U18-Jungen mit Erfolg gegen Griechenland22. Juni 2011

Blümel-Team zehrt lange vom 16:2-Lauf im ersten Viertel, hat Probleme mit der griechischen Zonenverteidigung, hält aber der griechischen Aufholjagd Stand
Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen hat ihr erstes Spiel beim top-besetzten internationalen Turnier in Douai/Frankreich gewonnen. Gegen die Auswahl Griechenlands siegte das Team von Bundestrainer Kay Blümel mit 67:56 (27:12, 12:17, 13:15, 15:12). Erfolgreichster deutscher Werfer waren Bogdan Radosavljevic und Paul Zipser mit je zwölf Punkten.

Blümel schickte zu Beginn der Partie Anselm Hartmann, Dennis Schröder, Zipser, Johannes Richter und Radosavljevic aufs Parkett. Völlig ausgeglichen verliefen die ersten Minuten, 7:6, 9:8 und 11:10 lauteten demgemäß die Spielstände aus deutscher Sicht, ehe Zipser zum 13:10 “stopfte” und Richter das 15:10 besorgte (7. Min.). Auch Radosavljevic vollstreckte per Dunking und Mauricio Marin setzte den deutschen Zwischenspurt fort (19:10, 8. Min.), bevor auch Griechenland wieder punktete. Die DBB-Auswahl war gut ins Laufen gekommen, mehrere Fastbreaks konnten jetzt erfolgreich abgeschlossen werden (25:12, 9. Min.). Nach dem ersten Viertel hatten die deutschen Jungen überragende Wurfquoten von 73 Prozent bei den Zweiern zu verzeichnen, der 16:2-Lauf hatte für die deutliche Führung gesorgt (27:12).  

Griechenlands Larentzakis traf zu Beginn des zweiten Viertels zwei Dreier in Folge und brachte sein Team wieder etwas heran (29:18, 12. Min.). Generell verlegten die Griechen ihre Bemühungen nun verstärkt hinter die Dreipunkte-Linie, was den DBB-Jungen doch einige Probleme bereitete. Die ehemals klare Führung schrumpfte etwas (33:24, 16. Min.), die Zahl der Ballverluste war auf deutscher und griechischer Seite bereits zweistellig (10/12). Griechenland stellte auf Zonenverteidigung um, was der DBB-Auswahl überhaupt nicht lag, da keine Würfe fielen. Die Kontrolle im deutschen Spiel war dahin, aber die Griechen wussten diese kleine Schwächephase der ING-DiBa-Korbjäger nicht zu nutzen (35:25, 18. Min.). Bis zum Seitenwechsel änderte sich daran nichts mehr (39:29).

Der Start ins dritte Viertel misslang dem DBB-Team, das vier schnelle Punkte der Griechen kassierte. Das Polster aus dem ersten Viertel war beim 41:37 nach 23 Minuten fast aufgebraucht, als Radosavljevic sich wieder einmal unter dem Korb durchsetzen konnte und seinem Team etwas Luft verschaffte. Die deutsche Mannschaft fing sich, kam durch Marin zum 48:39 (25. Min.), blieb aber von der Dreierlinie fast völlig glücklos (1/11 nach 27 Minuten). Griechenland erhöhte den Druck und brachte das Blümel-Team wieder in Bedrängnis (48:44, 28. Min.). Die deutsche Mannschaft bewies einmal mehr Nervenstärke und konterte umgehend durch Fabian Bleck und wieder Radosavljevic (52:44).

Im Schlussabschnitt verteidigte Deutschland den Vorsprung mit aller Kraft, musste aber einen griechischen Dreier zum 54:49 und dann auch das 54:51 (32. Min.) schlucken. Mehrere Angriffe verliefen anschließend auf beiden Seiten erfolglos und erst Fabian Bleck traf nach 35 Minuten wieder von der Freiwurflinie, allerdings nur einmal (55:51). Stephan Haukohl und Zipser zeichneten für die Punkte zum 60:51 verantwortlich und brachten Deutschland vier Minuten vor dem Ende wieder auf die Siegesstraße. Die beiden folgenden Freiwurftreffer von Radosavljevic sorgten dann für die Vorentscheidung, als noch etwas mehr als zwei Minuten auf der Spieluhr angezeigt wurden. Folgerichtig geriet der Auftakterfolg nicht mehr in Gefahr.

“Wir haben sehr gut verteidigt, uns aber offensiv nicht genügend belohnt. Meine Mannschaft kann normalerweise deutlich besser werfen als 1 von 16 von der Dreierlinie. Dadurch haben wir uns gegen die griechische Zonenverteidigung sehr schwer getan und hatten mehr Hektik als gewünscht. Anderenfalls wären wir sicher nicht mehr in Bedrängnis gekommen”, meinte Kay Blümel.

Für Deutschland spielten:
Paul Albrecht (TuS Jena, 4), Fabian Bleck (Noma Iserlohn, 5), Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 3), Stephan Haukohl (TuS Jena, 5), Jakob Krumbeck (Foto, TuS Jena), Mauricio Marin (RSV Stahnsdorf/IBBA Berlin, 6), Bogdan Radosavljevic (FC Bayern München, 12), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 11), Dennis Schröder (SG Braunschweig, 7), Tim Unterluggauer (TuS Jena, 2), Paul Zipser (USC Heidelberg, 12), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule).

Weitere Spiele beim Turnier in Douai
23.06.2011, 18 Uhr, Deutschland – Kroatien
24.06.2011, 20 Uhr, Deutschland – Bulgarien
25.06.2011, 20.30 Uhr, Deutschland – Frankreich
26.06.2011, 12 Uhr, Deutschland – Türkei

Statistiken, Ergebnisse etc. unter www.tournoi-douai.fr 

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