DBB-U19-Auswahl bei der Nike Global Challenge 2011 auf Platz 68. August 2011

Von Kay Blümel gecoachtes Team schlägt sich mehr als achtbar

Auf dem sechsten Platz beendete die vom Deutschen Basketball Bund entsendete U19-Auswahl die Nike Global Challenge 2011. Neben drei US-Auswahlen (West, Midwest und East) nahmen außerdem Canada, Brasilien, Puerto Rico und Chinese Taipei an dem zum fünften Mal vom DBB-Sponsor und -Ausrüster Nike veranstalteten Turnier teil. Der DBB verzichtete dabei komplett auf die bei der U20-Europameisterschaft erfolgreichen 92er, um deren Belastung nach der Europameisterschaft nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Dennoch schlug sich die „B-Auswahl“ in Portland hervorragend.

Deutschland – USA Midwest 58:103 (10:30, 6:25, 23:19, 19:29)
Zum Auftakt bekam es die deutsche Mannschaft mit dem späteren Turniersieger USA Midwest zu tun. Die Spieler um den Namensvetter von Spurs Superstar Tony Parker zeigten der deutschen Mannschaft bereits im ersten Viertel ihre Grenzen auf, sicherlich auch bedingt durch die Reisestrapazen und den bestehenden Jetlag. Die DBB-Junioren spielten im Angriff zaghaft und fast ein wenig ängstlich ob der körperlichen Dominanz von Tony Parker und Jarnell Stokes, die sich reihenweise die Fehlwürfe ihrer Mitspieler unter dem deutschen Korb sammelten und beim 55:16 schon 16 Offensivrebounds geangelt hatten.
Bei den ING-DiBa-Korbjägern lief nur wenig zusammen, so dass Bundestrainer Kay Blümel seinen Spielern in der Halbzeitpause mehr Selbstvertrauen zu geben versuchte. Dies gelang zunächst auch, denn der dritte Spielabschnitt ging mit 23:19 an die deutsche Mannschaft, die mit einer Zonenverteidigung den Rhythmus von USA Midwest nachhaltig stören konnte. Jabari Parker auf Seiten der Amerikaner war dann im vierten Viertel nicht mehr zu halten, so dass das US-Team das Spiel deutlich mit 103:58 für sich entschied.
Beste Werfer der deutschen Mannschaft waren: Maodo Lo (12), Thomas Reuter (11), Malik Müller (9) und Maximilian Kleber (9). Damit ging es für das deutsche Team nur noch um die Plätze 5-8.

Deutschland – Puerto Rico 77:55 (21:8, 22:14, 12:16, 22:17)
Einen ungefährdeten Sieg erzielte die DBB-Auswahl in ihrem zweiten Match gegen Puerto Rico. Schon im ersten Viertel dominierten Maximilian Kleber & Co.. Hochprozentig aus dem Feld treffend (47 %) und dominant bei den Rebounds (18:8) zeigte die deutsche Mannschaft Puerto Rico seine Grenzen auf. Dies setzte sich auch im zweiten Viertel fort. Die Trefferquote blieb beim Wert des ersten Viertels, und auch bei den Rebounds ließ man nicht nach (33:20). Schön auch, dass beim 43:22 zur Pause das Scoring auf fast alle Schultern verteilt wurde und kein Spieler zweistellig punktete.
Im dritten Viertel ging dann bei der deutschen Mannschaft jegliche Spannung verloren. Die erste Halbzeit war offensichtlich zu leicht gewesen, die Qualität der Puerto Ricaner aber gut genug, um den ING-DiBa-Korbjägern Probleme zu machen, die zu ihren guten sieben Ballverlusten bei der Pausensirene gleich sechs im dritten Spielabschnitt hinzufügten. Die Trefferquote fiel auf nur noch 31 Prozent, so dass die Mittelamerikaner diesen Spielabschnitt für sich entscheiden konnten. Maximilian Kleber war dann im letzten Spielabschnitt Motor der deutschen Mannschaft. Ein Dreier und ein sehenswerter Tipdunk über zwei Gegenspieler ließen den Vorsprung wieder auf 20 Punkte anwachsen und sorgten schließlich für das Erreichen des Spiels um den fünften Platz.
Beste Werfer der deutschen Mannschaft waren: Maximilian Kleber (17), Malik Müller (14), Johannes Richter (11), Thomas Reuter (9) und Jonathan Maier (9).

