U18-Jungen kommen mit Italiens Zone nicht zurecht25. Juli 2007

Außerdem treffen die Gastgeber sehr gut von der Dreierlinie

Italien – Deutschland 82:66 (25:19; 44:43; 60:58)

Das Ergebnis des ersten Spiels der deutschen U18-Nationalmannschaft beim internationalen Turnier in Borgo Pace gegen Gastgeber Italien endete deutlicher, als der eigentliche Spielverlauf war. Mit 66:82 verlor das DBB-Team und war den Italienern ein absolut ebenbürtiger Gegner. Die Hauptunterschiede, die dann zum italienischen Sieg führten, waren zum einen die sehr gute Quote der Azzuri von der Drei-Punkte-Linie (11/25), zum anderen die Zonenverteidigung die Italien ab der 32. Minute (62:60) praktizierte. Bisher hatte noch keine andere Mannschaft in den Vorbereitungsspielen der deutschen Mannschaft mit einer Zone agiert, so dass es, verständlicherweise, noch große Abstimmungsprobleme gab. Da das Team um die herausragenden Tibor Pleiß (Foto) und Christian Standhardinger zudem bei Würfen von außerhalb der Zone nahezu ohne Erfolg blieb, war ein Sieg am Ende auch nicht in Reichweite.

Die Italiener hatten den besseren Start und legten gleich wie die Feuerwehr los. Bis zum 17:8 (5.) hatten sie keinen einzigen Fehlwurf zu verzeichnen und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Das ING-DiBa-Team ließ sich aber davon nicht verrückt machen. Man spielte seinen Part in der Verteidigung weiter und spielte auch im Angriff deutlich besser als zuletzt beim Turnier in Spanien.

Nach 15 Minuten war man dran (35:38), weil vor allem Christian Standhardinger bei seinen Drives von der italienischen Verteidigung nur noch durch Foul zu stoppen war und seine Freiwürfe sicher verwandelte. Da auch Innenspieler und Top-Talent Andrea Renzi bei Tibor Pleiß in guten Händen war und der Kölner zudem zahlreiche Würfe der Azzuri wegblockte, gelang es sogar, nach 25 Minuten beim 51:49 durch einen Pleiß-Dunking erstmals in Führung zu gehen und diese auch bis zum 55:51 (27.) zu behaupten. Das Spiel war nun auf hohem Niveau und ein offener Schlagabtausch, bis Italien auf seine Zone umstellte und damit nachhaltig das Momentum der DBB-Equipe zerstörte.

Dennoch war Bundestrainer Kay Blümel mit seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Das war heute ein deutlicher Schritt nach vorne. Unsere Jungs haben sich von der Dominanz der Italiener zu Beginn nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern ihren Stiefel gespielt und auf ihre Chance gewartet. Wir hatten deutlich weniger erzwungene Einzelaktionen, sondern haben die meiste Zeit sehr gut als Team gespielt. Leider hat heute unsere Wurfleistung von Außen nicht gepasst, sonst wäre mehr drin gewesen.

Deutschland:
Christian Standhardinger (TSG Ehingen/SG Urspringschule) 20 Pkte., Kai Barth (TV Langen) 5, Thomas Gajda (Paderborn Baskets), Philipp Schwethelm (Köln 99ers) 5, Elias Harris (SG TVD/BI Speyer) 7, Philipp Noch (SG Braunschweig), Fabian Thülig (Telekom Baskets Bonn) 3, Cornelius Adler (SG Braunschweig) 2, Robin Benzing (TV Langen) 2, Maurice Stuckey (BG Leistershofen-Stadtbergen) 4, Tibor Pleiß (Köln 99ers) 16, Stefan Schmidt (Franken Hexer) 2.

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