U18-Mädchen unterliegen starken Weißrussinnen2. August 2012

Die U18-Mädchen haben auch ihr zweites Spiel in der Zwischenrunde bei der B-Europameisterschaft in Strumica, Mazedonien, verloren. Gegen das Team aus Weißrussland musste die Mannschaft von Bundestrainer Patrick Bär schon früh einem großen Rückstand hinterher laufen, den sie trotz großen Kampfes am Ende mit 74:89 (9:22, 26:26, 23:19, 16:22) verloren. Erfolgreichste Spielerinnen auf deutscher Seite waren Anneke Schlüter, Ama Degbeon und Levke Brodersen mit je 12 Punkten.

Bereits vor der Partie stand fest, dass die DBB-Auswahl bei einem Sieg mit mindestens sechs Punkten Vorsprung sicher im Halbfinale steht. Bei einem Sieg unter sechs Punkten oder einer Niederlage kommt es auf die Begegnung England gegen Litauen an, die im Anschluss ausgetragen wurde. Litauen kämpfte stark gegen England, konnte am Ende allerdings nicht gewinnen. Das bedeutet, Deutschland hat den Sprung ins Halbfinale verpasst und spielt am Samstag in der Platzierungsrunde.  

Bundestrainer Patrick Bär vertraute auch im sechsten Spiel bei der Europameisterschaft auf seine Startformation mit Levke Brodersen, Elisabeth Dzirma, Fanny Szittya, Marie Gülich und Chantal Neuwald. Zu Beginn agierte die DBB-Auswahl überaus nervös, vergab mehrere gute Wurfchancen und lag bereits in der vierten Minute mit 0:12 im Hintertreffen. Erst nach fünf Minuten erlöste Ama Degbeon die ING-DiBa-Korbjägerinnen und erzielte die ersten Punkte. Nach einer Auszeit erzielte Anneke Schlüter einen Dreier zum 5:14 (6. Minute). Deutschland fand langsam besser in die Partie und kam durch Katharina Müller auf 9:16 heran. Doch die Weißrussinnen ließen sich nicht beirren, sodass es mit 9:22 in das zweite Viertel ging.

Den besseren Start ins zweite Viertel erwischte das Team von Bundestrainer Patrick Bär. Hannah Wischnitzki und Chantal Neuwald waren von der Dreierlinie erfolgreich und verkürzten auf 15:24 (12. Minute). In der Folge gestaltete die DBB-Auswahl die Begegnung auf Augenhöhe, ohne die weißrussische Führung deutlich zu gefährden. Große Probleme hatten die DBB-Mädchen mit Maryia Papova, die Mitte des zweiten Viertels bereits fünf Würfe geblockt hatte. Nach einem Zwischenlauf der Weißrussinnen (26:40) kam Levke Brodersen zu ihren ersten fünf Punkten und sorgte dafür, dass Deutschland kurz vor der Pause nicht aussichtslos in Rückstand geriet. Zu viele Ballverluste (16) in der ersten Halbzeit, gepaart mit einer überragend aufspielenden Maryia Papova (11 Punkte, 10 Rebounds und 6 Blocks) sorgten für einen 35:48-Halbzeitrückstand.

Die DBB-Auswahl versuchte alles, um den Rückstand aufzuholen. Ein Dreier von Levke Brodersen, gefolgt von einem Korberfolg von Elisabeth Dzirma brachte Deutschland auf zehn Punkte heran (44:54, 24. Minute). Doch Weißrussland reagierte und schloss per Dreier ab, was Patrick Bär zu einer Auszeit zwang. Gleiches Bild nach der kurzen Pause. Deutschland konnte ein wenig Boden gut machen, wurde jedoch regelmäßig wieder zurückgeworfen (48:61). Erneute Hoffnung machte Chantal Neuwald, die den Rückstand mit vier Punkten in Folge in den einstelligen Bereich brachte (52:61, 28. Minute). Anneke Schlüter fasste sich in der Folge ein Herz und traf zwei Dreier in Folge zum 58:65. Die letzten zehn Minuten versprachen Hochspannung pur.

Mary-Ann Mihaly und Anneke Schlüter eröffneten den Schlussabschnitt mit fünf Punkten (63:69). Doch der gute Start wurde jäh zunichte gemacht. Die Weißrussinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und warfen Deutschland sechs Minuten vor dem Ende wieder deutlich zurück (65:76). In der Folge starteten die ING-DiBa-Korbjägerinnen noch einmal den Versuch einer Aufholjagd, doch der Vorsprung der Weißrussinnen war zu groß. So musste Deutschland auch im zweiten und letzten Zwischenrundenspiel eine Niederlage (74:89) hinnehmen.

Bundestrainer Patrick Bär: „Trotz der Niederlage war das heute eines unserer besten Spiele hier bei der EM. Weißrussland spielt unglaublich stark und abgeklärt, weshalb unserer Niederlage absolut in Ordnung geht. Wir haben zwar wieder zu viele leichte Fehler gemacht und waren zwischenzeitlich wieder dran, aber letztendlich wurden uns unsere individuellen Grenzen aufgezeigt.“

Für Deutschland spielen:
Levke Brodersen (TV Saarlouis, 12), Ama Degbeon (TSV Grünberg 12), Elisabeth Dzirma (TSV Grünberg, 9), Marie Gülich (BBZ Opladen), Mary-Ann Mihaly (Chemcats Chemnitz e.V., 4), Katharina Müller (TV Saarlouis, 2), Mareike Müller (SV Halle), Chantal Neuwald (TSV Hagen 1860, 11), Hannah Pakulat (BG 89 Rotenburg, 6), Anneke Schlüter (USC Freiburg, 12), Fanny Szittya (Heli Donau Ries, 3) und Hannah Wischnitzki (NB Oberhausen, 3).

 

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