U18-Herren warten weiter auf den ersten EM-Erfolg24. Juli 2006

Nach dem 52:64 gegen Kroatien muss nun ein Sieg zum Klassenerhalt her
Die deutsche U18-Nationalmannschaft muss bei der Europameisterschaft in Griechenland ebenso ein „Endspiel“ um den Klassenerhalt bestreiten wie die „großen“ Kollegen der U20. Hoffentlich mit besserem Ausgang, denn die U20 hatte den bitteren Weg in die zumindest einjährige Zweitklassigkeit antreten müssen. Im letzten Zwischenrundenspiel gegen Kroatien unterlag das Team von Bundestrainer Heimo Förster mit 52:64 (18:13, 15:22, 13:12, 6:17). Das Spiel hätte mit einer Differenz von mindestens 16 Punkten gewonnen werden müssen, um den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern. Nun geht es am Mittwoch um 13.30 Uhr gegen Island ums nackte Überleben. Als moralische Unterstützung hat sich zu dieser Partie A-Bundestrainer Dirk Bauermann angesagt.

Deutschland vergab seine ersten sechs Würfe, ehe Robin Benzing nach zwei Minuten zum 2:4 traf. Zwei Minuten später führte das DBB-Team durch Tim Ohlbrecht mit 9:5, dann durch Elias Harris sogar 11:5 (6. Min.). Man hatte kaum noch eine Chance, aber die wollte man offenbar mit aller Macht nutzen. Kroatiens vor Wut rasender Coach nahm eine erste Auszeit und faltete seine Jungs gründlich zusammen. Doch zunächst ohne Erfolg, denn Kevin Schaffartziks (Foto) zwei Dreier in Folge bewahrten die deutsche Führung auch nach neun Minuten (17:10).

Mit Zeljko Sakic hatte die deutsche Defense so ihre Probleme. Der Forward brachte Kroatien auf 20:19 heran (13. Min.), dieses Mal war es Heimo Förster, der die Auszeit nahm. Sakic war es auch, der Kroatien in dem verbissen geführten Kampfspiel in Führung warf (20:21, 14. Min.), Ziyed Chenoufi konterte umgehend zum 22:21. Entgegen der Spiele zuvor kam Tim Ohlbrecht zunächst in keinen Rhythmus im Angriff, hatte nach 15 Spielminuten erst drei Wurfversuche zu Buche stehen, von denen lediglich einer getroffen hatte. Durch einen Zwischenspurt machte Kroatien binnen einer Minute sieben Zähler in Folge (22:28), die DBB-Auswahl wirkte wie angezählt. Doch ein Dreier von Ohlbrecht und zwei Zähler von Elias Harris glichen die Partie nahezu aus (29:30, 19. Min.). Bereits neun Offensivrebounds hatten sich die Kroaten zu diesem Zeitpunkt gesichert, das größte Manko der DBB-Truppe vor dem Seitenwechsel. Ein stärker werdender Ohlbrecht und Chennoufi hielten das Spiel nach 20 Minuten völlig offen (33:35).

Elias Harris brachte die deutschen Korbjäger wieder in Führung (39:37, 24. Min.), Chennoufi erhöhte auf 41:37 (26. Min.). Kroatien, das bei einer Niederlage selbst um den Klassenerhalt hätte spielen müssen, wehrte sich mit allen Mitteln. Sakic holte per Dreier und mit seinen Punkten 17, 18 und 19 die  Führung für Kroatien zurück (42:44, 28. Min.), ein weiterer Dreier von Milekovic zum 42:47 tat Deutschland weh (30. Min.). Doch eine Sekunde vor dem Ende des 3. Viertels machte ein Dreier von Robin Benzing die Begegnung wieder offen (46:47).  

Das Kopf-an-Kopf-Rennen ging auch im Schlussabschnitt weiter, dann traf erneut ein schmerzhafter Dreier von Milekovic sein Ziel (48:53, 33. Min.). Bei diesem Spielstand blieb es mehr als zwei Minuten, ehe Kroatien zum 48:55 vollstreckte (36. Min.). Sakic und Per Günther kassierten jeweils ihre 4. Fouls, Heimo Förster versuchte mit einer Auszeit noch einmal die Wende herbeizuführen. Es blieb aber bei dem Versuch, denn jetzt ließen sich die Kroaten den Sieg nicht mehr nehmen, obwohl die deutsche Mannschaft leidenschaftlich kämpfte. Beim 50:59 und dem 16. kroatischen Offensivrebound drei Minuten vor dem Ende war die Partie gelaufen.

Deutschland:
Robin Benzing (TV Langen, 8), Ziyed Chennoufi (BBV Hagen, 8), Fabian Franke (TuS Jena, 2), Per Günther (BBV Hagen), Elias Harris (SG TVD / BB Internat Speyer, 10), Sajmen Hauer (GHP Bamberg / TSV Breitengüßbach, 3), Philipp Heyden (SV Marbach / BSG Ludwigsburg), Benjamin Lischka (VfB Gießen / BBLZ Mittelhessen), Philip Noch (SG Braunschweig), Tim Ohlbrecht (TSV Bayer 04 Leverkusen, 10), Kevin Schaffartzik (Foto, TuS Lichterfelde, 9), Ben Spöler (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2).

Nächstes Spiel
Mittwoch, 26. Juli 2006, 13.30 Uhr, gegen Island

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