Ole Wendt trägt Blümel-Team gegen Schweden27. Juli 2010

U18-Jungen gewinnen letztlich mit 73:66 – Hohen Vorsprung beinahe noch verspielt

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Jungen ist bei der Europameisterschaft in Vilnius/Litauen auf dem besten Weg, den Abstieg vorzeitig zu verhindern. Am zweiten Spieltag der sechs Spieltage umfassenden Relegationsrunde gewann das Team von Bundestrainer Kay Blümel nach einer Partie mit viel Licht und Schatten gegen Schweden mit 73:66 (22:13, 9:15, 29:11, 13:27) und steht damit vor der morgigen Partie gegen Bulgarien als einzige noch ungeschlagene Mannschaft in dieser Runde da.

Mit Ole Wendt (Foto), Mathis Mönninghoff, Patrick Heckmann,Martin Breunig und Philipp Neumann in der ersten Fünf  erspielte sich die deutsche Mannschaft bis zur Mitte des ersten Viertels einen Vorsprung (15:8, 6. Min.) und kontrollierte die Partie. Ole Wendt begann sehr stark, lenkte das deutsche Spiel und punktete konstant. Nach neun Minuten hatte er bereits zwölf Punkte auf seinem Konto (22:11) und war auch in vielen anderen Kategorien auf dem Statistikbogen vertreten.

Auch im zweiten Viertel lebte Deutschland zunächst von einer sehr guten Wurfquote und führte konstant mit etwa zehn Punkten (27:16, 13. Min.). Dennis Kramer war wieder früh mit drei Fouls belastet und der Rhythmus in einer nun zähen Partie verloren. Zum Ärger des Bundestrainers ließ man Schweden besser ins Spiel kommen (31:24, 17. Min.). Minutenlang fielen die deutschen Würfe nicht, aber zum Glück für die deutsche Auswahl traf auch Schweden nur schlecht, kam aber dennoch immer näher an den Favoriten heran. Zum Seitenwechsel war vom einst zweistelligen Vorsprung kaum noch etwas übrig (31:28).

Lars Wendt machte es seinem Zwillingsbruder nach und eröffnete das dritte Viertel mit zwei Dreiern, und als Kevin Bright zum 39:28 nach knapp 22 Minuten traf, waren die Verhältnisse schnell wieder zurecht gerückt. Kurz später nahm Schweden beim 41:28 eine Auszeit, und wieder einmal durfte man sich fragen, welch´ passende Worte Kay Blümel in der Halbzeitpause wohl gefunden hatte. Wieder Lars Wendt per Dreier, Neumann und Kramer zeichneten für das 48:32 nach 26 Minuten verantwortlich, eine Vorentscheidung bahnte sich an. Nach drei Vierteln sprach alles für die Mannschaft von Headcoach Blümel, der wie auch schon am Vortag auf den erkrankten Falko Theilig verzichten musste (60:39). 

Wieder schlich sich der Schlendrian ins deutsche Spiel ein, Schweden erzielte sechs unbeantwortete Punkte, und Blümel bat erneut zur Auszeit, da er einen ähnlichen Spielverlauf wie im Spiel gegen die Ukraine unbedingt verhindern wollte. Fast im Alleingang sorgten Breunig und Heckmann in den folgenden Minuten dafür, dass das Ergebnis wieder klarer wurde (70:53, 35. Min.). Den Schweden wurden jetzt allerdings viel zu viele offene Würfe erlaubt, die diese nach langer Durststrecke besser nutzten (70:63, 37. Min.). Das deutsche Team stand völlig neben sich, sammelte einen Ballverlust nach dem anderen und musste gar noch um den sicher geglaubten Sieg bangen (70:66, ´58). Doch soweit kam es nicht mehr, weil die Wendts an der Freiwurflinie zu Punkten kamen. 

“Immer wenn ich Ole Wendt ausgewechselt habe, war es, als wenn ich den Stecker rausgezogen hätte. Dann war die komplette Energie weg. Am Ende sind die Schweden dann noch von der Dreierlinie heiß gelaufen und wir in Schwierigkeiten gekommen. Es bleibt aber dabei, dass wir in der Relegationsrunde die deutlich beste Mannschaft sind. Herausheben möchte ich heute Ole Wendt, der ein tolles Spiel gemacht hat”, analysierte Blümel nach dem Spiel.

Deutschland:
Mario Blessing (SG Urspringschule), Martin Breunig (TSV Bayer Leverkusen, 13), Kevin Bright (SG Urspringschule, 4), Patrick Heckmann (ASC Theresianum Mainz, 12), Dennis Kramer (La Costa Canyon High School, 2), Mathis Mönninghoff (TSV Bayer Leverkusen, 2), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg/ TSV Breitengüßbach, 6), Joey Ney (ALBA Berlin, 2), Maurice Pluskota (BSG Bremerhaven, 2), Falko Theilig (BBLZ Mittelhessen / LTI Giessen 46ers, dnp), Ole Wendt (Paderborn Baskets, 18), Lars Wendt (Paderborn Baskets, 12).

Weitere Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope-u18men.com

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