U18-Mädchen: EM-Start geglückt5. August 2005

Umkämpfter 73:65-Erfolg gegen Polen

Der deutschen U18-Nationalmannschaft weiblich ist der Start in die Europameisterschaft in Budapest geglückt. Nach hartem Kampf setzte sich das Team von Bundestrainer Reiner Chromik mit 73:65 (22:10, 16:20, 17:18, 18:17) gegen Polen durch und bleibt damit vor den schweren Spielen gegen Frankreich und Serbien und Montenegro im Rennen um einen der beiden ersten Plätze in der Vorrundengruppe.

Mehr als zwei Drittel des Spieles sah es so aus, als wenn es nur einen Sieger geben könne. Zwar nicht dominant, aber immerhin meist zweistellig überlegen präsentierten sich die deutschen Mädchen bis weit ins 3. Viertel hinein. Zu Beginn der Partie legte die DBB-Auswahl einen Blitzstart hin (6:0, 2. Min.; 17:7, 9. Min.), für den hauptsächlich Claudia Scholz und Margret Skuballa verantwortlich zeichneten. Das tolle 1. Viertel des deutschen Teams wurde mit einem Dreier von Tina Eggert gekrönt.

Bis auf 26:12 (14. Min., Skuballa) zogen die DBB-Mädchen davon, ehe allem Anna Pietrzak, an diesem Tag kaum zu bremsende polnische Aufbauspielerin von 1,65 m Größe, zur Aufholjagd blies und ihr Team auf 33:28 heran führte (18. Min.). Skuballa & Co. konterten zum 46:32 (24. Min.), doch erneut Pietrzak mit zwei Dreiern traf zum 51:45 (27. Min.). Ein Zeichen der deutschen Nervosität zu diesem Zeitpunkt sind sicher die sechs Ballverluste von Tina Eggert (Laborierte noch an den Nachwirkungen einer Magenerkrankung) und die Wurfquote von Romy Bär, die bis dato bei neun Versuchen aus dem Zweipunktebereich noch nicht getroffen hatte.

Beim 59:51 (31. Min.) durch den ersten „Zweier“ von Romy Bär hätte etwas Ruhe einkehren sollen, doch vier Minuten später führten die Polinnen plötzlich mit 60:59. Zu diesem Zeitpunkt war Centerin Anna Görg bereits mit fünf Fouls ausgeschieden. Eine konzentrierte Romy Bär, die auf fast allen Positionen spielte, nun besser traf und enorm wichtige Rebounds holte, sowie zwei ganz wichtige Dreier von Margret Skuballa und Katharina Schnitzler (71:65, 39. Min.) drehten die Partie zugunsten der deutschen Mannschaft.

„Als Polen Mitte des 2. Viertel auf Zonenverteidigung umgestellt hat, sind bei uns nach und nach Probleme aufgetreten. Wir haben vergessen Tempo zu machen und haben bei einigen 1-1-Situationen nachlässig verteidigt. Letztendlich haben wir uns aber selbst aus dem Tal heraus gekämpft“, freute sich Reiner Chromik. Noch ausbaufähig sind die deutschen Statistiken: 21 Ballverluste (Polen 17), 52 Rebounds (Polen 36), Wurfquote 2er: 21/52 = 40 Prozent, Wurfquote 3er: 4/18 = 22 Prozent, Freiwürfe: 19/25 = 76 Prozent.

Deutschland:
Romy Bär (Chemnitzer Basketgirls, 10 Punkte/13 Rebounds), Julia Busalt (KuSG Leimen), Nicole Dietz (SV Halle), Tina Eggert (SV Halle/TuS Jena, 5), Katharina Ryska (TSV Nördlingen), Anna Görg (BG Dorsten, 7), Lina Schiffer (BBZ Leverkusen, 2), Katharina Schnitzler (ASC Theresianum Mainz, 9), Claudia Scholz (Foto, SV Halle/USC Magdeburg, 22/12), Margret Skuballa (BG Dorsten, 17), Birte Thimm (BBZ Leverkusen/SVU Opladen, 1), Mirijam Unger (TSV Nördlingen).

Aktuelle Ergebnisse und Statistiken unter www.fibaeurope.com

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