U18-Jungen: Halbfinale erreicht!30. Juli 2014

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat nach einem dramatischen Spiel das Halbfinalticket gelöst. Gegen Slowenien feierte die Mannschaft von Alan Ibrahimagic einen 70:67-Sieg (11:24, 16:16, 16:9, 16:10, 11:8) und bleibt damit auch im ersten Spiel der Zwischenrunde bei der B-Europameisterschaft im bulgarischen Sofia unbesiegt. Bester Scorer auf deutscher Seite war heute Mahir Agva mit 24 Punkten. Damit geht es morgen gegen Finnland (15.00 Uhr) um eine bessere Augangsposition für das Halbfinale.

Die deutsche Mannschaft startete heute mit Andreas Obst (Foto), Jan-Niklas Wimberg, Jakob Merz, Mahir Agva und Niklas Kiel in die Partie und begann durchaus vielversprechend. Wimberg besorgte die frühe 5:2-Führung, die aber ebenso schnell in einen 5:6-Rückstand gedreht wurde. Agva antwortete mit sechs Punkten in Serie zum 11:6 nach gut vier Minuten. Es folgte aber eine offensive Schwächephase, die den Verlauf der Partie entscheidend beeinflusste. Während die DBB-Auswahl im verbleibenden Viertel nicht mehr punkten konnte, sich viele Ballverluste und leistete und unkonzentriert wirkte, nutzten die Slowenen die Gunst der Stunde und erarbeiteten sich einen komfortablen Vorsprung. Nach zehn Minuten lagen die ING-DiBa-Korbjäger mit 11:24 zurück.

Andreas Obst beendete die offensive Flaute mit zwei Dreiern und führte die deutsche Mannschaft zum 17:24 zumindest wieder auf Tuchfühlung zum Gegner. Der antwortete jedoch, da sich die deutsche Mannschaft wieder vier Minuten ohne eigenen Punkt erlaubte, ohne große Mühen. Bundestrainer Alan Ibrahimagic sah sich beim Stand von 17:29 zu einer Auszeit gezwungen, die fehlende Konstanz blieb jedoch nach wie vor ein fester Bestandteil im deutschen Spiel. Auf eine gute Phase, in dem die deutsche Mannschaft wieder auf 22:31 herankam, folgte eine weitere Schwächeperiode, die auf diesem Niveau gnadenlos ausgenutzt werden. Drei Minuten vor der Halbzeit lagen die deutschen Jungen wieder mit 15 Punkten in Rückstand (22:37), der zumindest bis zur Pause auf 27:40 verkürzt werden konnte. Insgesamt elf Ballverluste und dazu niedrigere Wurfquoten führten zu diesem Zwischenresultat.

Constantin Ebert bließ mit Beginn der zweiten Halbzeit mit zwei Dreiern zur Aufholjagd. Plötzlich hatten die Slowenen Probleme mit der starken Defense der deutschen Mannschaft und kamen kaum noch zum Zug. Wimberg, Merz und Agva sorgten nach gut sechs gespielten Minuten im dritten Viertel sogar für den 43:43-Ausgleich. Die DBB-Auswahl konnte das Momentum allerdings nicht halten, plötzlich schlich sich wieder das fehlerhafte Spiel aus Phasen der ersten Halbzeit ein. Slowenien nutzte die Unkonzentriertheiten abermals, um sich einen kleinen Vorsprung zu erzielen. Bei noch zehn Minuten Restspielzeit hatte die deutsche Mannschaft einen Sechs-Punkte-Rückstand aufzuholen (43:49).

