U18-Mädchen mit Licht und Schatten13. Juli 2014

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Mädchen zeigt sich vier Tage vor der B-Europameisterschaft in Oradea (Rumänien) noch nicht in konstanter Form. Nach dem knappen Auftakterfolg gegen Dänemark am gestrigen Abend sammelte die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack beim 66:60-Erfolg (19:7, 23:19, 11:10, 13:14) im Rematch weiteres Selbstvertrauen, unterlag aber am Abend mit 61:63 (27:10, 4:20, 11:16, 19:17) gegen Gastgeber Luxemburg. Gegen Dänemark war Sarah Stock erfolgreichste DBB-Scorerin (11), gegen Luxemburg erzielten Sarah Stock und Patricia Broßmann (Foto) (jeweils 11) die meisten Punkte für die ING-DiBa-Korbjägerinnen.

Rund 13 Stunden nach der Schlusssirene des letzten Aufeinandertreffens standen sich die deutsche und die dänische Mannschaft schon wieder gegenüber. Anders als gestern fand die DBB-Auswahl allerdings sehr gut in die Partie und dominierte von Beginn an. Nach zwei Minuten führten die DBB-Mädchen durch zwei Dreier von Luana Rodefeld und einem Dreier von Paulina Körner bereits mit 9:2. Auch nach fünf Minuten hielt die Führung noch Bestand (13:5), gegen Ende des ersten Abschnittes drehten die DBB-Korbjägerinnen nochmal auf und führten mit 19:7.

Auch im zweiten Abschnitten behielt die deutsche Auswahl die Kontrolle über das Spiel und baute die Führung weiter aus. Nach 15 Minuten war der Vorsprung auf 15 Punkte angewachsen, zwei Minuten später sogar auf 21 Punkte (39:18). Insgesamt machte die Mannschaft von Stefan Mienack den deutlich wacheren und strukturierteren Eindruck. Zwar ließen die deutschen Mädchen kurz vor der Pause etwas nach, lagen aber zur Halbzeit weiterhin klar in Führung (42:26).

Auch nach der Pause war der Leichtsinn ins deutsche Spiel angesichts der deutlichen Führung eingekehrt. Die Däninnen waren nun aufgrund der Nachlässigkeiten, die Stefan Mienack nicht gefallen haben, ebenbürtig. Die DBB-Auswahl schien die Partie bereits abgehakt zu haben, steigerte sich aber im Verlaufe des Abschnittes wieder. Nach dem dritten Viertel lagen die ING-DiBa-Korbjägerinnen weiterhin mit 53:36 komfortabel in Führung.

Zwar fand die deutsche Mannschaft nicht wieder in den Rhythmus des ersten Viertels, ließ aber auch in den letzten zehn Minuten keinen Zweifel am Sieger aufkommen. Letztlich gewann das DBB-Team insbesondere aufgrund der starken ersten Halbzeit verdient mit 66:50.

“Wir haben heute insbesondere in der ersten Halbzeit gut verteidigt und auch im Angriff gut zusammen gespielt. Auf die wechselnde Verteidigung des Gegners haben wir sehr gut reagiert, das war eine klare Steigerung zum gestrigen Spiel. Die zweite Halbzeit haben wir zu locker angefangen und den Gegner nicht mehr hundertprozentig ernst genommen. Das war indiskutabel, wir hatten keinen Rhythmus. Wir sind dann über die Defense wieder reingefunden, aber unser Momentum aus der ersten Hälfte selbstverschuldet abgegeben”, zog Bundestrainer Stefan Mienack ein gemischtes Fazit des ersten Spiels des Tages.

Gegen Luxemburg startete die DBB-Nationalmannschaft ähnlich furios wie schon im ersten Spiel. Zwar gestalteten Luxemburg die ersten Minuten ausgeglichen und lagen noch mit 5:4 in Führung. Ein 13:0-Run der deutschen Mädchen sorgte dann aber für eine komfortable 17:5-Führung. Die Mannschaft von Stefan Mienack ließ in den ersten zehn Minuten nicht locker und ging mit einer 27:10-Führung in die erste Viertelpause.

Vollkommen unerwartet drehte sich das Blatt im zweiten Abschnitt. Urplötzlich legten die Luxemburgerinnen einen 11:0-Run zwischen der 13. und 16. Minute auf das Parkett und verkürzten den Abstand sehr schnell. Die deutsche Mannschaft konnte in dieser Phase von Glück reden, die Führung behaupten zu können. Nach zwanzig Minuten betrug der Vorsprung allerdings nur noch einen Punkt, beim Stand von 31:30 gingen die Teams in die Halbzeitpause.

Auch nach der Pause fanden die deutschen Mädchen zunächst nicht zurück in die Partie. Luxemburg übernahm schnell die Führung und konnte sie zunächst ausbauen (40:33). Gegen Ende des dritten Viertels raufte sich die DBB-Auswahl nochmal zusammen und verkürzte den Abstand auf vier Punkte (42:46).

Im Schlussviertel bekamen die deutschen Mädchen tatsächlich nochmal die Gelegenheit, ins Spiel zurückzukehren und hatten kurz vor Schluss beim Stand von 61:61 sogar Ballbesitz. Ein Ballverlust führte dann allerdings zur 63:61-Führung für die Gastgeberinnen. Mit zehn Sekunden auf der Uhr hatte die Mannschaft von Stefan Mienack weiterhin die Chance, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Am Ende fehlte jedoch die Konzentration und ein wenig die Kraft, um nochmal zurückzuschlagen.

Der Bundestrainer sah nach der verpatzten Generalprobe wiederkehrende Fehler, die es bis zur EM abzustellen gilt: “Das war heute Abend nicht gut. Nach einem überragenden ersten Viertel, in dem wir als Mannschaft sehr gut verteidigt haben, haben wir wieder durch eigene Fehler den Faden verloren. In der Phase haben wir uns nicht gegenseitig unterstützt und so hat Luxemburg letztlich verdient gewonnen. Das jetzt auf die Müdigkeit zu schieben, wäre eine Ausrede. Das war meiner Meinung nach nicht der Grund für die Niederlage, denn wir haben ganz einfach die Anspannung verloren. Wir müssen lernen, auch bei einer hohen Führung, wie wir sie heute zwei Mal hatten, nachzulegen. Morgen reisen wir nach Rumänien und bereiten uns dann vor Ort am Dienstag und Mittwoch weiter vor.”

 

Gegen Dänemark spielten für Deutschland:

Flavia Behrendt (Wolfpack Wolfenbüttel, 5), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde, 10), Jennifer Crowder (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 4), Lisa Janko (Rhein-Main Baskets, 2), Paulina Körner (RheinStars Köln, 3), Lucy Reuß (BSG Basket Ludwigsburg, 3), Franziska Riedmann (Main Sharks Würzburg, 7), Luana Rodefeld (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 10), Sarah Stock (TG Neuss, 11), Maj Vom Hofe (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen), Lena Wenke (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 2), Laura Zdravevska (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 9).

Gegen Luxemburg spielten für Deutschland:

Flavia Behrendt (Wolfpack Wolfenbüttel), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde), Jennifer Crowder (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen), Lisa Janko (Rhein-Main Baskets), Paulina Körner (RheinStars Köln), Lucy Reuß (BSG Basket Ludwigsburg), Franziska Riedmann (Main Sharks Würzburg), Luana Rodefeld (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen), Sarah Stock (TG Neuss), Maj Vom Hofe (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen), Lena Wenke (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen), Laura Zdravevska (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen).

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