U18-Jungen: Niederlage nach Verlängerung20. Juni 2011

Möglichen Sieg selber aus der Hand gegeben
Deutschland – Frankreich 76:82 n.V. (19:27; 42:34; 52:51; 70:70)

Es hat nicht ganz gereicht für die U18-Natiionalmannschaft der Jungen. Nach Verlängerung musste sich die Truppe von Bundestrainer Kay Blümel Gastgeber Frankreich beim zweiten Spiel in Vittel geschlagen geben und hatte es eigentlich selber in der Hand, das Spiel in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Nach einem schwachen Start 3:8 (3.) rannte die deutsche Mannschaft ständig einem Rückstand hinterher. Die aggressiv verteidigenden Franzosen sorgten für Unordnung im deutschen Angriff und konnten sich sogar 27:19 zur Viertelpause absetzen.

In seiner Pausenansprache schien Kay Blümel die richtigen Worte gefunden zu haben. Im zweiten Abschnitt konnte die DBB-Junioren den Spieß deutlich umdrehen. Mit einer knallharten Verteidigung ließ man den „Bleus“ kaum einen Stich. Nur sieben Punkte markierten diese in Abschnitt zwei und konnten auch beim Offensivrebound nicht so einfach wie gestern zugreifen. Ein 42:34 zur Halbzeit war das Ergebnis eines überzeugenden Spielabschnitts der ING-DiBa-Korbjäger.

Dort machte die deutsche Mannschaft zunächst auch nach dem Seitenwechsel weiter. Ein Dreier von Paul Zipser bedeutete das 45:35 (26.), die größte deutsche Führung. Leider brachte sich die deutsche Mannschaft nun selber um den Lohn ihrer guten Verteidigung. Unnötige Ballverluste nach guter Defense ließ die Gastgeber bis zur Viertelpause aufschließen. Somit war der Boden für ein spannendes Schlussviertel bereitet. Keine Mannschaft konnte sich nun mehr größer absetzen. Der wieder überzeugende und von der französischen Verteidigung kaum zu stoppende Dennis Schröder besorgte zwei Minuten vor Schluss das 68:65, ehe Bogdan Radosavljevic (Foto) mit dem fünften Foul das Feld verlassen musste, was die DBB-Junioren erheblich schwächte. Frankreich konnte per Dreier durch Hugo Invernizzi ausgleichen und hatte in der nachfolgenden Verlängerung den etwas längeren Atem.

Dennoch war Bundestrainer Kay Blümel nach dem Spiel nicht gänzlich unzufrieden: „Wir haben im Defensivrebound heute besser gearbeitet als gestern. Einzig die hohe Zahl an Ballverlusten ärgert mich. Dies hat uns am Ende den Sieg gekostet. Dennoch brauchen wir uns vor dieser starken französischen Mannschaft nicht zu verstecken.“ Am Samstag (20 Uhr) besteht im Rahmen des internationalen Sechs-Nationen-Turniers im französischen Douai die Chance zur Revanche. In diesem Turnier trifft die deutsche U18 außerdem auf Griechenland (Mi 20 Uhr), Kroatien (Do 18 Uhr), Bulgarien (Fr 20 Uhr) und Türkei (So 12 Uhr)

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (Oldenburger TB) 4 P., Josip Peric (ALBA Berlin) 2 P., Dennis Schröder (SG Braunschweig) 19 P., Mauricio Marin (IBBA Berlin/Eintracht Stansdorf) 3 P., Jakob Krumbeck (TuS Jena) 2 P., Fabian Bleck (TuS Iserlohn) 6 P., Paul Albrecht (TuS Jena) 12 P., Paul Zipser (USC Heidelberg) 12 P., Stephan Haukohl (TuS Jena) 5 P., Johannes Richter (TSV Breitengüßbach) 2 P., Tim Unterluggauer (TuS Jena), Bogdan Radosavljevic (FC Bayern München) 9 P., Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule).

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