U18-Jungen: Dem Top-Favoriten alles abverlangt22. Juli 2011

Blümel-Team glaubt zu wenig an sich und unterliegt 54:70
“Da wäre mehr drin gewesen”, sagte nicht nur Bundestrainer Kay Blümel trotz der vom Ergebnis her deutlichen Niederlage gegen Serbien bei der U18-Europameisterschaft der Jungen in Breslau/Polen. Die deutsche Mannschaft unterlag mit 54:70 (14:23, 12:16, 13:13, 15:18) und scheiterte dabei auch am eigenen Mut. Morgen gegen Finnland darf man einen Sieg und damit den Einzug in die Zwischenrunde unter Mitnahme eines Erfolges erwarten.

Die ersten Minuten sah es gut aus für die DBB-Auswahl, die bis zur 7. Minute problemlos mit den hoch eingeschätzten Serben mithielt (11:13). Dann zogen die Serben bis zum Viertelende davon und profitierten dabei von vielen deutschen Fehlern und Unkonzentriertheiten. Erst ein Korb von Besnik Bekteshi gestaltete das Ergebnis nach zehn Minuten wieder etwas freundlicher (14:23). Im zweiten Viertel blieb der Abstand im Wesentlichen konstant. Die ING-DiBa-Korbjäger versuchten mit hohem Einsatz alles, um wieder näher an den Gegner heran zu kommen. Doch der hatte immer dann eine passende Antwort, wenn er sie brauchte. “Das war heute vielleicht der wesentliche Unterschied”, analysierte Blümel später.

Nach dem Seitenwechsel intensivierte das DBB-Team seine Bemühungen und kam durch einen Dunking von Bogdan Radosavljevic (Foto) heran (33:41, 22. Min.). In dieser Phase schien die Partie durchaus kippen zu können, minutenlang blieben die Deutschen jetzt dran (39:50, 27. Min.). Was fehlte, war eine kleine Serie, um die Serben wirklich ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die mussten aber ihren besten Basketball spielen und lagen nach 33 Minuten letztlich uneinholbar vorne (43:61). Man darf der deutschen Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sie nie aufsteckte und sich noch einmal auf 54:66 (39. Min., 3eer Mauricio Marin) heran kämpfte.

“Wir haben heute ein bisschen zu wenig daran geglaubt, dass wir gegen die Serben eine Chance haben. Trotzdem haben wir alles versucht und die zweite Halbzeit völlig offen gestaltet. Nicht immer haben wir uns an unseren Plan gehalten, manchmal waren wir zu ängstlich. Am Ende habe ich mit verschiedenen Zonenverteidigungen noch einmal etwas versucht, aber letztlich muss man schon zugeben, dass die Serben heute die bessere Mannschaft waren”, so Blümel.

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 2), Mauricio Marin (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin, 5), Dennis Schröder (SG Braunschweig, 11), Besnik Bekteshi (BG Ludwigsburg, 2), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule, 7), Fabian Bleck (NOMA Iserlohn/Phönix Hagen), Robin Jorch (RSV Stahnsdorf / IBBA Berlin, 2), Paul Zipser (USC Heidelberg, 6), Stephan Haukohl (TuS Jena), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach, 2), Tim Unterluggauer (TuS Jena, 2) , Bogdan Radosavljevic (Bayern München, 15).

Abschließendes Vorrunden-Spiel:
Deutschland – Finnland: 23.07.2011; 15:45 Uhr

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