U18-Jungen holen den Turniersieg23. Juni 2014

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat das internationale Turnier im polnischen Wroclaw ungeschlagen gewonnen. Gegen Gastgeber Polen siegte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic mit 71:64 (16:23, 16:14, 19:10, 20:17) und bestritt somit alle drei Turnierspiele siegreich. Einmal mehr war Niklas Kiel der beste deutsche Werfer (16 Punkte).

Im ersten Viertel war es fast ausschließlich Niklas Kiel, der den gegnerischen Korb attackierte und zu Punken kam. Auf der anderen Seite gestattete man den Polen viel zu viel. Von der guten Defense aus dem Spiel gegen die Russen war kaum noch etwas zu sehen. Die DBB-Auswahl wirkte müde und ausgelaugt und kam nicht recht in Tritt (16:23).

Ein in den folgenden Minuten überragender Constantin Ebert (Foto) leitete den zweiten Spielabschnitt per 3-Punkt-Spiel ein, traf auch zum 21:25 und zum 23:25 (13. Min.) sowie per Dreier zur deutschen 26:25-Führung nach 14 Minuten. Langsam schienen die DBB-Youngster ins Spiel zu finden. Über sechs Minuten blieben die Polen ohne Korberfolg, Tim van der Velde und Kiel erhöhten auf 30:25 (17. Min.). Polens Durststrecke endete sehr abrupt, denn gegen stark nachlassende Deutsche drehte sich die Partie bis zum Seitenwechsel wieder völlig 32:37.

Deutschland hatte vor der Pause “nicht sein wahres Gesicht gezeigt”, wie es Delegationsleiter Christian Dick ausdrückte. Zu Beginn des dritten Viertels deutete sich auf deutscher Seite eine kleine Parallele zu Spielabschnitt eins an, denn Kiel machte die ersten vier Punkte, unterstützt von Moritz Wagner, der auch für die erneute Führung verantwortlich zeichnete (41:40, 24. Min.). Tim Hasbargen war zum 43:40 zur Stelle und wieder hatte es einen der für Basketball so typischen Läufe gegeben, dieses Mal zugunsten der DBB-Korbjäger. In der Folge behauptete die DBB-Auswahl eine knappe Führung bis zum Viertelende (51:47).

Auch Mahir Agva, gestern noch Topscorer, erzielte jetzt seine ersten Punkte. Deutschland führte weiter und schien wieder durch Agva jetzt auch vom Gegner wegzukommen (61:52, 34. Min.). Beim 66:52 durch van der Velde weniger als fünf Minuten vor dem Ende sprach alles für einen deutschen Erfolg. So war es dann auch, auch wenn man sich das Leben in den Schlussminuten noch einmal unnötig schwer machte und die Polen fast noch aufschließen ließ.

“Wir sind zu lax ins Spiel gegangen, haben den Schalter dann aber gut umlegen können. Drei Viertel lang haben wir gute Defense gespielt, teilweise sogar sehr guten Basketball. Am Ende haben wir etwas zu früh gedacht, dass es schon vorbei ist. Es ist in Ordnung, wo wir jetzt stehen, aber bei der EM kommt es darauf an, dann müssen wir 100 Prozent bereit sein. In unseren Köpfen ist nur die EM”, so Alan Ibrahimagic anschließend.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (TG 48 Würzburg/s.Oliver Baskets Akademie, 13), Sebastian Schmitt (FC Bayern München, 6), Joschka Ferner (ratiopharm akademie Ulm/Weißenhorn Youngstars, 2), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB, 6), Tim van der Velde (RheinStars Köln, 7), Jakob Merz (Schoder Junior-Giraffen Langen/FRAPORT SKYLINERS), Luis Figge (finke baskets Paderborn), Tim Hasbargen (FC Bayern München, 9),  Mahir Agva (Erdgas Ehingen/CYBEX Urspring, 8), Niklas Kiel (BBG Herford/finke baskets Paderborn, 16),  Moritz Wagner (ALBA Berlin, 4), Jonas Richter (BV Oettinger Chemnitz 99).

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