Zu Beginn des Schlussviertels war zunächst keine Verbesserung im eigenen Angriffsspiel zu erkennen. Slowenien baute die Führung zum 51:43 aus, Deutschland blieb weitere zweieinhalb Minuten ohne Punkte. Agva, Kiel und Ebert verringerten den Rückstand gegen nun  nervöse Slowenen  sechs Minuten vor dem Ende wieder auf 48:51. Janc traf nach einer Auszeit des slowenischen Coaches per Dreier zum 54:48, Obst antwortete zum 50:54. Die Spannung war kaum noch zu überbieten, als Obst per Dreier zum 53:54 verkürzte. Nun ging es hin und her. Mesicek traf für Slowenien, Agva antwortete für die DBB-Auswahl. 2:18 vor dem Ende nahm Slowenien eine weitere Auszeit. Nach einem Foul der deutschen Mannschaft verwandelte Slowenien nur einen Freiwurf, Deutschland glich im Gegenzug durch Kiel zum 57:57 aus. Der Gegner legte wieder vor, Deutschland antwortete: 35 Sekunden vor dem Ende waren die Teams wieder gleich auf (59:59). Die deutsche Mannschaft hatte sogar vier Sekunden vor der Schlusssirene noch den letzten Angriff, konnte diesen aber nicht mehr erfolgreich abschließen. Es ging in die Overtime.

Dort leistete sich Ebert nach fünf Sekunden sein fünftes Foul und musste sein Team fortan von draußen unterstützen. Die Slowenen legten durch Kavas zum 61:59 vor, Agva glich auf der Gegenseite mit seinen Punkten 19 und 20 aus. Es ging weiter munter hin und her, die Slowenen legten wiederholt vor, die ING-DiBa-Korbjäger legten ein ums andere Mal nach. Auch drei Minuten vor Ende der Overtime war noch keine Tendenz zu erkennen (65:65). 1:55 vor der Schlusssirene ging die deutsche Mannschaft erstmals in der Overtime in Führung, erneut Agva punktete per Korbleger (67:65). 77 Sekunden vor dem Ende glich Grubelic durch zwei Freiwürfe erneut aus. Bei noch 50 Sekunden auf der Uhr war die Zeit reif für den Auftritt von Jan-Niklas Wimberg, der per Dreier die 70:67-Führung besorgte und damit den Endstand herbeiführte.

“Wenn man das Spiel nüchtern betrachtet, war es, bis auf fünf Minuten Totalausfall, vollkommen okay. In den fünf Minuten haben wir allerdings einen 0:18-Lauf kassiert, dem wir dann lange hinterher gelaufen sind. Wir haben aber wieder solide verteidigt, ab und zu ein bisschen mit der Offense-Leistung gehadert, aber das war über 35 Minuten gegen eine starke Mannschaft gut von uns. Wir sind jetzt zwar fast im Halbfinale, aber “fast” reicht eben nicht. Wir nehmen nach wie vor ein Spiel nach dem anderen und wollen auch gegen die Finnen gewinnen. Heute haben wir jedenfalls wiedermal Charakter gezeigt”, sagte Bundestrainer Alan Ibrahimagic nach der nervenaufreibenden Partie.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (TG 48 Würzburg/s.Oliver Baskets Akademie, 10), Andreas Obst (Bike-Cafe Messingschlager Baunach/TSV Tröster Breitengüßbach, 13), Sebastian Schmitt (FC Bayern München), Joschka Ferner (ratiopharm akademie Ulm/Weißenhorn Youngstars), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB, 12), Tim van der Velde (RheinStars Köln), Jakob Merz (Schoder Junior-Giraffen Langen/FRAPORT SKYLINERS, 4), Luis Figge (finke baskets Paderborn), Tim Hasbargen (FC Bayern München), Mahir Agva (Erdgas Ehingen/CYBEX Urspring, 24),  Niklas Kiel (BBG Herford/finke baskets Paderborn, 7), Moritz Wagner (ALBA Berlin, dnp).

Spieltermine Zwischenrunde (dt. Zeit)
Do., 31. Juli 2014, 15.00 Uhr: Deutschland – Finnland

Weitere Informationen, aktuelle Ergebnisse und Statistiken finden Sie unter diesem Link.

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