U18-Mädchen verlieren hauchdünn27. Juli 2014

Die deutschen U18-Mädchen haben in einem dramatischen Spiel um den neunten Platz bei der B-Europameisterschaft in Oradea (BUL) hauchdünn verloren. Trotz großartiger kämpferischer Leistung unterlag die Mannschaft von Stefan Mienack der Ukraine mit 52:53 (15:12, 10:12, 11:9, 16:20). Launa Rodefeld war heute beste deutsche Werferin (9). Das deutsche Team beendet die EM somit auf dem zehnten Platz, obwohl nur zwei Niederlagen zu Buche stehen.

Die deutsche Mannschaft, die mit Luana Rodefeld, Paulina Körner, Maj vom Hofe, Patricia Broßmann (Foto) und Laura Zdravevska in die Partie startete, hielt von Beginn an gut dagegen. Erneut wurde die deutsche Mannschaft von Spielerinnen der irischen Mannschaft lautstark unterstützt. Das sollte  nach einem anstrengenden Turnier nochmal die letzten Prozentpunkte aus den ING-DiBA-Korbjägerinnen herausholen. In den Anfangsminuten wechselte die Führung ständig, Deutschland lag nach knapp fünf Minuten mit 6:5 in Front. Zwei Minuten später sah es nach einem Dreier von Popenko so aus, als können sich die Ukrainerinnen leicht absetzen (8:12), aber die DBB-Auswahl zeigte, was sie schon über das gesamte Turnier auszeichnete – Moral und Teamspirit. Sie drehte die Partie bis zum Ende des ersten Viertels, die deutschen Mädchen lagen mit 15:12 in Front.

Die Anfangsminuten des zweiten Abschnittes gehörten weiterhin der deutschen Mannschaft, die sich nach nur einer Minute mit 19:13 absetzen konnte. Aber auch die Ukraine, die in der Rebound-Statistik relativ klare Vorteile hatte, hielt dagegen, kam zunächst heran (21:20, 14. Minute) und holte sich wenig später die 22:21-Führung. Luana Rodefeld und Laura Zdravevska konterten zum 25:22, den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit setzten dann wieder die Ukrainerinnen zum 24:25. Deutschland hatte die Nachteile unter den Körben durch eine höhere Quote und viele Punkte nach ukrainischen Ballverlusten wettgemacht.

Das Bild setzte sich auch nach der Pause fort. Das deutsche Team schien nun endlich die Konstanz über 40 Minuten gefunden zu haben, die Stefan Mienack noch in der Vorbereitung vermisst hatte. Die DBB-Auswahl baute den Vorsprung leicht aus und hielt ihn im weiteren Verlaufe (29:26, 24. Minute, 33:31, 26. Minute). Dennoch war nach wie vor alles offen, zehn Minuten vor dem Ende lagen die favorisierten Ukrainerinnen beim Stand von 33:36 aus ihrer Sicht immer noch in unmittelbarer Schlagdistanz.

Im Schlussviertel fand der Thriller seinen Höhepunkt. Deutschland marschierte zunächst weiter Richtung Sieg und baute die Führung auf 40:33 aus. Die Gegnerinnen aber steckten den Kopf nicht in den Sand und antworteten auf beeindruckende Art und Weise und lagen sieben Minuten vor dem Ende plötzlich mit 41:40 in Führung. Patricia Broßmann brachte die ING-DiBa-Korbjägerinnen im Gegenzug wieder in Front (42:41). Es war wieder Broßmann, die zwei Minuten später zum 44:41 erhöhte. Behrend per Dreipunktspiel zum 47:41 ließ die Halle vier Minuten vor dem Ende beben. Es schien nun so, als habe die deutsche Mannschaft aufgrund des Ruhetages den längeren Atem. Eine weitere Minute später allerdings war der Vorsprung schon wieder fast komplett geschmolzen (48:46). Maj vom Hofe beruhigte per Korbleger wieder etwas die Nerven, im Gegenzug waren die Ukrainerinnen allerdings per Dreier erfolgreich. 60 Sekunden vor dem Ende lagen die deutschen Mädchen weiterhin mit einem Punkt in Führung (52:51). Acht Sekunden vor dem Ende drehte die  Ukraine die Partie zum 53:52, Stefan Mienack trommelte seine Mädchen nochmal zusammen und gab letzte Anweisungen für den entscheidenden Angriff. Der fand allerdings nicht sein Ziel und so kassierte die DBB-Auswahl die zweite Niederlage im Turnier.

“Wir haben es verpasst, uns abzusetzen. Das waren unsere eigenen Fehler. Wir haben uns nicht so gefunden wie wir das können. Wir haben immer wieder kleinere Fehler gemacht, die die Ukrainerinnen konsequent ausgenutzt haben. Zum Ende hin war es dann ausgeglichen, wir haben uns eigentlich eine gute Wurfposition erarbeitet, aber der Ball ist dann einfach nicht reingegangen. Die Mädchen haben sich bei der EM für ihr Land zerrissen, aber am Ende müssen wir halt feststellen, dass es für ganz vorne nicht gereicht hat. Das Niveau war sehr eng und da entscheiden Kleinigkeiten. Für die Zukunft müssen wir die Zusammenarbeit mit den Vereinen weiterhin verbessern, um den Damen-Basketball in Deutschland weiter voranzubringen”, bilanzierte Bundestrainer Stefan Mienack das Spiel und das Turnier aus seiner Sicht.

 

Für Deutschland spielten:

Lucy Reuß (BSG Basket Ludwigsburg, 2), Luana Rodefeld (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 9), Paulina Körner (RheinStars Köln, 8), Jennifer Crowder (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, dnp), Sarah Stock ( TG Neuss), Lena Wenke (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 4), Maj Vom Hofe (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 7), Flavia Behrendt (Wolfpack Wolfenbüttel, 7), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde, 6), Lisa Janko (Rhein-Main Baskets, 4), Laura Zdravevska (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 3), Franziska Riedmann (Main Sharks Würzburg, 2).

Alle Statistiken und Tabellen gibt es unter diesem Link.

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