U18-Mädchen verlieren gegen Bosnien-Herzegowina15. August 2013

Die U18-Mädchen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) haben einen guten Start bei der B-Europameisterschaft in Ungarn verpasst. Gegen die Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina unterlagen die ING-DiBa-Korbjägerinnen von DBB-Bundestrainer Stefan Mienack trotz beeindruckendem Comeback in der zweiten Halbzeit mit 60:64 (10:25, 10:13, 21:10, 19:16) . Am morgigen Freitag trifft die deutsche Auswahl auf Dänemark; Hochball ist um 20.30 Uhr. Im heutigen Spiel war Noemie Rouault die überragende Akteurin (34 Punkte und 12 Rebounds).

Nele Aha, Anneke Schlüter, Noemie Rouault, Maj vom Hofe und Ama Degbeon starteten für Deutschland, das munter in die Begegnung startete. Die ersten Punkte von Bosnien egalisierte Degbeon, Rouault besorgte umgehend die Führung. Von der Anfangsnervosität, die Bundestrainer Stefan Mienack prophezeit hatte, war zunächst nicht viel zu merken (8:7, 3. Min.). Beide Mannschaften agierten in der Anfangsphase sehr treffsicher, wobei Bosnien noch etwas hochprozentiger traf als das DBB-Team. Nach sechs unbeantworteten Punkten musste der Bundestrainer eine Auszeit nehmen (8:13, 5. Min.). Doch auch nach der Unterbrechung blieb das Momentum auf Seiten der Bosnierinnen, ehe die starke Rouault den Anschluss herstellte (10:18). Deutschland leistete sich zu viele Ballverluste, die Bosnien eiskalt bestrafte. So ging es mit einem 10:25-Rückstand in die Viertelpause.

Mit Freiwürfen von Maj vom Hofe und Punkten von Chantal Neuwald klappte der Start in den zweiten Spielabschnitt deutlich besser. Doch auch hier hatte Bosnien eine Antwort, nach vier Punkten in Serie musste Bundestrainer Mienack erneut reagieren: 16:31 (15. Min.). Es blieb dabei: das DBB-Team passte nicht gut genug auf den Ball auf, woraus Bosnien immer wieder Kapital schlug. Die deutschen Spielerinnen schafften es zwar, das zweite Viertel ausgeglichen zu gestalten; der deutliche Rückstand blieb aber auch zur Halbzeitpause bestehen (20:38).

Tolles drittes Viertel der deutschen Mannschaft

Was auch immer Bundestrainer Stefan Mienack seinen Spielerinnen in der Halbzeitpause gesagt hatte: es verfehlte seine Wirkung nicht. Die DBB-Mädchen kamen voller Elan aus der Kabine und setzten mit einem 6:0-Lauf ein Zeichen, das Bosnien zu einer Auszeit zwang (28:38, 22. Min.). Auch nach der Unterbrechung war Deutschland am Drücker: die bärenstarke Rouault legte nach Aha-Zuspiel noch einmal nach und die Verteidigung der ING-DiBa-Korbjägerinnen ließ vier Minuten lang keinen Korb der Bosnierinnen zu. Auch Degbeon übernahm nun Verantwortung und untermauerte damit die gute Vorstellung Deutschlands in diesen zehn Minuten. Spätestens als Aha einen Dreipunktewurf und einen weiteren Korbleger verwandelte, war die Partie wieder offen (39:43, 27. Min.). Delic konterte für Bosnien mit einem Dreipunktspiel, das den 41:48-Rückstand vor den letzten zehn Minuten bedeutete.

Beide Mannschaften leisteten sich im Schlussviertel viele Fehlwürfe, bis dann die bosnische Auswahl zuerst wieder offensiv aktiv wurde. Die unermüdliche Rouault hielt weiter dagegen, in der 33. Spielminute war allerdings der Rückstand wieder zweistellig, sodass Mienack eine Auszeit nahm (43:53). Punkte von Degbeon und Rouault brachten dann wieder etwas Hoffnung, nach Alexandra Wilkes Dreipunktwurf zum 50:53 knapp fünf Minuten vor Spielende durfte man von einem Comeback-Sieg träumen. Bosnien hatte offensichtlicherweise etwas dagegen und zeigte sich nervenstark von der Freiwurflinie. Nervenstark war eines der vielen Attribute, was man für Noemie Rouault finden konnte: ihre vier Punkte in Serie brachten Deutschland bis auf einen Punkt heran, Neuwald besorgte dann erstmals seit der Anfangsphase die knappe Führung (56:55, 37. Min.). Das DBB-Team hatte das Spiel nun völlig auf den Kopf gestellt, Bosnien reagierte mit einer Auszeit, zuvor war Rouault noch einmal zur Stelle (58:55). In den letzten Minuten ging es Schlag auf Schlag: Bosnien erkämpfte sich die Führung zurück, Rouault antwortete für Deutschland, dann traf Delic einen Distanzwurf, was das DBB-Team, das umgehend eine Auszeit nahm, mit sechs Sekunden und zwei Punkten Rückstand zurückließ. Dann gelang es den deutschen Spielerinnen nicht, den Ball in Position zu bringen, es folgten Freiwürfe für Bosnien, die sicher verwandelt wurden und die knappe 60:64-Niederlage besiegelten.

“Wir haben uns am Ende einfach leergespielt”, konstatierte Bundestrainer Stefan Mienack. “Das Problem war aber das erste Viertel, in dem wir nicht bereit waren. Bosnien hat angefangen wie die Feuerwehr und wir waren einfach nicht bereit. Den 15 Punkten Rückstand sind wir dann das ganze Spiel hinterher gelaufen, am Ende fast erfolgreich, aber da waren wir einfach platt. Jetzt heißt es Wunden lecken und dann voll Konzentration auf morgen.”

Für Deutschland spielten:
Nele Aha (ASC 46 Göttingen, 5), Ama Degbeon (TSV Grünberg, 10 Punkte, 14 Rebounds), Alina Hartmann (DJK Brose Bamberg), Julia Heck (USC Freiburg), Cynthia Homburger (MTV München), Lisa Janko (TV Langen, Rhein-Main-Baskets), Paulina Körner (SG Köln 99ers / Rhein Girls Baskets), Chantal Neuwald (TSV Hagen 1860, 6), Noemie Rouault (BG Zehlendorf / ASV Moabit, 34 Punkte, 12 Rebounds), Anneke Schlüter (USC Freiburg),  Maj Vom Hofe (BG 74 Göttingen, 2), Alexandra Wilke (ChemCats Chemnitz, 3).

Die weiteren Termine der EM-Vorrunde:
Freitag, 16. August 2013, 20.30 Uhr: Deutschland – Dänemark
Samstag, 17. August 2013, 16.00 Uhr: Deutschland – Belgien
Sonntag, 18. August 2013, 20.30 Uhr: Deutschland – Österreich

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