AST 2014: 1.500 sehen türkischen Sieg21. April 2014

Einen echten stimmungsmäßigen Höhepunkt erlebte das diesjährige Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim mit der Partie zwischen Deutschland und der Türkei. Rund 1.500 Zuschauer in der GBG-Halle in Mannheim sorgten für eine tolle Stimmung und sahen nach einem begeisternden Schlagabtausch eine 58:64 (10:12, 19:13, 11:18, 18:21)-Niederlage der ING-DiBa-Korbjäger. Niklas Kiel war der überragende deutsche Spieler (18 Punkte, 12 Rebounds).

Echte AST-Atmosphäre herrschte zu Beginn des Klassikers, der wie immer die Basketballfans beider Lager in ihren Bann zog. Die türkischen und die deutschen Fans lieferten sich einen friedlichen und lautstarken Schlagabtausch auf den Tribünen. Beiden Teams merkte man die Aufregung an, Punkte waren zunächst Mangelware (3:4, 4. Min.). Dann kamen die Türken besser ins Rollen, während die DBB-Youngster große Mühe hatten, offensiv in ihre Strukturen zu kommen (3:10, 6. Min.). Zu große Hektik herrschte bei den Angriffsbemühungen der Deutschen, damit machten sie es dem Gegner leicht. Dann endlich einmal eine gelungene Aktion von Jan-Niklas Wimberg, der Joschka Ferner bestens bediente (7:12, 9. Min.). Niklas Kiel (Foto) nahm den Kampf an, brachte sein Team zur Viertelpause auf 10:12 heran und hatte da bereits sieben Punkte erzielt und vier Rebounds geholt.

Der Dreier von Lars Kamp zum 14:16 brachte die Halle auf Trab (13. Min.). Luis Figge traf an der Freiwurflinie zum 15:16 und besorgte auch die erste Führung: 17:16 nach 14 Minuten. Jakob Merz legte einen Dreier nach, die deutschen Fans waren völlig aus dem Häuschen. Doch insgesamt blieb es auf beiden Seiten ein zähes Unterfangen. Zu dominant waren die hochaggressiven Defenseformationen, als dass allzu viel Spielfluss zustande kommen konnte. Das Spiel lebte aber vom verbissenen Kampf und hatte so seinen großen Reiz (24:21, 18. Min.). Merz traf seinen zweiten Dreier und zum Seitenwechsel lag Deutschland mit 29:25 in Front.

Die Türken glichen schnell aus und übernahmen die Führung (29:31, 24. Min.), ehe Kiel die ersten deutschen Punkte nach dem Wechsel besorgte. Keinen Zentimeter schenkten sich beide Teams auf dem Parkett, aber es blieb immer in einem fairen Rahmen. Die DBB-Auswahl geriet mit 31:36 ins Hintertreffen, weil sich vorne wieder Abstimmungsprobleme zeigten und der Druck der Türken unvermindert anhielt (26. Min.). Die Würfe wollten zudem einfach nicht fallen. Dann tankte sich Mahir Agva erfolgreich durch und verwandelte auch den Bonusfreiwurf (36:38, 29. Min.).

Die Intensität war kaum mehr zu überbieten, auch zu Beginn des Schlussabschnitts gab keine Mannschaft nach (40:43). Wimberg traf zum 42:43 und der Dreier von Ferner bedeutete den frenetisch gefeierten Ausgleich. Der Jubel kannte kaum Grenzen, als Kiel Deutschland wieder in Führung brachte (47:45, 34. Min.). Wieder hatten die Türken eine Antwort parat und konterten prompt (47:49, 35. Min.). Es bahnte sich eine Schlussphase auf des Messers Schneide an. Hasbargen musste mit einer Sprunggelenksverletzung ausscheiden, aber Kiel glich an der Freiwurflinie aus und Wimberg versenkte den Dreier zum 52:51 (37. Min.), man konnte sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Knapp zwei Minuten vor dem Ende lag die Türkei wieder vorne und vollstreckte auch noch einen Fastbreak mit anschließendem Bonus (52:57, 1´30). Eiskalt versenkte Kamp zum 55:57, aber noch eiskalter trafen die Türken aus der Distanz (55:60, ´46). Noch einmal Wimberg und es hieß 58:60 (´30). Doch es reichte nicht mehr zur Wende, die Türkei behielt an der Freiwurflinie die Nerven.

“Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und den Türken bis auf wenige Ausnahmen sehr gut Paroli geboten. Das Spiel war ein erstklassiger Test für uns, was kommende wichtige Spiele angeht. Bei der B-EM wird der Druck aber von anderer Art sein, die Gegner aber auch von anderer Qualität. In der Kabine war die Stimmung natürlich zunächst gedrückt, aber wir haben schnell nach vorne geschaut, am Mittwoch geht es mit Volldampf weiter”, meinte Bundestrainer Alan Ibrahimagic nach dem Spiel

Für Deutschland spielten:
Jakob Merz (Schoder Junior-Giraffen Langen/FRAPORT SKYLINERS, 6), Sebastian Schmitt (FC Bayern München, 2), Joschka Ferner (ratiopharm akademie Ulm/Weißenhorn Youngstars, 5), Jan-Niklas Wimberg (Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB, 8), Tim van der Velde (Rheinstars Köln, dnp), Lars Kamp (finke baskets Paderborn, 8), Luis Figge (finke baskets Paderborn, 3), Tim Hasbargen (FC Bayern München, 2), Mahir Agva (erdgas Ehingen/CYBEX Urspring, 6),  Niklas Kiel (BBG Herford/finke baskets Paderborn, 18),  Marcel Keßen (Iserlohn Kangaroos/Phoenix Hagen Juniors).

Link zum Video-Beitrag auf DBB-TV

 

1.500 spectators witnessed the “classic”

The first big highlight of this year´s Albert Schweitzer Tournament took place today in the GBG Halle in Mannheim. The “classic” between Germany and Turkey had attracted 1.500 spectators and was as usual and very intense fight. Finally Turkey won 64:58 (12:10, 13:19, 18:11, 21:18) and took first place in group B.

Both teams started very nervous. Germany had very big problems to find their offensive structure. That´s why Turkey took an early lead (3:10, 6. Min.). It was power forward Niklas Kiel who brought his team back on track. Fearless and with a nice touch he scored point by point and was the main impact for turning the match to Germany. Germany was ahead 20:16 after threes from Lars Kamp and Jakob Merz. Another hit from downtown made it 29:25 at half time (Merz).

Turkey made it even and took back the lead before Kiel scored the first points for Germany in the second half. The teams gave each other not one centimeter on the court but it was always fair. Germany fell behind because of returning offensive problems. And the shots did not want to fall at all.

The intensity of the match reached peaks. Kiel gave his team the lead again with six minutes on the clock (47:45).  After Wimberg´s three (52:51) Turkey took the lead for good by running some successful fast breaks (52:57). Two additional threes from Kamp and Wimberg were not enough to put Turkey in real danger again. Both groups of fans celebrated their teams.

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