U18-Mädchen gegen Bulgarien erfolgreich6. August 2011

Die Mannschaft von Bundestrainerin Alex Maerz gewinnt trotz 27 Ballverlusten und nimmt jetzt einen Sieg mit in die Zwischenrunde
Die deutschen U18-Mädchen haben bei der B-Europameisterschaft in Miskolc/Ungarn nach der Vorrunde weiterhin alle Chancen, den Aufstieg in die A-Gruppe anzupeilen. Gegen Bulgarien kam die Mannschaft von Bundestrainerin Alex Maerz zu einem 65:59 (16:17, 14:12, 13:11, 22:19)-Erfolg. In der Zwischenrunde warten nun ab kommenden Montag die starken Teams aus Kroatien, Ungarn und Portugal auf das DBB-Team. Gegen Bulgarien trafen Kristin Annawald (Foto) und Laura Hebecker am besten für Deutschland (je 15 Punkte).

Von Beginn an lief es nicht besonders gut für die deutschen Mädchen. Die 2:0-Führung von Anna Heise beantworteten die Bulgarinnen mit neun Punkten in Serie. Grund genug für Alex Maerz, ihre Schützlinge zu einer ersten Auszeit zusammenzurufen. Die zeigte Wirkung, denn Laura Hebecker, Heise und Keisha Carthäuser brachten Deutschland in der 5. Minute auf 8:9 heran. Der kleine Zwischenspurt erwies sich nur kurz als Strohfeuer (8:14, 6. Min.), denn kurz später traf Lena Gohlisch zum 14:14 (9. Min.). Nach dem ersten Viertel war das Spiel weiter offen (16:17).

Das 16:20 fiel durch den schon fünften Dreier der Bulgarinnen. Ebenfalls aus Dreierdistanz netzte Laura Hebecker kurz später zum 20:21 ein (12. Min.). Hätten sich auf deutscher Seite nicht schon wieder neun Ballverluste angesammelt, wäre eine Führung leicht möglich gewesen, denn in allen anderen wichtigen Statistiken lag das Maerz-Team vorne. An den Bulgarinnen wollte aber zu diesem Zeitpunkt kein Weg vorbei führen (22:25, 14. Min.). Zwei Minuten später war es dann aber so weit mit dem Führungswechsel (27:25, Dreipunktspiel Hebecker). Auch erfreulich aus deutscher Sicht, dass man Bulgariens Topscorerin Iva Kostova bestens im Griff hatte. Allerdings verpassten die DBB-Mädchen in der Folge, den Vorsprung trotz zahlreicher Chancen auszubauen. Aber Ballverlust über Ballverlust verhinderte das, aber auch Bulgarien gelang minutenlang überhaupt nichts. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte Kristin Annawald einige Freiwürfe versenken, aber wieder schlug ein Dreier im deutschen Korb ein (30:29).

Sophie Eder eröffnete die zweite Hälfte mit einem Dreier, vergab aber die beiden nächsten Würfe, während Bulgarien punktete (33:33, 22. Min.). Fast ein Dutzend Wurfversuche verfehlten in den Folgeminuten ihr Ziel, ehe Bulgarien wieder in Führung ging (35:37, 25. Min.). Marie Gülich und Gohlisch “reparierten” den Schaden umgehend und wurden dabei durch Annawald unterstützt (40:37, 26. Min.). Es folgte erneut eine punktlose Phase aus Fehlwürfen und Ballverlusten, an denen sich die Bulgarinnen aber munter beteiligten. Beide Teams hatte zusammen schon 35 Mal den Ball verloren (D 19, BUL 16), die Wurfquoten lagen jeweils bei ca. 35 Prozent. Zuerst traf Annawald wieder, erneut an der Freiwurflinie. Bulgarien konterte … wie fast immer mit einem Dreier (42:40, 29. Min.).

Im Schlussabschnitt stand das Spiel weiter auf der Kippe. Das mannschaftlich ompakt auftretende Deutschland lag ständig mit zwei bis fünf Punkten vorne (51:46, 35. Min.), konnte Bulgarien aber nicht wirklich abschütteln. Als Gohlisch das 53:46 machte, schien sich die Partie endgültig zugunsten der Deutschen zu wenden. Bulgarien versuchte es weiter vornehmlich aus der Distanz, die Dreierquote hatte sich allerdings deutlich verschlechtert. Drei Freiwurftreffer von Hebecker bedeuteten das 56:46 und damit die erste zweistellige Führung für das DBB-Team (36. Min.). Die jetzt aufdrehende Kostova verkürzte allerdings binnen Minutenfrist auf 56:51, Maerz nahm eine Auszeit. Auf Annawald an der Freiwurflinie konnte man sich verlassen, und nach Eders Dreier zum 61:53 zwei Minuten standen die Zeichen wieder klar auf Sieg.

Nur Kostova hatte wieder etwas dagegen, traf ebenfalls aus der Distanz und verwandelte kurz später zwei Freiwürfe zum 61:58 (1´40). Das Zitterspiel ging weiter. 39 Sekunden vor dem Ende musste Hebecker an die Freiwurflinie und hielt sich dort schadlos (63:58). Die jetzt nur noch durch Foul zu stoppende Kostova verkürzte 13 Sekunden später auf 63:59, dann wanderte Karthäuser an die Linie und vergab zwei Mal. Annawald holte aber den Rebound und bestätigte ihre großartige Leistung mit zwei erfolgreichen Freiwürfen (65:59, ´22). Darauf hatten die Bulgarinnen dann keine Antwort mehr.  

“Das war letztendlich ein Sieg des Willens. In der Schlussphase haben wir das getan, was wir uns vorgenommen hatten. Vorher waren wir in der Verteidigung leider oft zu undiszipliniert und konnten immer nur phasenweise an die guten Leistungen der vorherigen Spiele anknüpfen. Angesichts der zahlreichen Ausfälle, die das Team verkraften musste, können wir insgesamt mit der Vorrunde sehr zufrieden sein”, meinte Alex Maerz.

Für Deutschland spielten:
Elisabeth Dzirma (TSV Grünberg), Mary Ann Mihalyi (Basketball 4 Girls Chemnitz), Pia Dietrich (Rhein-Main Baskets), Fanny Szittya (TSV Nördlingen/HELI Donau-Ries, 2), Keisha Carthäuser (TSV Grünberg, 6), Lena Gohlisch (Berlin Baskets, 7), Kristin Annawald (Rhein-Main Baskets, 15/10 Reb.), Sophie Eder (TSV Nördlingen/HELI Donau-Ries, 10), Laura Hebecker (SV Halle, 15), Caroline van der Velde (SG Köln 99ers, 3), Marie Gülich (Rhöndorfer TV, 1), Anna Heise (SV Halle, 6).

Weitere Infos und detaillierte Statistiken unter www.fibaeurope.com

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