U18-EM: Sensation gegen Spanien bleibt aus7. August 2007

DBB-Team unterliegt dem Gastgeber klar mit 56:82 – Plätze 5 bis 8 geraten außer Reichweite

Die deutschen U18-Junioren haben bei der Europameisterschaft ihr erstes Spiel der Zwischenrunde deutlich mit 56:82 (17:19, 18:23, 11:24, 10:16) gegen Spanien verloren. Das Team von Bundestrainer Kay Blümel zeigte gegen den Gastgeber besonders in den ersten 20 Minuten eine ansprechende Leistung, die Sensation blieb jedoch aus. Die DBB-Auswahl weist nun bei noch zwei ausstehenden Spielen eine Bilanz von 0:3 auf.

Die Rollen waren vor der Partie klar definiert: Spanien, angeführt vom 16-jährigen Ausnahmetalent Ricky Rubio, galt nicht nur in dieser Begegnung als haushoher Favorit. Die tief besetzten Iberer wurden vor der EM von Kay Blümel als einer der Topfavoriten des Turniers ausgemacht. Als Mannschaft, die nahezu unschlagbar sei. Doch die deutschen Junioren machten früh deutlich, dass sie einen Spaziergang der Spanier nicht zulassen wollten und gestalteten das 1. Viertel sehr ausgeglichen. Ein Dunking von Tibor Pleiß zum 7:5 brachte nach knapp drei Minuten sogar die erste deutsche Führung. Deutschland profitierte von einer schlechten Zweier-Quote des Gegners. Allerdings kamen dafür dessen Distanzschützen zu oft frei zum Wurf. Jeweils zwei erfolgreiche Dreier von Rubio sowie Pablo Aguilar sorgten für eine 18:12-Führung der Spanier (8. Min.). Maurice Stuckey (Foto) zum 14:18 und Philip Schwethelm mit einem Dreier 22 Sekunden vor Ende des Viertels (17:19) ließen ihre Teamkollegen hoffnungsvoll ins 2. Viertel starten.
Fünf Zähler in Folge der von Luis Guil trainierten Iberer ließen die deutschen Jungen allerdings schnell mit sieben Punkten in Rückstand geraten (17:24, 12. Min.). Bonns Fabian Thülig hatte darauf seine eigene Antwort parat und stellte mit fünf Punkten in zwölf Sekunden zum 22:24 den alten Abstand wieder her. Ein Dreier von Elias Harris, mit 16,3 Punkten pro Partie bisher Topscorer der deutschen Auswahl, hielt seine Mannschaft weiter im Spiel (25:27, 14. Min.). Ein 10:0-Lauf der spanischen Junioren bescherte ihnen jedoch die bis dato höchste Führung (39:27, 17. Min.). Die Truppe von Blümel zeigte sich weiterhin kämpferisch und verkürzte zur Halbzeit nochmals auf 35:42.

So verheißungsvoll der 3. Spielabschnitt mit einem Treffer von Tibor Pleiß (37:42, 21. Min.) für die Deutschen begann, so verhängnisvoll gestaltete er sich in der Folge. Die spanische Auswahl schaltete nun vor heimischem Publikum einen Gang höher und zwang die deutschen Junioren zu Fehlwürfen und Ballverlusten. Aguilar mit acht Punkten sowie Rubio mit zwei Dreiern machten einen 15:0-Run zum zwischenzeitlichen 57:37 (26. Min.) perfekt und legten die wahren Kräfteverhältnisse der beiden Teams dar. Der Gastgeber ließ auch danach nicht nach und konnte die 20-Punkte-Führung auch ins Schlussviertel mitnehmen (66:64) und sogar noch ausbauen. Zwar gelang es den Deutschen, mannschaftlich geschlossen aufzutreten (fünf Spieler erzielten am Ende jeweils acht oder mehr Punkte), doch gegen den Favoriten reichte das nicht aus. Die Spanier trafen weiterhin sicher ihre Würfe, davon elf Dreier aus 22 Versuchen, und spielten ihre Überlegenheit bis zum Ende souverän aus. Angeführt von Rubio (20 Punkte) und Aguilar (16 Punkte und 11 Rebounds) kamen die Iberer zu einem verdienten 82:56-Erfolg.

Bundestrainer Kay Blümel zeigte sich besonders mit der Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden: „Es ist uns gelungen, die spanische Mannschaft zu verunsichern. Natürlich wollten wir diesen Plan auch in der zweiten Hälfte weiter verfolgen, doch die Spanier sind uns früh davongezogen. Die erste Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, aber auf diesem Niveau reicht das leider nicht aus.“  Den Rückstand konnte das deutsche Team nicht aufholen. „Das deutliche Ergebnis kommt dadurch zustande, dass Spanien nicht nachgelassen und weiter Druck gemacht hat“, fasst Blümel zusammen. Seine Mannschaft erwarten in den letzten beiden Gruppenspielen mit Serbien und Russland zwei weitere starke Gegner, gegen die sich die deutschen Jungen noch einmal beweisen möchten.

Für Deutschland spielten:
Kai Barth (TV Langen, 2), Robin Benzing (TV Langen, 2), Thomas Gajda (Paderborn Baskets), Elias Harris (SG TVD/BI Speyer, 13), Philipp Noch (SG Braunschweig), Tibor Pleiß (Köln 99ers, 8), Stefan Schmidt (Franken Hexer), Simon Schmitz (TV Bad Bergzabern/ SG TVD/BI Speyer, 8), Philipp Schwethelm (Köln 99ers, 8), Christian Standhardinger (SG Urspringschule, 2), Maurice Stuckey (BG Leitershofen-Stadtbergen, 8), Fabian Thülig (Telekom Baskets Bonn, 5).

Spieltermine Zwischenrunde:
Mittwoch, 8. August 2007, 20.45 h: Deutschland – Serbien
Donnerstag, 9. August 2007, 16.15 h: Deutschland – Russland

Scouting unter
www.fibaeurope-u18men.com

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