U18-Mädchen verpassen den Klassenerhalt7. Juli 2007

Niederlage im Entscheidungsspiel gegen Weißrussland

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Mädchen hat den Klassenerhalt bei der Europameisterschaft in Novi Sad/Serbien verpasst. Das Team von Bundestrainer Reiner Chromik unterlag Weißrussland im entscheidenden Spiel mit 62:67?? (18:16, 10:18, 15:15, 19:18). Damit werden die deutschen U18-Mädchen im kommenden Jahr bei der B-Europameisterschaft antreten müssen.

Von Beginn an entwickelte sich ein verteiltes Spiel, in dem zunächst keine der beiden Teams Vorteile hatte. Doch Mitte des 1. Viertels ging Weißrussland mit 12:6 in Führung, Chromik nahm eine Auszeit (6. Min.). Seine Mädchen hatten bis dato nur zwei von elf Würfen verwandelt, Stina Barnert bereits zwei Fouls auf dem Konto. Anna-Lisa Rexroth besorgte wenig später mit einem Dreier den Ausgleich, Svenja Greunke unmitelbar danach die deutsche Führung, was dann den weißrussischen Coach zu seiner ersten Auszeit veranlasste (16:14, 8. Min.). Zum Viertelende war klar zu erkennen, dass sich die deutschen Mädchen sehr sorgfältig um den Ball kümmerten, um nicht wieder so viele Ballverluste zu verzeichnen. Auch die magere Wurfquote hatte sich etwas verbessert.

Weißrussland erwischte den besseren Start in Viertel 2 (19:25, 12. Min.), die Nervosität auf deutscher Seite war förmlich greifbar, was sich vor allem in der Wurfausbeute niederschlug. Doch zumindest den Kampf nahmen die deutschen Korbjägerinnen an (24:28, 17. Min.), zumal auch der Gegner alles andere als souverän auftrat. Ein typisches Abstiegs-Endspiel also. Stina Barnert brachte die DBB-Auswahl auf 26:28 heran, aber das bessere Ende der ersten Hälfte hatte der Gegner für sich (28:34). Statstisch zeigte sich die Überlegenheit der Weißrussinnen bei den Rebounds (27:18) und bei den Wurfquoten.

Nach 23 Minuten traf Nadja Prötzig einen Dreier zum 33:38 und hielt ihre Mannschaft damit im Spiel. Immer wieder profitierten die Weißrussinnen von der deutschen Reboundschwäche, die verhinderte, dass das DBB-Team seinerseits seine Chancen nutzen konnte. Barnert machte mit ihren Punkten zum 36:38 weiter Hoffnung (24. Min.), doch ein Dreier der Weißrussinnen stoppte den deutschen Mini-Lauf schon in der Entstehung. Die Partie blieb eng (40:43, 27. Min.), aber Deuschland vergab einfach zu viele Würfe um am Gegner vorbeizuziehen. So hatte Weißrussland auch nach 30 Minuten die Nase vorn (43:49).

Die Weißrussinnen blieben immer einen Schritt voraus, trafen immer dann einen Dreier, wenn es dem deutsche Team richtig weh tat (45:52, 33. Min.; 47:56, 35. Min.). Jetzt musste schon fast ein Wunder geschehen, um die Partie noch zu drehen. Chromik versuchte mit einer Auszeit die letzten Kräfte zu mobilisieren. Der Dreier von Hannah Eitel zum 53:58 (37. Min.) wurde auch umgehend wieder „beantwortet“. Zweieinhalb Minuen vor dem Ende traf auch Rexroth von jenseits der Dreierlinie (56:60). Zwei Freiwürfe von Barnert brachte sogar das 58:60 zwei Minuten vor Schluss, Rexroths Korbleger das 62:63. Doch die Nerven der Weißrussinnen hielten. 18 Sekunden vor dem Ende hatte die DBB-Auswahl beim Stand von 62:65 Ballbesitz, konnte jedoch elf Sekunden später nur einen Zweipunktewurf von Svenja Greunke anbringen, der zudem noch sein Ziel verfehlte, während Weißrussland die letzten Freiwürfe des Spieles verwandelte.

Für Deutschland waren dabei:
Stina Barnert (TV Saarlouis, 12), Nelli Dietrich (Foto, TV Langen, 8), Hannah Eitel (BSG Ludwigsburg, 6), Svenja Greunke (TV Langen, 2), Vanessa Höhne (BG Zehlendorf/TuS Lichterfelde, 4), Julia Kleen (Osnabrücker SC), Francis Pieczynski (TV Langen, 8), Nadja Prötzig (SV Halle, 5), Leonie Prudent (BBZ Leverkusen/SVU Opladen, 8), Anna-Lisa Rexroth (TV Hofheim, 10), Nele Schmidt (SC Alstertal-Langenhorn/SC Rist Wedel), Sophie Witte (SC Alstertal-Langenhorn/SC Rist Wedel).

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften) 

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