des dritten Viertels verzögerte sich, da zunächst noch ein größerer Schaden am Parkett behoben werden musste. Davon unbeeindruckt setzten die ING-DiBa-Korbjäger ihren Aufwärtstrend fort, spielten förmlich befreit auf (42:27, Dreier Wimberg, 21. Min.; 47:27, Dreier Wimberg, 22. Min.). Ein deutscher 16:0-Lauf hatte das Spiel entschieden. Deutschland nutzte die große körperliche Überlegenheit und bekam die Ballverluste besser in den Griff. Es war einfach viel mehr Sicherheit im Spiel, und damit war Georgien jetzt überfordert. Wimberg traf in diesen Minuten seine Dreier, wie er wollte (55:32, 25. Min.) und konnte wie das gesamte Team fleißig Selbstbewusstsein für die Partie gegen die Niederlande sammeln. Immer wieder schlichen zwar auch jetzt noch Unkonzentriertheiten ein, aber die Dominanz der DBB-Auswahl war auch nach 30 Minuten eindeutig (62:42).

Blümel agierte anders  als in den ersten drei Spielen nur mit einer Zehner-Rotation und hatte Ebert und Rohwer noch nicht eingesetzt. Im Schlussabschnitt versenkte Georgien zwei schnelle Dreier, weil Deutschland im Gefühl des sicheren Sieges allzu leichtfertig agierte. Zu einer Bedrohung wurde dies aber nicht mehr, Deutschland fand in die Spur zurück (78:55, 37. Min., Akpinar) und baute den Vorsprung noch aus (86:57, 39. Min., Ferner). “Das war das erwartet schwere Spiel heute, zumindest in der ersten Hälfte. Es war wichtig die Ruhe zu bewahren, sich nicht verrückt machen zu lassen und schlicht und einfach zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann phasenweise so gespielt, wie wir können. Das hat uns Selbstbewusstsein für Morgen gegeben. Wir haben es in jedem Fall in unserer Hand, zunächst einmal die Zwischenrunde zu erreichen”, bilanzierte Kay Blümel.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets Akademie), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den Brose Baskets Bamberg, 5), Lukas Meisner (SG Braunschweig), Joschka Ferner (TSV 1861 Nördlingen, wechselt zu ratiopharm Ulm, 14), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, wechselt zu ALBA Berlin, 14),  Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser-Ems, 18), Björn Rohwer (BBC Rendsburg), Johannes Joos (BSG Ludwigsburg, 7), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den FRAPORT SKYLINERS, 12), Lars Schlüter (ratiopharm Akademie Ulm), Christian Sengfelder (TSV Bayer 04 Leverkusen, wechselt nach Ehingen, 6), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 10).

Letztes Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft (deutsche Zeit):
Montag, 22. Juli 2013: 12:00 Uhr: Deutschland – Niederlande

Alle weiteren Infos zur B-EM (Ergebnisse, Tabellen, Statistiken etc.) finden Sie hier

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