Deutschland U18 kämpft die Türkei nieder5. April 2010

Erstes AST-Halbfinale seit 23 Jahren winkt

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat beim Albert Schweitzer Turnier in Mannheim mit einem 69:62 (13:12, 22:20, 15:10, 19:20)-Erfolg gegen die Türkei ungeschlagen die Zwischenrunde der besten acht Teams erreicht und ab Mittwoch beste Chancen, in den Spielen gegen Italien und die eigene U17 erstmals seit 23 Jahren das Halbfinale zu erreichen. Im Klassiker des Turnieres zeigten die Spieler von Bundestrainer Kay Blümel eine couragierte Vorstellung.

Vor 2.000 Zuschauern in der MWS Halle begannen beide Mannschaften äußerst nervös. Mathis Mönninghoff traf dann per Dreier von ganz weit draußen zum 5:2 (4. Min.), die Partie nahm an Fahrt auf. Die von einer traditionell großen Anhängerschar bejubelten Türken brachten viel – manchmal auch zu viel – physischen Einsatz ins Spiel und forderten Philipp Neumann und Bill Borekambi unter den Körben alles ab (9:8, 7. Min.). Der beste Center der Türken, Ramazan Tekin, sammelte im “Kampf” gegen Neumann bereits nach sieben Minuten sein drittes Foul ein, was Deutschland aber zunächst nicht nutzen konnte. Neumann rieb sich auf (Foto), und Deutschland musste sich zunächst ganz auf seine hervorragende Defense verlassen. Gleiches galt aber auch für die türkische Verteidigung, die weiter sehr aggressiv stand (13:12, 10. Min.).

Zu Beginn des zweiten Viertels erwischte die DBB-Auswahl eine gute Phase, in der Martin Breunig, Lars Wendt und Mario Blessing zum 23:17 trafen (13. Min.). Kampf und großer Einsatz blieben Trumpf in einem Spiel, das seine sehenswerten Höhepunkte eher in bissigen Zweikämpfen denn in eleganten Basketball-Bewegungen hatte (27:22, 15. Min.). Auf beiden Seiten hätte es mitunter eines klaren Kopfes und einer ruhigen Hand bedurft, um die allzu große Hektik zu zäumen. Das DBB-Team blieb konstant mit drei bis sieben Punkten in Führung, musste aber immer hoch wachsam bleiben. Heckmann musste nach einem Schlag aufs Auge raus, konnte aber später weiterspielen. In dem unruhigen Spiel wühlte sich Borekambi zum 34:27 durch (19. Min.), und bis zum Seitenwechsel blieb es trotz eines türkischen “buzzer beaters” bei einer deutschen Führung (35:32).

Nach dem Seitenwechsel sorgten Heckmann, Mönninghoff, Borekambi und Neumann mit ihren unbeantworteten Punkten für etwas Ruhe, soweit man in diesem Spiel überhaupt von diesem Begriff sprechen konnte (43:32, 23. Min.). Doch im Angriff schlichen sich wieder Fehler ein, die die Türken aber zum Glück für die Deutschen nicht zu nutzen wussten (46:37, 26. Min.). Hektik blieb das allgegenwärtige Stichwort, das Publikum war hin und her gerissen zwischen Jubel und Verzweiflung (48:41, 29. Min.). Es gab genau eine Geschwindigkeit, und die hieß VOLLGAS! Nach drei Vierteln führte Deutschland mit 50:42.

Im Schlussabschnitt bauten die ING-DiBa-Korbjäger den Vorsprung zunächst aus (56:44, 32. Min., Steal und Lay-up Wendt), aber die Türken ließen nicht locker und konterten postwendend (56:52, 34. Min.). Mehrmals hatte die Türkei die Chance, noch näher heranzukommen, doch u.a. zwei Dreier drehten sich knapp aus dem deutschen Korb heraus. Dann war es Neumann, der sich mit Foul durchsetzte, zwei Punkte erzielte und auch den fälligen Freiwurf verwandelte (59:52, 36. Min.). Die Türken veranstalteten ein wahres Dreipunkteschießen, allerdings in dieser Phase ohne jeden Erfolg. Auf der anderen Seite netzte Blessing „off balance“ per Dreier zum 63:52 (38. Min.) ein. Das war dann „endlich“ die Vorentscheidung, denn die Türkei konnte nun nicht mehr kontern.

Für Deutschland spielten:
Falko Theilig (Foto, LTi Gießen 46ers, 2), Mario Blessing (SG Ursprinschule, 6), Lars Wendt (Paderborn Baskets, 13), Mathis Mönninghoff (TSV Bayer 04 Leverkusen, 10), Kevin Bright (SG Urspringschule, 2), Patrick Heckmann (ASC Theresianum Mainz, 5), Bill Borekambi (BSG Bremerhaven, 13), Thomas Reuter (BBV Hagen, dnp), Martin Breunig (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2), Daniel Theis (SG Braunschweig, 2), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg/TSV Breitengüßbach, 14). Maurice Pluskota (BSG Bremerhaven, dnp).

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