U18-Mädchen verlieren Krimi gegen England1. August 2012

Die U18-Mädchen haben ihr erstes Spiel in der Zwischenrunde bei der B-Europameisterschaft in Strumica, Mazedonien, verloren. Gegen das Team aus England kämpfte die Mannschaft von Bundestrainer Patrick Bär aufopferungsvoll und hätte die Partie durchaus gewinnen können. Nach 40 spannenden Minuten und einigen unnötigen Ballverlusten in der Schlussphase unterlag die DBB-Auswahl 76:81 (23:25, 17:12, 22:17, 14:27). Erfolgreichste Spielerin auf deutscher Seite war Fanny Szittya mit 13 Punkten.
 
Die Begegnung begann sehr schwungvoll und beide Mannschaften fanden ihren Rhythmus von Beginn an. Bereits nach 90 Sekunden führte die DBB-Auswahl mit 6:2, doch England blieb dran und glich nur wenig später zum 7:7 aus. So ging es weiter. Deutschland ging in Führung und die Engländerinnen verkürzten oder glichen aus. Nach einem Dreier von Michelle Turner geriet die deutsche Mannschaft erstmals in Rückstand (17:18, 7. Minute). Gute Wurfquoten auf beiden Seiten (Deutschland 56%, England 69%) sorgten für ein hohes Viertelergebnis (23:25).

Mary-Ann Mihaly und Hannah Pakulat eröffneten das zweite Viertel mit vier Punkten und erkämpften die Führung zurück, die Hannah Wischnitzki mit einem Dreier auf 30:25 ausbaute (12. Minute). Doch wie bereits im ersten Viertel steckten die Britinnen nicht auf und kamen schnell wieder auf zwei Punkte heran. In der Folge verflachten die Offensivbemühungen ein wenig, bis Elisabeth Dzirma mit fünf Punkten die 38:31-Führung auflegte (16. Minute). Zum Ende des zweiten Viertels machten es sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen mit einigen unnötigen Ballverlusten und Schwächen am defensiven Brett selbst schwer. Dennoch konnte das Team von Bundestrainer Patrick Bär die Führung verteidigen und ging mit 40:37 in die Kabine.

England kam besser aus der Kabine, verkürzte und glich in der 22. Minute zum 42:42 aus. Es ging hoch und runter, einem Dreier von Elisabeth Dzirma folgte postwendend ein Korbleger der Engländerinnen (45:44). Würfe aus der Distanz waren ein probates Mittel in dieser Phase. Levke Brodersen und Fanny Szittya trafen von jenseits der 6,75-Meter-Linie (51:44). Deutschland konnte den Vorsprung bis zum Viertelende halten und ging mit einer 62:54-Führung in die letzten zehn Minuten.

Ohne Wurfglück ging es in das vierte Viertel für die DBB-Auswahl. Lediglich an der Freiwurflinie konnte Deutschland in den ersten Minuten punkten. Besser lief es für die Engländerinnen auch nicht, jedoch hatten diese wesentlich mehr Versuche, da sie den Offensiv-Rebound dominierten (16). Dadurch büßten die ING-DiBa-Korbjägerinnen weiter an Vorsprung ein (64:62, 34. Minute). Es entwickelte sich ein Krimi. Katharina Müller und Fanny Szittya punkteten nacheinander und bauten die Führung auf sechs Zähler aus (70:64). Allerdings war England an diesem Abend nicht klein zu kriegen. Die Britinnen verkürzten erneut auf 70:68 (37. Minute). Zwei Dreier 90 Sekunden vor Schluss drehten die Begegnung zu Gunsten der Engländerinnen. Nach erfolgreichen Freiwürfen geriet die deutsche Mannschaft 48 Sekunden vor dem Ende mit drei Punkten in Rückstand (74:77). Bundestrainer Patrick Bär nahm die nötige Auszeit, um seine Mädchen auf den nächsten wichtigen Angriff einzustellen. Ein Ballverlust der DBB-Auswahl brachte die Engländerinnen erneut an die Freiwurflinie, die dort keine Nerven zeigten (74:79). Auch der nächste Angriff endete mit einem Ballverlust, so dass nach 40 Minuten eine 76:81-Niederlage für Deutschland zu Buche stand.  

Bundestrainer Patrick Bär: „Leider hat es heute mit einem Sieg nicht klappen wollen. Die Engländerinnen haben sehr gut gespielt. Wir hatten sie zwar am Limit, sind aber an unseren eigenen Fehlern gescheitert. Dennoch haben wir noch alle Chancen auf das Halbfinale, und die wollen wir morgen gegen Weißrussland nutzen.“

Für Deutschland spielen:
Levke Brodersen (TV Saarlouis, 8), Ama Degbeon (TSV Grünberg 5), Elisabeth Dzirma (TSV Grünberg, 12), Marie Gülich (BBZ Opladen, 10), Mary-Ann Mihaly (Chemcats Chemnitz e.V., 4), Katharina Müller (TV Saarlouis, 10), Mareike Müller (SV Halle), Chantal Neuwald (TSV Hagen 1860, 4), Hannah Pakulat (BG 89 Rotenburg, 3), Anneke Schlüter (USC Freiburg, 2), Fanny Szittya (Heli Donau Ries, 13) und Hannah Wischnitzki (NB Oberhausen, 5).

Weitere Spiele in der Zwischenrunde:
Donnerstag, 2. August, 16 Uhr: Deutschland – Weißrussland

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