U18-Jungen wieder ohne glückliches Ende24. Juli 2013

Nach der großen Enttäuschung, die Runde der besten acht Teams bei der B-Europameisterschaft in Srumica/Mazedonien und damit alle Aufstiegschancen hauchdünn verpasst zu haben, hat die deutsche U18-Jungen-Nationalmannschaft heute zwar Charakter bewiesen, aber erneut nicht das bessere Ende für sich behalten. Statt die Köpfe hängen zu lassen und die noch kommenden Platzierungsspiele als lästige Pflicht zu betrachten, agierten die ING-DiBa-Korbjäger von Bundestrainer Kay Blümel hochmotiviert. Denoch kam nach einer umkämpften Partie eine 82:85 (21:20, 23:22, 18:14, 15:21, 5:8)-Niederlage nach Verlängerung gegen Finnland zustande. Christian Sengfelder erzielte die meisten Punkte für seine Mannschaft (17). Morgen geht es mit der Partie gegen Ungarn weiter.

Finnland war selber nur knapp an den Top 8 gescheitert und erwies sich als äußerst unangenehmer Gegner. Wurfstark von außen, beweglich in ihren Bewegungen zum Korb, eine schwierige Mischung für die DBB-Youngster, die insgesamt zu wenig Spannung und körperliche Härte aufbrachten. Die schickten die Finnen anfangs allzu häufig an die Freiwurflinie und hatten – quasi als unendliche Geschichte – mal wieder mit den Ballverlusten zu kämpfen (fünf nach fünf Minuten). Nach 7:11-Rückstand machte Jan-Niklas Wimberg per Dreier das 13:13, fortan verlief das Spiel völlig ausgeglichen. Mit der Schlusssirene des ersten Viertels traf Lars Schlüter zum 21:20.

Gleiches Bild im zweiten Spielabschnitt: keine Mannschaft konnte sich mit mehr als vier Punkten absetzen, Deutschland wirkte jetzt aber etwas befreiter. Im “Brutkasten”, dessen einzige Klimaanlage eine geöffnete Hallentür war, punktete Constantin Ebert nach 15 Minuten zur 31:27-Führung, zum Seitenwechsel hieß es 44:42 für Deutschland. Ismet Akpinar übernahm dann für einige Minuten die Kontrolle des Spiels und führte seine Mannschaft beinahe im Alleingang zum 59:46 (27. Min.), unterstützt von einem wieder gut aufgelegten Christian Sengfelder. Doch Finnland kam auf 59:55 heran (29. Min.), ehe Schlüter einen Dreier zum 62:56 nach 30 Minuten versenkte.

Deutschland zeigt Nerven

“Überzeugend geht anders” musste man denken, denn die Finnen setzten Deutschland wieder gewaltig unter Druck (64:60, 32. Min.), der gute Rhythmus war dahin. Schlüter in seinem bisher besten Spiel bei der B-EM sorgte per Dreier für etwas Durchatmen. Eine klar bessere Wurfquote, deutliche Vorteile bei den Rebounds, das alles nützte nicht viel, denn Deutschland hatte auf der anderen Seite mehr Ballverluste und Fouls auf seinem Konto und baute den Gegner dadurch immer wieder auf (67:63, 34. Min.).

Als Stefan Ilzhöfer (Foto) das 73:66 besorgte, waren noch vier Minuten zu spielen. Die DBB-Auswahl hatte aber bereits wieder die Teamfoulgrenze überschritten. Dementsprechend per Freiwürfen kam Finnland auf 75:72 heran (38. Min.). Bei 1´09 auf der Uhr glich Finnland per Dreier aus (77:77), die Nerven der deutschen Spieler schienen nicht zu halten, die Begegnung ging in die Verlängerung. Der Wille der DBB-Auswahl schien gebrochen, denn Finnland nutzte das Momentum, um schnell etwas davonzuziehen (77:84, 42. Min.). Beim Stand von 82:85 vor dem Ende hatte Deutschland 25 Sekunden vor Schluss Ballbesitz. Doch Deutschland gelang an diesem Abend nichts mehr und musste eine weitere ganz bittere Niederlage einstecken.

“Es hat uns in den entscheidenden Phasen die Härte und die Körperspannung vor allem innerhalb der Zone gefehlt. Da haben wir reihenweise die einfachsten Dinger vergeben, weil wir eben nicht stabil mit zwei Beinen agiert haben, wie wir es seit zwei Monaten predigen. Wir hatten das Spiel eigentlich sicher im Griff, aber dann haben uns die Dreier der Finnen gekillt, weil unsere Hilfen zu spät waren. Unser ursprünglicher Plan, dem gegnerischen Pointguard eine Seite wegzunehmen, hat leider überhaupt nicht funktioniert”, klagte ein frustrierter Kay Blümel nach Spielende.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets Akademie, 4), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den Brose Baskets Bamberg, 2), Lukas Meisner (SG Braunschweig, 2), Joschka Ferner (TSV 1861 Nördlingen, wechselt zu ratiopharm Ulm, 6), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, wechselt zu ALBA Berlin, 12),  Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser-Ems, 5), Björn Rohwer (BBC Rendsburg), Johannes Joos (BSG Ludwigsburg, 10), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, wechselt zu den FRAPORT SKYLINERS, 10), Lars Schlüter (ratiopharm Akademie Ulm, 8), Christian Sengfelder (TSV Bayer 04 Leverkusen, wechselt nach Ehingen, 17), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 6).

Alle weiteren Infos zur B-EM (Ergebnisse, Tabellen, Statistiken etc.) finden Sie hier.

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