U18-EM: DBB-Team landet auf Platz 912. August 2007

Schöner Erfolg für das Blümel-Team duch abschließenden Sieg gegen Russland

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Junioren hat die Europameisterschaft in Madrid mit einem Sieg beendet. Im Spiel um Platz 9 gewann die DBB-Auswahl gegen Russland mit 70:53 (15:12, 18:18, 21:6, 16:17). Den 9. Platz der Mannschaft darf man als Erfolg werten, zumal mit etwas mehr Glück und vom Leistungs-Potenzial auch eine Platzierung zwischen Platz 5 und 8 drin gewesen wäre. Außerdem steigt die Hoffnung, dass mit diesen Spielern auch die U20-Mannschaft in ein oder zwei Jahren wieder erstklassig wird.

Bis zur 5. Minute, als Tibor Pleiß Deuschland mit 8:7 in Führung warf, hatten sich beide Mannschaften abgetastet, ohne dass Nennenswertes auf dem Spielfeld passiert war. Viele Würfe verfehlten ihr Ziel, die Spieler auf beiden Seiten waren noch nicht so recht da. Daran änderte sich auch im Verlauf des 1. Viertels nicht mehr viel (15:12). Die Russen hatten nur zwei von 13 (!)Dreipunktewürfen verwandeln können, und auch bei Deutschland lag die Wurfquote sehr bescheiden bei 30 Prozent. Einzig Pleiß punktete und reboundete konstant.

Russland versuchte es weiterhin nahezu ausnahmslos aus der Distanz, jedoch zunächst weiter ohne Erfolg (2/18 nach 13 Minuten). Auch bei den Deutschen stotterte der Motor in der Offensive gewaltig, so dass sich nicht viel Zählbares ereignete (17:16, 14. Min.). Dann trafen die Russen mal einen Dreier und übernahmen auch gleich die Führung, was Bundestrainer Kay Blümel zu einer Auszeit veranlasste (19:21, 15. Min.). Kurz später hieß es sogar 21:28, aber ein nun “aufgewachter” Elias Harris, Noch und Maurice Stuckey machten daraus bis zur 29. Minute eine 31:28-Führung. Zum Seitenwechsel war das DBB-Team auf Kurs (33:30). Kurios, dass insgesamt nur sechs Fouls auf dem Spielberichtsbogen notiert waren, davon zwei auf Seiten der Deutschen.

Philipp Schwethelm begann das 3. Viertel mit sechs Punkten in Serie zum 39:30 (22. Min.), der erzürnte rusische Coach hatte schon nach wenigen Sekunden in diesem Viertel eine Auszeit genommen. Dann passierte minutenlang außer Fehlwürfen und Ballverlusten rein gar nichts, ehe die Russen und direkt danach auch Harris nach 26 Minuten wieder trafen. Zu dem Zeitpunkt hatte Deutschland insgesamt vier Fouls auf dem Konto: alle vier hatte Robin Benzing begangen! Das dürfte nach 26 Minuten in einer Partie ein ziemlich einmaliges Phänomen sein. Harris machte den Vorsprung erstmals zweistellig, Schwethelm setzte noch einen drauf (46:32, 27. Min.). Die russische Dreierquote? 4 von 28! Zehn Minuten vor dem Ende roch es förmlich nach einem weiteren Sieg der deutschen Mannschaft (54:36). Außerdem hatte “endlich” ein weiterer deutscher Spieler ein Foul gemacht (Pleiß, 29. Min.).

Über den 5. Dreier der Russen nach 34 Versuchen freute man sich beim deutschen Gegner nicht mehr überschwänglich, denn da waren nur noch sieben Minuten zu absolvieren, und der deutsche Vorsprung betrug immer noch 15 Punkte. Noch machte sein bestes Spiel bei dieser EM und traf nach 34 Minuten zum 58:41. Mindestens eine Vorentscheidung war gefallen. Christian Standhardinger (Foto) erhöhte auf 60:41 und dann auf 66:46 (36. Min.), die endgültige Entscheidung. Um die Geschichte abschließend wieder aufzugreifen: Deutschland machte im gesamten Spiel acht Fouls. Eine echte Aufgabe für Statistik-Fanatiker, Vergleichbares zu finden! Ach ja, die russische Dreierquote nach 40 Minuten: sieben von 39!

Ein Sonderlob hatte Kay Blümel nach der Partie für Tibor Pleiß übrig, der bei dieser EM bereits sein 4. “double double” erzielte. “Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen und zum Abschluss noch einmal eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. Es stimmt einfach im Team, und das macht Hoffnung für die nächsten Jahre. Dieser Mannschaft muss man den Spaß am Spiel lassen”, so der Bundestrainer.

Für Deutschland spielten:
Kai Barth (TV Langen, 2), Robin Benzing (TV Langen, 3), Thomas Gajda (Paderborn Baskets), Elias Harris (SG TVD/BI Speyer, 16), Philipp Noch (SG Braunschweig, 10), Tibor Pleiß (Köln 99ers, 12), Stefan Schmidt (Franken Hexer), Simon Schmitz (TV Bad Bergzabern/ SG TVD/BI Speyer), Philipp Schwethelm (Köln 99ers, 13), Christian Standhardinger (SG Urspringschule, 8), Maurice Stuckey (BG Leitershofen-Stadtbergen, 6), Fabian Thülig (Telekom Baskets Bonn).

Scouting unter www.fibaeurope-u18men.com 

Weitere News

16. Januar 2017

WNBL-Rückblick: Girls Baskets, Bamberg und Osnabrück die “Serientäter”

Karabatova einen Block am "triple double" vorbei

WNBL2017OSCStrozykJennyvsMetropol-500

14. Januar 2017

Allstars: Knapper Sieg für die Internationals

MVP Philipp Schwethelm - Ryan Thompson bester 3er-Schütze - Brian Butler gewinnt Dunking Contest

KleberMaxi2017Allstar2-500

14. Januar 2017

NBBL Allstar Game 2017 – Süden siegt

MVP Arnoldas Kulboka

NBBL ALLSTAR2017-2-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.