U18-Jungen eine Halbzeit lang auf Augenhöhe mit dem Titel-Favoriten24. Juli 2009

51:73-Niederlage gegen Kroatien bei der Europameisterschaft in Metz/Frankreich
Letztlich ohne echte Siegchance blieben die deutschen U18-Jungen im zweiten Vorrundenspiel der Europameisterschaft in Metz/Frankreich. Gegen den Titel-Favoriten aus Kroatien mussten die Spieler von Bundestrainer Kay Blümel in eine 51:73 (17:11, 7:17, 20:27, 7:18)-Niederlage einwilligen. Dabei agierten die ING-DiBa-Korbjäger allerdings eine Halbzeit lang absolut auf Augenhöhe.

Das Team vom Balkan konnte sich kurz vor der EM noch mit drei Spielern der U19-WM-Mannschaft (Bronzemedaille) verstärken und wird in Frankreich nur schwer zu bezwingen sein. Im ersten Turnierspiel hatten die Kroaten einen 10-Punkte-Rückstand gegen Spanien – morgiger Gegner der Deutschen – noch in einen 82:78-Erfolg umgewandelt. Mit Falko Theilig, Mathis Mönninghoff, Daniel Leithner, Danilo Barthel (Foto) und Philipp Neumann vertraute Blümel der Startformation, die den Grundstein zum wichtigen Auftaktsieg gelegt hatte (100:77 gegen die Ukraine). Deutschland hielt die Partie zu Beginn offen und führte nach einem Barthel-Dreier sogar (7:5, 3. Min.). Drunter und drüber ging es dann im Online-Scouting, und auch auf dem Spielfeld war auf beiden Seiten minutenlang nichts Zählbares zu verzeichnen. Das DBB-Team spielte in der Folge stark auf, führte nach Punkten von Neumann und einem weiteren Dreier von Barthel mit 15:7 nach acht Minuten. Kroatiens Coach „bat“ wutentbrannt zur Auszeit. Doch ein weiterhin großartig ausfspielender Barthel sorgte für das 17:11 nach dem 11. Viertel.

Kroatien kam im 2. Viertel heran und ging nach 14 Minuten in Führung (17:20), weil auf deutscher Seite nun mehrere Korbaktionen in Folge daneben gingen. Kroatiens Ausnahme-Playmaker Toni Prostran schien langsam seinen Rhythmus gefunden zu haben, das Spiel einen „normalen“ Lauf zu nehmen. Doch die deutschen Spieler dachten nicht daran, den Kroaten das Feld zu überlassen. Sie blieben immer in Reichweite und kamen zum Ausgleich  (24:24, Mönninghoff, 18. Min.). So viel auch insgesamt schief ging, was stimmte, war der absolute Kampfgeist in der DBB-Auswahl. Jeder kämpfte für jeden, und das gesamte Team stemmte sich den Kroaten mit aller Kraft entgegen. Zum Seitenwechsel lagen dennoch die Südosteuropäer wieder vorne (24:28). Beide Teams hatten nur sehr mäßig getroffen (Kroatien 2/16 3er!), der Gegner hatte aber die Zahl der Ballverluste deutlich niedriger halten können (Deutschland 11, Kroatien 5).

Direkt nach der Pause trafen die Kroaten dann einige Dreier und vergrößerten trotz „Gegenwehr“ durch Neumann ihren Vorsprung leicht (28:35, 12. Min.). Neumann musste sein 3. Foul hinnehmen, während sich auf kroatischer Seite der 2,12 m große Center Domagoj Bubalo immer wieder durch- und den Deutschen damit schwer zusetzte. Beim 30:39 nach 25 Minuten rief Blümel seine Mannen zu einer Auszeit, wollte das Spiel natürlich nicht verloren geben. Prostran traf zwei Dreier, die dem DBB-Team richtig weh taten, und Forward Dino Jakolis legte einen weiteren Distanztreffer nach. Der Vorsprung der Kroaten wuchs nun stetig (34:48, 28. Min.). Auf deutscher Seite punktete seit dem Seitenwechsel nahezu ausschließlich Neumann, der zu diesem Zeitpunkt bereits bei 21 Punkten angekommen war. Doch Neumann alleine genügte nicht gegen Kroatien, das das Spiel nun weitgehend kontrollierte. Nach drei Vierteln schien für die weiter hochmotivierte deutsche Mannschaft aber dennoch noch nicht alles verloren (44:55).

Es hätte eines echten Aufbäumens der Blümel-Truppe zu Beginn des Schlussabschnitts bedurft, um an diesem Tag eine Siegchance gegen die Kroaten zu bekommen. Doch die ließen das nach Anthony Cantys Dreier zum 47:55 (32. Min.) nicht zu und blieben Herr der Lage. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht ist aber zu verzeichnen, dass der Einsatz nicht nachließ, auch wenn der Gegner sich wieder weiter entfernte (49:65, 34. Min.). Die Begegnung war entschieden (51:70, 37. Min.), aber die deutschen Korbjäger strebten weiter verbissen nach einem ordentlichen Ergebnis.

Für Deutschland spielten:
Falko Theilig (BBLZ Mittelhessen, 2), Ole Wendt (Paderborn Baskets, 1), Konstantin Klein (ALBA Berlin, 0), Mathis Mönninghof (TSV Bayer Leverkusen, 5), Anthony Canty (BSG Bremerhaven, 7), Sebastian Koch (Arden Christ School, 0), Harald Debelka (proveo Merlins Crailsheim, 0), Danilo Barthel (USC Heidelberg, 10), Daniel Leithner (TSV Breitengrüßbach, 0), Justin Raffington (SG Urspringschule, 0), Philipp Neumann (Franken Hexer, 25), Friedrich Lotze (ALBA Berlin, 1).

Komplette Statistik unter www.fibaeurope.com

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