U18-Mädchen unterliegen Titelfavorit Frankreich6. August 2005

Chromik-Team zeigt starke erste Hälfte
Die deutsche U18-Nationalmannschaft weiblich hat bei der Europameisterschaft in Budapest gegen Titelfavorit Frankreich mit 51:65 (16:12, 11:19, 12:21, 12:13) verloren, dabei aber trotzdem eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. In der morgigen Partie gegen Serbien und Montenegro (68:74 gegen Frankreich) geht es nun um den Einzug in die Runde der besten acht Teams.

Ein tolles 1. Viertel legten die Spielerinnen von Bundestrainer Reiner Chromik hin. Gegen die klar favorisierten Französinnen zeigte man keinen Respekt und konterte einen 5:10-Rückstand (5. Min.) mit einer 11:0-Serie zum 16:10 durch die stark verbesserte Tina Eggert (10. Min.). Zu sieben Ballverlusten hatten die deutschen Mädchen Frankreich gezwungen, selbst nur vier Mal den Ball verloren.

Bis zur 14. Minute hatte die DBB-Auswahl lediglich ein Foul kassiert und ärgerte die Französinnen weiter erfolgreich. Nach und nach kam Frankreich aber besser ins Spiel, vor allem durch die starke Centerin Sandrine Gruda, die sich mit Anna Görg (Foto) packende Duelle lieferte und insgesamt auf 28 Punkte kam. Deutschland führte letztmals beim 26:23 durch Romy Bär in der 18.Minute. Dann zog Frankreich davon (42:32, 24. Min., 50:37, 28. Min.).

Doch so leicht gaben sich die deutschen Spielerinnen nicht geschlagen. Claudia Scholz traf nach 33 Minuten zum 44:52 aus deutscher Sicht. Vier Minuten später hatte erneut Sandrine Gruda die Partie entschieden (44:59). Die deutschen Mädchen kämpften weiter unverdrossen, konnten den Gegner aber nicht mehr gefährden.

Ein Blick auf die Statistik des Spiels zeigt, dass vor allem die Rebounds und die Wurfquote der Deutschen nicht gut genug waren, um die Sensation zu schaffen. Bei den Rebounds dominierten die Französinnen mit 43:31, bei den Ballverlusten allerdings war das deutsche Team besser (21:24). Aus dem Zweierbereich trafen die deutschen Mädchen lediglich 36 Prozent (16/44), aus dem Dreierbereich 25 Prozent (3/12). Auch bei den Freiwürfen ließ man einige Punkte liegen (10/17 = 59 Prozent).

„Ich bin mehr als zufrieden, denn ich gaube, dass wir heute gegen den kommenden Europameister verloren. Zumindest habe ich hier noch keine stärkere Mannschaft gesehen. Wir sind toll gestartet und haben Frankreich lange Paroli geboten. Lange konnten wir deren wichtige Optionen wegnehmen, aber als Frankreich dann die Luftwaffe ausgepackt hat, waren wir auf Dauer nicht mehr in der Lage dagegen zu halten. Aber ich bin stolz auf meine Spielerinnen, die bis zur letzten Sekunde alles gegeben haben. Jetzt gilt unsere Konzentration dem morgigen Spiel. Das wird superschwer, aber wir werden alles versuchen“, gab Reiner Chromik die Devise aus.  

Deutschland:
Romy Bär (Chemnitzer Basketgirls, 10), Julia Busalt (KuSG Leimen), Nicole Dietz (SV Halle), Tina Eggert (SV Halle/TuS Jena, 12), Katharina Ryska (TSV Nördlingen), Anna Görg (BG Dorsten, 12), Lina Schiffer (BBZ Leverkusen, 2), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz, 4), Claudia Scholz (SV Halle/USC Magdeburg, 6), Margret Skuballa (BG Dorsten, 5), Birte Thimm (BBZ Leverkusen/SVU Opladen), Mirijam Unger (TSV Nördlingen).

Aktuelle Ergebnisse und Statistiken unter www.fibaeurope.com

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