Knappe und vermeidbare Niederlage für U18-Jungen gegen Spanien29. Dezember 2011

59:62-Niederlage für Blümel-Team – Zipser bester Werfer für Deutschland

Spanien  – Deutschland   62:59 (16:16; 15:12; 17:11; 14:22)

Bundestrainer Kay Blümel war mit weiten Teilen des Auftritts der U18-Nationalmannschaft zum Turnierauftakt gegen die spanischen Alterskameraden nicht zufrieden. Trotz eines in der Mehrheit eher schwachen Auftritts, vor allem offensiv, hatten die DBB-Junioren am Ende die große Chance die Gastgeber im eigenen Haus zu schlagen. Fünf vergebene Freiwürfe in den letzten beiden Minuten und ein vergebener Korbleger ließen die ING-DiBa-Korbjäger aber am Ende mit leeren Händen dastehen.

Doch zum Anfang. Im ersten Viertel sahen die Rund 200 Zuschauer zwei Teams auf Augenhöhe. Kay Blümel veränderte seine Startformation zum gestrigen Spiel gegen die spanische U17 und stellte Ismet Akpinar (Foto, FIBA Europe für Mauricio Marin) und Moritz Krume (für Till von Guinneau) neben Paul Zipser, Dominik Lockhart und Helge Baues in die Startformation. Bis zum 21:21 (15.), nach einem Dreier von Stefan Wess, spiegelte sich die Ausgeglichenheit auch im Ergebnis wieder. Die Gastgeber erhöhten aber nun die Intensität in der Verteidigung und wechselten auch häufig zwischen Mann-Mann- und Zonenverteidigung. Bei der deutschen Formation ging damit völlig der Rhythmus verloren. Mit viel zu wenig Spannung und Intensität im Angriff machte man sich das Leben selbst schwer und die Gastgeber konnten mit einem 8:0-Lauf auf 29:21 (18.) enteilen. Auch nach dem Pausentee sah es ähnlich aus. Noch immer fehlte die nötige Spannung. Und da man auch in der Verteidigung viel zu häufig geschlagen wurde und die Hilfen oft zu früh gegeben wurden, fanden die Spanier immer wieder den freien Mann, der es einfach hatte „einzunetzen“. Ein 45:31 (26.) war die Folge. Bis zum 53:39 (34.) hatte der 14-Punkte-Vorsprung der Spanier Bestand, ehe ein erstes Aufbäumen der deutschen Mannschaft zu spüren war. Ein Dreier von Mauricio Marin zum 45:53 (36.) veranlasste Juan Antonia Orenga auf spanischer Seite zu einer Auszeit, die seine Mannen trotz eines weiteren Dreiers durch Dominik Lockhart zur 59:48-Führung (27.) nutzen konnten. Das Spiel schien endgültig entschieden. Die deutschen Junioren bäumten sich aber noch mal mit aller Macht auf. In der Verteidigung wurden gleich zwei Schippen draufgelegt und die Iberer produzierten nun Ballverlust auf Ballverlust. Zwei Minuten später war das Spiel plötzlich wieder offen (57:59), obwohl man die besagten fünf Freiwürfe in Folge liegen ließ. Ein vergebener Korbleger und ein Ballverlust sieben Sekunden vor dem Ende ließen aber die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Ende verpuffen.

“Ich hoffe, dass dies heute lehrreich für unsere Jungs war”, äußerte sich der Bundestrainer nach dem Spiel. “Die Intensität der letzten vier Minuten hätte ich mir über das ganze Spiel gewünscht. Leider haben wir über weite Strecken im Angriff sehr kopflos und mit viel zu wenig Selbstvertrauen agiert, deshalb geht der Sieg der Spanier auch vollkommen in Ordnung. Statistisch waren die Gastgeber in fast allen Kategorien besser. Bemerkenswert die deutsche Ballverlustzahl, die mit 13:21 klar an das deutsche Team ging. Ebenso zu beachten die 17 Offensivrebounds, die aber zu selten verwertet wurden.”

Die deutsche U18 spielt heute um Platz drei gegen die baskische Euskadi-Auswahl, die gestern im zweiten Halbfinale Italien denkbar knapp mit 53:56 unterlag.

Für Deutschland spielten:
David Taylor (BBC Bayreuth) 4 Punkte, 3 Reb.; Ismet Akpinar (BC Hamburg/Piraten Hamburg/SC Rist Wedel) 6 P., 2 St.; Dominik Lockhart (Giessen Pointers) 5 P., 8 Reb., 4 Ass., 3 TO; Mauricio Marin (ALBA Berlin) 8 P., 2 Ass.; Helge Baues (BSG Bremerhaven) 5 P.; Dominique Uhl (Eintracht Frankfurt) 2 Reb.; Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets), Paul Zipser (USC Heidelberg) 21 P., 5 Reb., 2 St., 4 TO; Stefan Wess (UBC Münster) 3 P., 2 Reb.; Moritz Krume (FC Schalke 04) 2 Reb.; Till von Guionneau (ETB SW Essen) 1 P., 3 Reb., 2 TO; Daniel Mayr (TuS Jena) 6 P., 5 Reb.


Spanien
2er: 23/41=56,1%, 3er: 2/9=22,2%, FW: 10/20=50%, Reb: D/O/Tot (37/8/45), Ass: 11, Steals: 3, TO: 21
Deutschland: 2er: 13/39=33,3%, 3er: 7/24=29,2%, FW: 12/24=50%, Reb: D/O/Tot (19/17/36), Ass: 9, Steals: 8, TO: 13

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