Deutschland – Brasilien 62:73 (17:16, 15:16, 9:29, 21:12)
Ein schwaches Viertel genügte, um den möglichen fünften Platz zu verpassen. Ein sehr unterhaltsames, weil hochklassiges Spiel bekamen die rund 200 Zuschauer in der Liberty High-School zu sehen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und spielten mit hoher Intensität. Die Führung wechselte ständig, wobei sich auf brasilianischer Seite vor allem Innenspieler Lucas Mariano als Aktivposten zeigte. Trotz einer Wurfquote von 1/9 aus dem Feld blieb er von Freiwurflinie bei acht Versuchen ohne Fehlwurf und war mit zehn Punkten Topscorer der Südamerikaner.
Beim Team Deutschland war Malik Müller gut aufgelegt, bei seinen Drives in die brasilianische Zone erfolgreich und mit 12 Punkten erfolgreichster Werfer der Partie. Einziger Wermutstropfen einer guten Mannschaftsleistung waren die bereits elf Ballverluste, die sich deutsche Mannschaft eingehandelt hatte. Einen perfekten Start zeigte das DBB-Team in das dritte Viertel. Nach einem technischen Foul vom brasilianischen „Scharfschützen“ Gustavo Scaglia stand es 37:32 (33.) für Deutschland, und man schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Brasilien zog aber mehr Energie aus dieser Fehlaktion und überrollte die deutsche Mannschaft in den kommenden sieben Minuten. Mit einer Halbfeldpressverteidigung und einer sehr aggressiver und beweglichen Zone sorgten die Südamerikaner für große Hektik im deutschen Angriff. Nach dem zweiten Dreier von Scaglia zum 45:37 (36.) zog Kay Blümel die Reißleine und beorderte seine Spieler zu einer Auszeit auf die Bank, fand aber offensichtlich nicht die richtigen Worte, denn die Brasilianer machten bis zur Viertelpause unbeirrt weiter.
Alleine neun Ballverluste in diesem Spielabschnitt halfen den Spielern von der Copa Cabana zu einem 29:4-Lauf, der beim 61:41 vor dem Schlussabschnitt die deutschen Siegchancen auf ein Minimum sinken ließen. Kay Blümel ließ seine Mannschaft nun selbst mit einer Zonenverteidigung operieren, konnte aber damit nur eine marginale Ergebnisverbesserung erreichen. Zwar ging der Schlussabschnitt dank eines überragenden Maximilian Kleber, der 12 Punkte im letzten Viertel markierte und völlig zu Recht in das internationale All-Tournament-Team gewählt wurde, mit 22:17 an die DBB-Auswahl, mehr als Ergebniskosmetik war dies allerdings nicht mehr.
Beste Werfer der deutschen Mannschaft: Malik Müller (16), Maximilian Kleber (15) und Thomas Reuter (10).

Bundestrainer Kay Blümel war dennoch mit dem Gesamtauftritt der Mannschaft sehr zufrieden. „Wir haben hier trotz Jetlag einen guten Job gemacht und uns gegen die starken Mannschaft aus Nord und Südamerika behaupten können. Wenn man die erste Halbzeit gegen USA Midwest und das dritte Viertel gegen Brasilien herausnimmt, haben die Jungs hier sehr gute Leistungen gezeigt.“
Mehr Informationen zum Turnier gibt es unter http://highschoolsports.oregonlive.com/news/article/6516367353843620223/nike-global-challenge-complete-tournament-recap/  

Für Deutschland spielten:
Maodo Lo (Central Hoops), Martin Bogdanov (Central Hoops), Kenneth Ogbe (SG Urspringschule), Johannes Richter (TSV Breitengüßbach), Thomas Reuter (BSV Wulfen), Sid-Marlon Theis (SG Urspringschule), Malik Müller (SG Urspringschule), Jonathan Maier (BG Ludwigsburg), Maximilian Kleber (Würzburg Baskets), Maurice Pluskota (BSG Bremerhaven). Head-Coach: Kay Blümel, Assistant-Coach: Matthias Grothe (Phönix Hagen/Noma Iserlohn).

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